Donnerstag, 11. Juni 2015

Alles,was gut und vollkommen ist,kommt von ...

Endlich komm ich mal wieder dazu etwas zu schreiben. Mir schwirren ja immer Millionen Sachen im Kopf herum und ich denke, dass muss unbedingt auf meinen Blog... nunja, man sieht wie gut mir das gelingt;)
Worüber ich heute schreiben möchte, hatte ich, glaube ich schonmal... aber ich hatte heute früh eine so coole Eingabe, dass ich es einfach aufschreiben und weitergeben muss.

Seit einer Weile schon (und vermutlich auch weiterhin) macht mir dieses "Gottes Wille vs. Freier Wille"-Spannungsfeld zu schaffen. Ja, Gott hat uns einen freien Willen gegeben, was dabei rauskommt sehen wir Tag für Tag und doch hat Gott nicht nur alles in der Hand, er weiß auch alles - das, was war, was ist und was sein wird. Und jederzeit ist alles unter seiner Kontrolle, denn wenn dem nicht so wäre, wäre er NICHT allmächtig. Aber das ist er ja...oder?

"Ich bin Gott, der Allmächtige." (1.Mose 17,1)

Zweifellos! Aber wie kriegen wir das zusammen?
Ich hatte gestern eine Diskussion mit einem guten Freund. Er hat, wie ich auch das Problem, dass es ihm oft schwer fällt, Menschen, die augenscheinlich weniger intelligent, wortgewandt, kreativ....sagen wir, weniger wie wir sind, zu respektieren und durch Gottes Augen wahrzunehmen. Sie gehen ihm oft einfach nur auf die Nerven und er versteht nicht, warum sie sich nicht einfach "normal" benehmen oder mal nachdenken können. Warum das so ist, weiß ich auch nicht, aber was ich gelernt habe, seit ich Christ bin, ist: Dass ich scheinbar intelligent, wortgewandt und kreativ bin, ist mitnichten mein Verdienst. Es ist etwas, dass Gott mir geschenkt hat. Jede gute Entscheidung, die ich in meinem Leben getroffen habe, hatte ihren Ursprung in Gott. Die Kraft meinen inneren Schweinehund manchmal zu besiegen, die kommt nicht aus mir selbst, sie kommt von Gott.
Und doch vergesse ich das so oft. Und Gott allein weiß, wie oft ich, auch seit ich Christ bin, schon versucht habe Probleme oder Gewohnheiten aus eigener Kraft in den Griff zu kriegen und jedes Mal scheitere ich kläglich. Jedes Mal komme ich an den Punkt, wo ich nicht mehr kann, wo mir nichts mehr einfällt außer beten: "Gott, ich kann es nicht. Ich schaff es nicht. Du musst es tun. Ich brauch Dich, ohne Dich geht es nicht!" Und dann, jedes Mal an diesem Punkt geht es vorwärts und trotzdem versuche ich es beim nächsten Mal erstmal selbst...stellt sich nebenbei bemerkt die Frage wie intelligent ich tatsächlich bin;)
Welche Frage mir mein oben genannter Freund daraufhin stellte, ist aber die eigentlich interessante: Aber wenn man nichts aus eigener Leistung heraus kann, wenn für alles der Anstoß immer von Gott kommt, dann bin ich doch nur eine Marionette und mit freiem Willen hat das nicht viel zu tun?!
Was soll man darauf sagen?! Irgendwie ist es so, aber irgendwie auch nicht.
Und dann kam mir heute morgen dieses Bild:
Gott ist die Sonne und wir sind der Mond. Der Mond leuchtet nur, weil er von der Sonne angestrahlt wird. Er selber besitzt keine Leuchtkraft. Gäbe es die Sonne nicht, könnte der Mond auf und nieder springen, es bliebe dunkel in der Nacht.
Gott ist das Licht, alles Gute kommt von ihm. Ja, wir können auch leuchten und wenn es dunkel ist, könnte man sich sogar einbilden, wir können das aus unserer eigenen Kraft heraus und für manche mag das von außen sogar so aussehen, aber die Wahrheit ist, alles Gute, was aus uns kommt, kommt von Gott. Wäre Gott nicht da, würden all unsere Bemühungen gut zu sein nicht fruchten. Es würde vollkommene Dunkelheit herrschen. Die Kraft zu leuchten kommt nicht aus uns selbst. Vielleicht können wir (im Gegensatz zum Mond) aber entscheiden, ob wir überhaupt leuchten wollen oder nicht. Wir können den Licht-Schalter an oder aus machen, wenngleich wir das Licht an sich nicht daran hindern können sich auszubreiten. Wenn der Mond plötzlich nicht mehr leuchten würde, würde die Sonne am nächsten Tag trotzdem wieder aufgehen.
Diese Sonne-Mond-Bild hat mir persönlich das Verhältnis von Gottes Willen und unserem eigenen sehr stark verdeutlicht und noch etwas hat es mir klar gemacht: Ein berechtigter Einwand an Gott zu glauben, ist oft, dass ja soviele schlimme Dinge passieren und ein guter Gott sowas nicht zulassen würde.
Die Standardantwort ist kurzgefasst: Alles Gute kommt von Gott, alles Schlechte nicht. Das klingt einfach und zurecht gebastelt, aber tatsächlich ist es ja so, dass Dunkelheit die Abwesenheit von Licht ist. Licht ist nicht ungerecht oder weniger hell, weil es die Dunkelheit zulässt, die Dunkelheit ist vielmehr dort, wo wir das Licht nicht zulassen.
-"Aber unschuldige Kinder, die im Krieg sterben und noch nie etwas von Jesus gehört haben..."
Auch hier habe ich einen guten Vergleich. Bevor wir jetzt im Zeitalter des bewussten Umweltschutzes (zumindest von einigen) angekommen waren, gab es eine Zeit, da hat sich niemand Gedanken darüber gemacht, dass wir unserer Erde, durch das, was wir so tun, massiv Schaden zufügen. Und obwohl die Leute, die daran Schuld sind, vielleicht schon tot sind und wir heutzutage teilweise sensibler mit diesem Thema umgehen, haben wir mit den Folgen der Fehler vergangener Generationen zu kämpfen. (Ich weiß übrigens, dass wir auch heute unserer Umwelt noch massiv schaden, dieses Beispiel diente nur der Veranschaulichung;))
Und nicht anders ist es, glaube ich, mit Gott. Auf wieviel tausend Jahre Menschheitsgeschichte können wir zurückblicken, wo Menschen sich von Gott abgewandt haben, wo Menschen das Licht nicht zugelassen und Schatten geworfen, schlimmer noch Mauern errichtet haben, die Schatten werfen. Was erwarten wir denn? Gott leuchtet gern, aber er lässt uns eben auch den freien Spielraum sein Licht nicht zuzulassen. Natürlich geht es auch Menschen gut, die mit Gott nichts zu tun haben, aber ich glaube, die jahrtausende alte Verteilung von Licht und Schatten auf dieser Welt kann nachvollziehen außer Gott selbst und da es immer auch Menschen gegeben hat, die Gott in ihr Leben eingeladen haben und die sein Licht weiter gegeben haben, nur darum gibt es auch Gutes!
Alles, was gut und vollkommen ist, kommt von GOTT!


"Jesus sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben." (Johannes 8,12)

Danke Vater, dass Du jederzeit alles mit Deiner Liebe durchdringen willst und Du einfach nur darauf wartest, dass wir Dich in unser Leben einladen. AMEN.

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