Dienstag, 24. September 2013

ALPHA-Kurs V - Wie kann man die Bibel lesen?

Abend Nummer 5, Thema: Die Bibel - Gottes kraftvolles Wort!
Früher konnte ich mit der Bibel nichts anfangen. Ich hab versucht sie zu lesen wie jedes andere Buch - von vorn. Großer Fehler! Und da sind wir auch schon mittendrin im Thema: Wie kann man die Bibel lesen?
Zunächst einmal sollte man sich wohl mit der Aufteilung der Bibel beschäftigen. Dass sie in Altes und Neues Testament aufgeteilt ist, wissen die meisten sicher, aber was genau heißt das eigentlich? Was ist denn der Unterschied? Ganz einfach: JESUS!;) 
Das alte Testament berichtet von der Zeit vor Jesus. Es umfasst 39 Bücher, die thematisch in Geschichtsbücher (1.Mose-Ester), Lehrbücher (Hiob-Hoheslied) und prophetische Bücher (Jesaja-Maleachi) eingeteilt sind. 
Auch das neue Testament ist thematisch so eingeteilt und besteht aus 27 Büchern:
Geschichtsbücher (Matthäus-Apostelgeschichte)
Lehrbücher (Briefe)
Prophetische Bücher (Offenbarung)
Aber im neuen Testament geht es um Jesus und die Zeit nach seinem "Tod". 
Und genau hier wird deutlich, warum es bei der Bibel nicht sinnvoll ist von vorn anzufangen. Die zentrale Figur im Christentum ist Jesus und daher sollte man dort anfangen, wo man etwas über ihn erfährt, nämlich im neuen Testament. Ich persönlich habe nach einigen Empfehlungen mit dem Markusevangelium begonnen, das soll das kürzeste sein. Parallel habe ich aber immer die entsprechenden Stellen im Matthäus- und im Lukasevangelium gelesen, so dass ich quasi alle drei Evangelien auf einmal geschafft habe. Das fand ich für mich persönlich auch ganz gut. Weil gerade schwierige Stellen manchmal bei einem der anderen Apostel besser aufgeschlüsselt wurden oder verständlicher formuliert und so konnte ich alles recht gut verstehen. Nebenbei habe ich mir immer noch Interpretationen der jeweiligen Kapitel durchgelesen, das gab manchmal noch einen anderen Blick auf das Geschriebene.
Was natürlich wichtig ist, um die Bibel zu verstehen, ist (und das mag überheblich klingen), dass man Christ ist oder zumindest mit dem Gedanken spielt, einer zu werden;) Ich hatte bereits erwähnt und es steht auch so in der Bibel geschrieben, dass Gott seinen Heiligen Geist über uns ausschüttet, wenn wir uns zu Jesus bekennen und ihm alle unsere Schuld und Sünden übergeben. Nun, der Heilige Geist ist maßgeblich daran beteiligt uns Gottes Wort aufzuschließen. Ohne diesen Schlüssel bleiben es nur leere Worte.
Ich habe, als ich damals im alten Testament begann die Bibel zu lesen, eigentlich nichts verstanden und es war mir auch egal, was da so drin stand. Für mich macht das Verständnis der Bibel auch eine emotionale Komponente aus. Seit ich Gott als meinen Schöpfer und vielmehr noch meinen liebenden Vater erkannt habe, möchte ich auch etwas über ihn erfahren. Und klar kann ich beten, ich kann mir auch seine Schöpfung ansehen, aber er hat eben auch etwas für mich hinterlassen. Ein Zeugnis, ein Bericht, wie er aus, in und mit Liebe diese Welt erschaffen hat, wie er mit angesehen hat, wie Satan sie zu Grunde richtet und wie die Sünde immer mehr seiner geliebten Kinder auf ihre Seite zieht und wie er uns ein für alle Male unschuldig macht, wie er uns gerecht spricht, in dem er seinen Sohn opfert und schlussendlich ein Ausblick, wie er seine ganze Schöpfung retten wird, zumindest die, die gerettet werden wollen und wie die Welt, wie wir sie kennen, untergehen wird um wieder in ihren ursprünglichen von Gott gedachten Zustand zurückzukehren, um wieder ein Ort der Liebe in der Gegenwart Gottes zu sein.
Wenn ich daran glaube, und das tue ich, und die Bibel lese, dann muss ich zugeben: Die Bibel ist das spannendste und überwältigendste Buch, das ich jemals gelesen habe!
Aus diesem Grund lese ich im Moment jeden Tag in der Bibel und es ist faszinierend, wie Gott jeden Gedanken, dem ich am Tag so nachhing, aufgreift, mir Fragen beantwortet und mich Schritt für Schritt jeden Tag einfach ein Stück mehr zu dem Menschen macht, der ich sein soll und der ich sein will.
Oft wird empfohlen vor dem Bibellesen zu beten, dass Gott einem das Gelesene auch aufschließen möge. Ich vergess das meist im Eifer des Gefechts (die Kinder singen, reden oder schreien in ihren Betten, parallel läuft Einschlafmusik und ich liege auf meinem Bett, schalte einfach ab bzw. meine Bibel-App an und versinke langsam im Wort Gottes;)), aber bisher hat Gott noch immer zu mir gesprochen durch die Bibel. Ich halte auch trotzdem Kontakt zu ihm. Ich frag ihn, was er mir wohl sagen will, denke nach über das Gelesene und erkenne meist, was der nächste Schritt für mich oder was die Antwort auf meine Frage ist.
Am Schluss danke ich Gott, weil es mich immer wieder überwältigt wie gut er mich kennt und wie er genau weiß, welches Thema mir gerade auf der Seele liegt, selbst wenn ich es nicht einmal selber weiß. Verrückt! 

Aber so ist Gott: Allwissend, allmächtig und allgegenwärtig! 
Er kennt jeden Einzelnen von uns und vor allem LIEBT er jeden Einzelnen von uns. Und deshalb gebührt ihm alle Ehre, alle Liebe, alles Lob! Er ist nämlich ein wundervoller Gott <3!
AMEN.

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