Dienstag, 10. September 2013

ALPHA-Kurs III - Was kann uns Gewissheit im Glauben geben?

Keine Atempause. Von Woche zu Woche wurde es spannender im ALPHA-Kurs. Man mag meinem, nachdem ich nun vollends überzeugt war, dass Gott und Jesus keine Hirngespinste waren, hätte der Rest des ALPHA-Kurses für mich keinen Wert mehr, aber weit gefehlt. Zweifel gehören wahrscheinlich selbst bei den frommesten Christen dazu und so ist es doch gut, sich mit der Frage zu beschäftigen, woher ich weiß, dass ich an die Wahrheit glaube?
Für mich ist das deutlichste Zeichen dafür die Ausschüttung des Heiligen Geistes. Jesus sagt:

"Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden; so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen." (Apostelgeschichte 2,38)

Der Heilige Geist verändert einen und zwar nicht unwesentlich.
Ich zum Beispiel hab früher schon das eine oder andere Mal versucht die Bibel zu lesen - ohne Erfolg. Es war mit Abstand das Langweiligste und vor allem demotivierendste weil längste Buch, das ich jemals gelesen habe. Generell kann man sagen, dass ich eigentlich nicht besonders gerne lese. Aber der Heilige Geist hat das verändert. Jede freie Minute, die ich momentan habe, verbringe ich im Wort Gottes und es ist so spannend. Wenn aus diesem "von Menschen ausgedachten Buch" (die Meinung eines Nichtchristen) plötzlich die Wahrheit spricht, wenn ich darin plötzlich meine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft geschrieben sehe, wie könnte ich nicht eine regelrechte Sucht entwickeln, es zu lesen? Es ist für Gott auch die einfachste und unmissverständlichste Form mit mir zu kommunizieren. Wieviele meiner Gedanken, wieviele meiner Sorgen hat Gott schon aufgegriffen, während ich in der Bibel las und mich weitergebracht bzw. mir Fragen beantwortet. Die Frage, ob ich als Christ in der Bibel lesen muss, stellt sich gar nicht mehr, denn ich will es einfach. Und ich glaube auch jedes Wort, das dort steht. Wie könnte ich nicht, da ich doch Jesus als meinen Erlöser angenommen habe und gerade das alte Testament zu einem Großteil aus Prophezeihungen des Messias besteht, die sich mit Jesus alle bewahrheitet haben.
Aber das ist nicht die einzige Veränderung: Der Gott, an den ich vorher glaubte, hatte mein Leben schon vorherbestimmt und gelegentlich dankte ich ihm für seine schützende Hand über mir, kam mir aber in Anbetracht des Leides in der Welt doch recht belanglos vor. Aber der Gott, den ich jetzt sehe, fühle und erlebe, lässt mir alle Freiheiten und ich kann ihm einfach Vertrauen. Er hat seinen Sohn, sein bestes und demütigstes Kind für MICH geopfert und er möchte, dass ich jede noch so kleine belanglose Sorge auf ihn werfe, damit er für mich sorgen kann (vgl. 1.Petrus 5,7) und ich liebe ihn, weil er eine stabile Größe in meinem Leben ist. Was auch gewesen ist, er war da und ich weiß, was auch kommt, er ist da. Was ich auch tue, er bleibt da für immer! Solange ich auf ihn vertraue, wird er mich leiten und selbst, wenn ich ihn verliere, dann weiß ich, er wird mich suchen!

"Welcher Mensch unter euch, der hundert Schafe hat und eines von ihnen verliert, läßt nicht die neunundneunzig in der Wildnis und geht dem verlorenen nach, bis er es findet? Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es auf seine Schulter mit Freuden; und wenn er nach Hause kommt, ruft er die Freunde und Nachbarn zusammen und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war! " (Lukas 15,4-6)

Ich erwähnte bereits, dass ich Jesus Sorgen anvertrauen kann und er nimmt sie von meinen Schultern. Auch das gibt mir Gewissheit die Wahrheit zu glauben. Vor kurzem habe ich festgestellt, dass ich plötzlich von einer Person positiv geredet habe, über die ich zuvor nie ein positives Wort verloren habe ohne der Sache einen ironischen Unterton zu geben, weil sie mich mal tief verletzt hatte. Ich dachte, ich hätte das verziehen, aber die Wunde war doch tiefer als gedacht. Und plötzlich stellte ich fest, dass diese Wunde verheilt ist. Was ich aus eigener Kraft seit Jahren nicht geschafft habe, hat Gott ohne auch nur ein Gebet von mir einfach geheilt. WOW! Wie großartig, wie wundervoll, wie real ist ein Gott, der sowas kann?
Gott weicht mein Herz auf und bringt es wieder in seinen ursprünglichen von ihm geschaffenen Zustand. Mir sind die Menschen nicht mehr egal. Es gab eine Zeit, da hab ich mich echt verausgabt, Menschen zu helfen, Menschen zu motivieren, Menschen aufzubauen. Aber ich habe gemerkt, dass das nicht bei allen fruchtet und dass es mich unheimlich viel Kraft kostet, also hab ich damit aufgehört und mich nur noch mit Menschen umgeben, denen es gut ging. Aber wie hartherzig ist das denn? Wir Menschen sitzen doch alle im gleichen Boot. Wir versuchen irgendwie unser Leben zu meistern, glücklich zu werden, einen Sinn in unserem Leben zu finden. Wahrscheinlich war ich einfach zuviel mit mir beschäftigt und wie ich bereits erwähnte, ohne Jesus kann ich nichts. Kein Wunder, dass ich nicht die Kraft aufbringen konnte, zu helfen, aber jetzt kann ich das. Denn ich habe jetzt die Kraft hinter mir stehen, die das Universum erschaffen hat, die stärkste Macht dieser Welt, die Liebe selbst! Und jetzt entdecke ich auch wieder mein Mitgefühl, denn ich kann die Sorgen anderer jetzt mittragen, weil ich sie nicht alleine trage. Im Gegenteil, ich trage sie gar nicht.
Und deshalb liebe ich meinen Gott! Er wirkt am stärksten in mir, wenn ich mich am schwächsten fühle. Und deshalb gebührt ihm alle Ehre und alles Lob dieser Welt. Deshalb steh ich plötzlich auch mit erhobenen Armen in der Kirche und heul fast vor Dankbarkeit. Wie groß ist dieser Gott? Wie stark! Unbeschreiblich!
Und das alles gibt mir Gewissheit! Und wenn ich an ihm zweifel, an seiner Liebe, an seinen Motiven, dann les ich die Bibel. Denn das ist sein Wort! Meine Gefühle können mich täuschen, aber sein Wort ist SEIN Wort und er hält es!

"Christus spricht: Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen." (Johannes 8,31-32)

AMEN!

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