Sonntag, 14. Februar 2016

Gebet und Fasten - Entlastungstag

Gestern nun wurde es (fast) ernst. Nachdem ich dem Zucker wieder erlegen war, aber immerhin seit Aschermittwoch den Kosum stark eingeschränkt hatte, kam der Tag vor dem eigentlichen Beginn des Fastens: Der sogenannte Entlastungstag. An diesem Tag habe ich nur Obst und Gemüse zu mir genommen, kein Zucker, kein Mehl, kein Fleisch, wobei Fleisch mir tatsächlich seit geraumer Zeit gar nichts ausmacht.
Ich muss sagen, der Tag lief eigentlich recht gut. Nach meinem nahezu obligatorischen grünen Smoothie zum Frühstück,  gab es Mittags eine Suppe aus roter Beete, Möhren, Pastinaken und Kartoffeln, die so sehr sättigte, dass es mich nicht störte, dass der Rest meiner Familie Klöße und Putenbrust aß.
Nachmittags machten wir einen Spaziergang durch den Wald. Ablenkung ist eine gute Sache beim Fasten;)
Am Abend dann kam auf jeden Fall die ultimative Herausforderung, denn mein Mann und die Kinder holten sich auf dem Rückweg vom Wald Pizza UND ich LIEBE Pizza! Trotz des lieblichen Geruchs blieb ich standhaft und löffelte den Rest meiner Gemüsesuppe... Tag 0 geschafft!;)
Nach dieser kurzen Schilderung vielleicht mal noch etwas zu den Motiven meines Fastens :
Wie gesagt, glaube ich, Gott hat mir das aufs Herz gelegt. Schon länger träume ich davon Jesus auch in dieser Hinsicht nachzufolgen und diese 40 Tage mit und durch ihn zu fasten.
In erster Linie geht es mir darum, näher zu Gott zu wachsen. Da Jesus sagte, wir sollen erst das Reich Gottes suchen und alles andere wird uns hinzufügt werden (Matthäus 6,33), werde ich Gott beim Wort nehmen und zuerst suchen, was er möchte. Natürlich tue ich das auch sonst, so gut ich eben kann, aber ich glaube, Fasten kann mich auf eine Ebene bringen, Gott zu hören und Gott zu vertrauen, die ich ohne Fasten nicht oder zumindest nicht so schnell erreichen könnte.
Dann gibt es noch diese Bibelstelle, in der die Jünger zu Jesus kommen, weil sie es nicht geschafft haben einen Dämon auszutreiben und er sagt Ihnen, dieser ist nur durch Fasten und Beten zu besiegen (Matthäus 17,21). Diese Bibelstelle sagt mir, es gibt Dinge, die sind nur zu bewegen, in dem wir noch näher zu Gott hinwachsen. Ich glaube nicht, dass Fasten ein Zaubermittel ist, aber ich glaube, dass durch Fasten im Zusammenspiel mit Gebet unsere Gottesbeziehung und damit unser Glaube in besonderer Weise gestärkt wird und das wiederum macht uns stark im Gebet. Es macht, dass wir wieder besser wahrnehmen, was Gott will und wir wollen, was er will. Wenn wir für das beten, was er will, dann wird es auch geschehen. Ich habe also auch verschiedene Gebetsanliegen für diese Zeit.
Außerdem ist Fasten natürlich keine rein geistliche Sache und wirkt sich in mehrerlei Hinsicht positiv auf den Körper aus. Mal abgesehen von den überflüssigen Pfunden, die ich damit loswerden kann, hoffe ich auch diverse Wehwehchen wie bspw. Allergien damit endlich loszuwerden. Für mich ist das Fasten ein Reset und ich hoffe, danach ist alles wieder in seiner gottgegebenen Ordnung, was heißt: GESUND.
Nunja, ich bin sehr gespannt, was ich in dieser Zeit mit Gott alles erleben werde.
Gerade ist es noch nicht so, dass ich bewusst mehr Zeit mit Gott verbringe, aber da ich morgen für eine Woche ganz alleine ins Kloster fahre, bin ich zuversichtlich, dass sich das im Laufe des Fastens gut entwickelt :)

Ich danke Gott für diese Herausforderung und dafür, dass ich sie ohne ihn nicht meistern kann. AMEN

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