Freitag, 29. Januar 2016

In der Liebe bleiben

Und wir haben die Liebe erkannt und geglaubt, die Gott zu uns hat. Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. "
(1.Johannes 4,16)

Wer in der Liebe bleibt,der bleibt in Gott. Nicht andersherum sagt Johannes es,sondern genau so herum, obwohl es im Prinzip gehüpft wie gesprungen ist. Wer immer in Liebe handelt, der handelt im Vertrauen zu Gott. Wer hingegen nicht in Liebe handelt, tut das nur, weil er Gott eben nicht vertraut.
Das muss nicht absichtlich oder bewusst sein. Aber immer dann,wenn wir uns wider der Stimme Gottes in uns, entschließen nicht in Liebe zu handeln, dann doch deshalb weil wir entweder glauben, daß bringt jetzt nichts oder wir denken, wir haben jetzt keine Kraft dafür.
BEIDES sind Lügen! Im 1.Korinther 13 steht, die Liebe versagt niemals, sie verfehlt niemals ihr Ziel. Es bringt also immer etwas in Liebe zu handeln, anders ist das genau dann, wenn wir nicht in Liebe handeln. Was soll das wohl bringen? Vielleicht bringt es kurzzeitig das gewünschte Ergebnis, aber zu welchem Preis?
Die zweite Lüge ist,dass wir jetzt gerade keine Nerven bzw. keine Kraft dafür haben in Liebe zu handeln, aber das ist eine Lüge,die größer nicht sein könnte. Wenn Gott in uns ist und das ist er;), weil wir ja neu aus ihm geboren sind und sein Geist in uns wohnt, dann heißt das, in uns lebt dieselbe Kraft, die Jesus von den Toten auferweckt hat und nicht nur diese, sondern auch dieselbe Kraft, die das gesamte Universum erschaffen hat. Eben diese gewaltige, unvorstellbar große Kraft lebt in uns und diese Kraft steht uns tagtäglich zur Verfügung um in Liebe zu handeln. Zu sagen, dass wir als Christen keine Nerven oder keine Kraft für etwas haben ist also eine Ausrede ODER wir sollten uns ganz dringend neu vom Heiligen Geist erfrischen lassen.
Das Problem mit uns Christen ist, dass wir das Potential haben uns die ganze Welt zu "unterwerfen", aber wir limitieren uns permanent. Ich kann dies nicht, ich kann das nicht, ich müsste eigentlich, aber erst muss ich noch.... Ständig unterwirft die Welt uns wieder. Sie sagt uns, wenn wir nicht täglich beten und Bibellesen sind wir nicht gut genug,dass Gott uns seine Kraft zur Verfügung stellt.... Prinzipiell stimmt es wohl, daß Gottes Kraft für uns meist nicht verfügbar ist, wenn wir nicht nah an ihm dran sind, aber das liegt nicht daran,dass Gott sie uns nicht zur Verfügung stellt, sondern daran dass wir uns ihrer nicht bewusst sind, wenn wir nicht in der Gegenwart Gottes bzw in der Realität seiner Wahrheit sind. Wir haben als Christen immer die Kraft in Liebe zu handeln, aber nur dann,wenn wir nicht aus unserer Kraft heraus leben, sondern aus Gottes Kraft. Aber das geht nur aus dem Vertrauen, aus dem Glaube heraus. Der Glaube wiederum kommt und wächst vor allem, in dem ich die Schrift studiere, in dem ich mit Gott Zwiesprache halte und mich immer wieder neu erfüllen lasse von seinem Geist. "Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegeben, sondern einen Geist der Kraft, Liebe und Besonnenheit!" (2.Timotheus 1,7) Doch nur Gott allein, nur sein Geist offenbart mir das. Sich in Gottes Gegenwart zu begeben, bewirkt also,dass ich in seiner Realität wandle, in seiner Wahrheit. Und die Wahrheit ist: Ich habe Liebe, ich habe Kraft, ich habe Besonnenheit bzw. Selbstbeherrschung! Aber nur aus Gott, nicht aus mir selbst heraus. Ich kann auch nur aus mir versuchen in Liebe zu handeln, aber ohne den festen Glaube, dass Gott dabei handelt und dass er es zum Guten führt,werde ich daran kaputt gehen. Ich kann Menschen nicht vertrauen. Sie haben von Natur aus nur sich selbst im Sinn. Selbst, wenn sie etwas geben, erhoffen sie sich einen Vorteil daraus. Das ist bei uns Christen ja noch immer so. Nur,weil wir wissen, dass Gott uns versorgt und unserer Treue belohnt, nur mit dieser Liebe im Rücken können wir geben, weil wir wissen, Gott gibt es uns zurück. Das heißt nicht, dass wir Dinge tun (müssen) um uns Gottes Liebe zu verdienen oder sie überhaupt zu bekommen, aber ich bin sicher, würde Gott mit seiner Liebe nicht in Vorkasse gehen,würden wir genau das tun. Aber bei Gott läuft es anders. Wir sind Gefäße, sagen wir Vasen, und Gott füllt uns mit seinem lebendigen Wasser und irgendwann fließen wir über und dann bekommt die nächste Vase etwas ab...Wie in so einem Gläserturm,wo man ja beständig das oberste Glas füllt. Das ist auch ein schönes Bild um zu zeigen, wie kraftvoll eine einzige mit Gott verbundene Person wirken kann. Wenn nur ein einziger an diese nie versiegende Quelle angeschlossen ist, ist es unmöglich zu sagen, wieviele von diesem Segen profitieren werden. Deshalb macht jeder einzelne einen entscheidenden Unterschied! Wir und alle um uns herum brauchen es, in der Liebe und damit in Gott zu bleiben. Und es ist so wichtig in Gott zu bleiben, damit wir wissen,dass wir in der Liebe bleiben können. Was für ein göttlicher Kreislauf:) AMEN