Sonntag, 8. September 2013

ALPHA-Kurs I - Wer ist Jesus?

10.April 2013 - Endlich. Der erste Abend des ALPHA-Kurses. 

Das Thema: Wer ist Jesus?
Ui...das klang ja schonmal gut, das war schließlich genau die Frage, die ich auch hatte. Bevor man  allerdings zu Jesus kommt, sollte man sich vielleicht erst einmal mit Gott auseinandersetzen, denke ich.

Aber warum sich überhaupt auf die Suche nach Gott oder dem Sinn des Lebens begeben? Ganz einfach: Wenn das Leben KEIN ZUFALL ist, dann muss es einen Sinn haben! Und wenn es einen Sinn hat, dann täte man gut daran ihn in Erfahrung zu bringen:D

Für mich war schon immer klar, dass das Leben kein Zufall sein kann. Zu systematisch ist diese Welt. Mich hat diese Frage auch schon immer beschäftigt, das war letztlich für mich auch der Grund Philosophie zu studieren. Eine meiner Lieblingsteildisziplinen in der Philosophie war Wissenschaftstheorie. Und ich erinnere mich noch genau an ein Seminar, in dem erläutert wurde auf welchen Prinzipien die Wissenschaft bzw. die Logik basiert: Induktion und Deduktion. Ich will da jetzt gar nicht so genau drauf eingehen, sondern das ganze nur kurz mit zwei Beispielen aufzeigen:

Induktion heißt von mehreren speziellen Beobachtungen oder Fakten auf allgemein gültige Aussagen zu schließen, bspw.:
Sokrates ist ein Mensch. Sokrates ist sterblich. Das heißt: Alle Menschen sind sterblich.

Deduktion geht genau anders herum vor, bspw.:
Alle Menschen sind sterblich. Sokrates ist ein Mensch. Das heißt: Sokrates ist sterblich.

Und genau so funktioniert Wissenschaft. Die meisten Naturgesetze basieren auf dem Prinzip der Induktion. Dinge, die oft beobachtet wurden, werden irgendwann als Gesetzmäßigkeit angenommen. Und das Interessante daran ist, genau mit dieser Vorgehensweise beweist die Wissenschaft für mich die Existenz von Gott. 
Letztendlich gibt es ja, was die Welt angeht, nur zwei Möglichkeiten:
Entweder ist alles ZUFALL oder alles ist ABSICHT. Das Witzige dabei ist, dass die meisten Menschen, die angeblich daran glauben, dass alles Zufall ist, in Wahrheit doch unbewusst glauben, dass alles Absicht ist. Denn wir glauben doch, dass es fest steht, dass sich die Erde um sich selbst und um die Sonne dreht. Und wir haben auch keinen Zweifel daran, dass das morgen noch immer so sein wird. Und doch, obwohl wir diese Gesetzmäßigkeit als gegeben annehmen und ich Milliarden andere Beispiele nennen könnte, bei denen wir davon ausgehen, dass es so ist und immer so sein wird, glauben einige von uns an Zufall. 
Nun, für mich sind alle wissenschaftlichen Erkenntnisse nur der Beweis dafür, dass alles auf der Welt Absicht ist, denn wie sonst könnte alles, was heute gilt, morgen auch wieder gelten? Und übermorgen auch und am Tag danach und am Tag danach...
Sagen wir also, es ist alles Absicht, dann stellt sich die Frage, wessen Absicht? Und die meisten Menschen, die nicht an Zufall glauben, sagen es ist die Absicht Gottes.

Aber wer ist Gott? 
Welcher Gott ist der richtige? 
Muss ich mich erst mit allen Religionen dieser Welt auseinandersetzen, um das heraus zu finden?
Muss ich überhaupt einer Religion angehören?

Auch das waren Fragen, die ich mir stellte und ich dachte: Ja, vermutlich muss ich mich wohl mal mit allen Religionen auseinander setzen. Glücklicherweise fing ich mit der richtigen an;) Woher ich weiß, dass es die Richtige war, wird sich hoffentlich im Laufe der nächsten Posts auch für Dich erschließen.

Wer ist nun also dieser Jesus?
Es heißt, er war bzw. ist der Sohn Gottes. 
Was für mich zunächst schon fest stand, war, dass Jesus eine historisch belegte Person war. Die Existenz eines Mannes namens Jesus zweifelte ich nie an. Das wäre auch albern. Für die Existenz von Iulius Caesar gibt es nicht annähernd soviele Quellen, wie für die von Jesus.
Aber Sohn Gottes? Ist das nicht ein wenig anmaßend? War er nicht vielleicht einfach ein ziemlich charismatischer Typ, dem allerlei Wunder angedichtet wurden? Und der im Nachhinein von Erzählung zu Erzählung immer mehr in den Himmel gelobt wurde?
Das glaube ich schon allein deshalb nicht, weil es auf dieser Welt etwa 2 Milliarden Menschen gibt, die glauben, dass er all diese Wunder tatsächlich vollbracht hat. Wie kann das sein? Wurde schon in der Vergangenheit gelogen und darauf basiert heute der christliche Glauben? Haben die Jünger sich das alles ausgedacht? Die Frage stellt sich: Warum??? Sie konnten kaum wissen, wie sich das ganze entwickelt. Ich hatte kurz den Gedanken, das alles könnte eine riesige Verschwörung sein, aber zu welchem Zweck? Die Botschaft von Jesus Christus ist durchweg positiv. Sie zwingt niemanden irgendetwas zu tun, es geht allein darum zu verkünden, dass Gott uns liebt. Und wenn man sich die Evangelien am Anfang des neuen Testaments mal anschaut, dann merkt man schnell, dass selbst die Jünger bis zur Auferstehung Jesu`nicht wirklich gepeilt haben, wer er eigentlich war. Und doch - und das ist für mich der Punkt, der mich überzeugt, dass das alles weder gelogen, noch unabsichtlich ausgedacht bzw. hochgepusht ist - ist fast jeder der Jünger für seine Überzeugung, dass Jesus Christus der Sohn Gottes und damit unser Erlöser und Retter war, gestorben.
Die Frage ist: Würde irgendjemand von uns für seine Überzeugung sterben? Ich für meinen Teil kann diese Frage mit NEIN beantworten. Ich würde nicht für eine Überzeugung sterben. Denn das Wort "Überzeugung" lässt für mich die Möglichkeit des Irrtums offen. Wofür ich aber eventuell bereit wäre zu sterben, das ist die WAHRHEIT. Nicht prinzipiell, ich sag mal, ich würde nicht dafür sterben Recht zu haben, denn was nützt mir das, wenn ich tot bin? Aber wenn ich weiß, dass der Tod nicht das Ende ist, wenn ich weiß, dass ich NUR daran glauben muss, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, damit ich nach meinem Tod gerecht vor Gott stehen kann, und dass, wenn ich nicht an Jesus glauben und ihn verleugnen würde, das für mich das Ende bedeuten würde, dann würde ich, wenn es hieße: "Verleugne Jesus und glaube und diene einem anderen 'Gott' oder Du stirbst!" mich für Jesus entscheiden, denn was macht das schon, wenn ich zwar für diese Welt tot, aber dafür bei Gott bin? Das ist schließlich ohnehin das, was ich anstrebe: Mein ewiges Leben bei Gott!
Und dass die Jünger so von Jesus unserem Erlöser überzeugt waren, das überzeugte auch mich, mal ganz abgesehen von dem bereits erwähnten Zeichen, das mir Gott bezüglich der Frage nach Jesus gegeben hatte.

"Zu der Zeit kam Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, dass er sich von ihm taufen ließe. Aber Johannes wehrte ihm und sprach: Ich bedarf dessen, dass ich von dir getauft werde, und du kommst zu mir? Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Lass es jetzt geschehen! Denn so gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen. Da ließ er's geschehen. Und als Jesus getauft war, stieg er alsbald herauf aus dem Wasser. Und siehe, da tat sich ihm der Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren und über sich kommen. Und siehe, eine Stimme vom Himmel herab sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe." (Matthäus 3,13-17)

AMEN!;)

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