Dienstag, 1. Oktober 2013

Exkurs - Man kann es auch übertreiben!

Weil ich diesen Satz schon des Öfteren gehört habe und weil ich dazu heute viele Gedanken im Kopf habe, dachte ich mir, ich mach mal eine kleine Pause vom ALPHA-Kurs und widme mich der Frage, ob man es mit Gott übertreiben kann?
Ich habe dazu eine ganz klare Antwort: NEIN!

Was soll denn das bedeuten, "es übertreiben"? 
Das Einzige, was ich derzeit tue, ist, zu versuchen auf Gottes Stimme zu hören und den Mut aufzubringen, ihr auch zu folgen und zwar ohne Rücksicht auf eventuelle Konsequenzen.

Das mag jetzt für Einige vielleicht ein bisschen fantastisch klingen, aber wir dürfen nicht vergessen, worum es hier geht: Es geht um Millionen Menschen, die auf EWIG verloren gehen, wenn wir sie nicht mit der Liebe Jesu`in Berührung bringen. Das mag in unserem Alltag manchmal in Vergessenheit geraten, aber das darf es eigentlich nicht! Es sollte uns vor lauter Pseudoproblemen in unserem Leben nicht egal sein, ob unser Nachbar, unsere Eltern oder unser Ehemann schon zu Jesus gefunden haben. Es sollte für uns das Wichtigste sein!

Wie ich diesen Sonntag treffend in einer Predigt hörte, heißt Christsein nicht, dass wir uns zu Jesus Christus bekennen, uns unser ewiges Leben sichern und fertig. Nein! Gott hat uns beauftragt auch allen anderen Menschen klar zu machen, dass es hier nicht um eine banale Glaubensfrage geht, sondern um ihr LEBEN!

"Und er [Jesus] sprach zu Ihnen: Geht hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium der ganzen Schöpfung. Wer glaubt und getauft wird, der wird gerettet werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden." (Markus 16, 15-16)

Gleichgültigkeit gegenüber anderen Menschen kommt nicht von Gott! Jesus ist gestorben um jeden Einzelnen auf dieser Welt zu retten und jeder, der gerettet ist, ist in Jesus Christus und er in ihm. Wir alle sind folglich Retter und Erlöser dieser Welt, wir sind es durch Jesus Christus. 

Ich bin der festen Überzeugung, dass jeder von uns die Stimme Gottes laut genug hört, aber leider traut sich nicht jeder auch danach zu handeln. Die Frage der Nachfolge Jesu´ist darum auch eine Vertrauensfrage: Vertraust Du Gott genug um ihm zu folgen? Hast Du Angst, was passieren könnte, wenn Du das tust? Glaubst Du nicht, dass Gott alles zum Besten lenkt, wenn Du ihm folgst? Auch Zweifel kommen NICHT von Gott.

Ablenkung, Angst, Zweifel, Gleichgültigkeit... das alles sind Werkzeuge um zu verhindern, dass wir unserer Berufung folgen. Aber Gott ist stärker und viel viel größer! Ich möchte jeden ermutigen, es einfach zu wagen und dem Ruf Gottes zu folgen. Ich hab es bisher nie bereut!

Jesus sagt:
"Habt acht und hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer!" (Matthäus 16,6)

Ich glaube, es geht hier nicht nur darum, dass Sauerteig, wenn er einmal in irgendeinen Teig hinein kommt, den ganzen Teig durchsäuert, viel gefährlicher ist die Tatsache, dass Teig, der nur rumsteht und nicht weiter verarbeitet wird, ebenfalls sauer wird. Christen, die stillstehen und sich nicht auf dem Weg der Nachfolge bewegen, werden selbst zu Sauerteig. Wir müssen uns täglich prüfen, bewusst in die Gegenwart Gottes bewegen und uns von ihm gebrauchen lassen, sonst sind wir nicht besser als die Pharisäer.

"Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, welcher die Heuchelei ist!" (Lukas 12,1)

Es ist Heuchelei zu sagen, wir glauben an das Wort Gottes, wenn wir auf der anderen Seite nicht danach handeln. Es ist auch Heuchelei, wenn wir sagen, wir glauben daran, dass Jesus die Sünde besiegt hat, wenn wir uns auf der anderen Seite von ihr beherrschen lassen.
Unser Gott ist ein lebendiger Gott, darum lasst uns lebendige Christen sein!
Nichtchristen meinen oft, als Christ hat man es ziemlich einfach. Man lehnt sich zurück und lässt Gott alles machen. Aber genau das Gegenteil ist der Fall, denn Gott gab uns den freien Willen. Es ist unsere Entscheidung, ob wir nach seinen Worten handeln oder nicht, aber wenn wir es tun, können wir sicher sein, dass Gott sein Wort auch hält!

"Wer jedoch dem Herrn vertraut, den wird Gottes Güte umgeben. " (Psalm 32,10)

Kann man es mit Gott übertreiben? AUF KEINEN FALL! Man kann es höchstens untertreiben. Jesus ist gekommen für die Bedürftigen:

"Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken! "(Matthäus 11,28)

Und bedürftig sind alle, die Gottes Liebe noch nicht erkannt haben! Ich bete dafür, dass das Feuer der Liebe Gottes in jedem Menschen entfacht wird. Vor allem, dass es in denen NEU entfacht wird, die es schon einmal gespürt haben - es ist eure Entscheidung wie weit ihr den "Flammenherd" aufdreht;)

"Ja,wenn Ihr Mich von ganzem Herzen sucht, will Ich Mich von Euch finden lassen." (Jeremia 29,13)

AMEN.

PS: Ich hoffe, es ist nicht falsch rüber gekommen: Ich klage niemanden an, ich selbst bin oft getrieben von Angst und Zweifeln, aber wenn ich darüber hin weg komme, passieren immer so wundervolle Dinge, dass ich Euch ermutigen möchte, das auch zu tun. Und wir sollten nicht erhaben darüber sein, uns selbst zu prüfen, denn Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall:/







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