Dienstag, 23. Februar 2016

Gebet und Fasten - Tag 10

Wenn heute geschafft ist, ist ein Viertel rum. Es klingt nicht viel, aber für mich ist es durchaus ein Meilenstein.

Im Alltag fällt es mir eher sehr schwer mich mehr als sonst auf Gott auszurichten. Er ist früh mein erster Gedanke, wenn ich aufwache. Ganz bewusst, aber sonst ist eher alles wie immer. Glücklicherweise binde ich Gott auch sonst ein und bin jetzt nicht bei Null. Ich schätze, das muss gerade reichen und ich vertraue darauf, dass Gott jetzt einfach den noch größeren Part trägt.

Rein fastentechnisch gehts mir recht gut. Ich hab jetzt immer eine Wasserflasche einstecken,denn es ist mir aufgefallen, dass ich es nur schwerlich schaffe meinen Kreislauf ohne Wasser länger als eine halbe Stunde stabil zu halten.
Irgendwo hatte ich gelesen, dass sich im morgendlichen Tee ein Teelöffel Honig gut macht um den Blutzuckerspiegel nach der Nacht schneller wieder in den Griff zu bekommen. Ich habe das heute früh mal probiert und weiß nicht, ob es tatsächlich gewirkt hat,aber es hat zumindest gemacht, dass mir mein Tee heute früh sehr gut geschmeckt hat;)
Ich hatte Angst, dass der Blutzuckerspiegel danach vielleicht rapide sinkt und das eher unangenehm wird, aber das ist tatsächlich nicht passiert, also werde ich das wohl so beibehalten:)

Nachdem ich schon seit einigen Tagen das Gefühl habe, dass in meinem Enddarm noch Dinge festsitzen, die da raus wollen, aber nicht können, werde ich heute, obwohl Jesus das in der Wüste sicher nicht getan hat, doch mal einen Einlauf machen. Ich wollte ja eigentlich so nah an Jesus bleiben wie möglich, aber erstens bin ich natürlich definitiv nicht Jesus und zweitens, glaube ich, ist es wichtig zu hören, was Gott MIR sagt und nicht so sehr,  was er Jesus tun ließ. Gott weiß ja, wer ich bin und wer Jesus
war und dementsprechend ist es wohl okay, wenn sich mein Fasten von Jesu' unterscheidet. Tatsächlich heiligt der Zweck hier wohl die Mittel;)

Nach zwei Tagen in denen Ich Essen für meine Familie zubereitet habe, kann ich ganz klar sagen: Mir fehlt das Essen schon. Ich liebe es einfach. Essen ist wunderbar :)
Aber ich liebe Gott mehr und er ist noch viel wunderbarer und meine Sehnsucht nach seiner Gegenwart ist einfach größer, zumal wenn ich bedenke, dass ich nach dem Fasten beides sehr präsent haben werde - Gott und das Essen;)
Nach wie vor zerreißt es mich innerlich förmlich, wenn ich die angebissenen Reste meiner Kinder wegwerfen muss. Welch Verschwendung, aber ich hab auch beschlossen, das jetzt ruhen zu lassen. Ich möchte mich nicht darüber aufregen und sie tun es nicht aus bösem Willen. Es bleiben einfach, gerade bei dem Kleinen, Sachen übrig, die er noch nicht richtig kauen kann oder von denen er noch nicht kommunizieren kann, dass sie ihm nicht schmecken. Und natürlich kann Ihnen die Kostbarkeit des Essens nicht so klar sein, wie mir gerade. Das sollte ich auch nicht verlangen.

10 Tage...Das ist eine Menge. Und es gab schon echt Höhen und Tiefen, die ganz klar gezeigt haben: Ohne Gott wäre das nicht möglich.
Ich hab ja durchaus schonmal 10 Tage gefastet, uns vielleicht ist das an sich nicht die Schwierigkeit,  sondern der geistige Kampf, der tobt, während ich das tue. Und Gott kämpft für mich. Jesus kämpft für Mich! Denn er ist eben nicht nur das Lamm, sondern jetzt gerade auch der Löwe!

Edit 13.48 Uhr:
Der Einlauf war eine gute Idee, denke ich. Denn definitiv war da noch einiges, was ich ungern die nächsten 30 Tage in meinem Darm mit mir herum geschleppt hätte. Ich fühl mich jetzt zwar etwas erledigt durch diese Prozedur;), aber auch sehr erleichtert. Ich denke, ich werde meine zahlreichen geplanten Aktivitäten für den Rest des Tages eher sein lassen,  aber prinzipiell fühl ich mich jetzt besser:)
Eventuell wiederhol ich den Vorgang im Laufe der nächsten Tage auch nochmal, um ganz sicher zu gehen, dass da nichts mehr ist,  aber jetzt muss erstmal dieser Tag noch rumgehen.

Danke Vater, dass du meine eigentlichen Pläne Stück für Stück umwirfst und mich führst und leitest. Und danke, dass du mir gleichzeitig auch immer gleich offenbarst, dass das jetzt notwendig war. Ich seh von Tag und Tag mehr, du weißt Alles und ich weiß nichts. Ich weiß das zwar theoretisch,  aber danke, dass du es mir anscheinend auch ins Herz schreiben möchtest:) AMEN

Edit 16.27 Uhr:
Ich weiß auch nicht, aber immer nachmittags überkommt es mich. Wenn meine Kinder da sind und ich spürbar einfach nicht genug Energie für sie habe. Nach meiner letzten Schwangerschaft hab ich mir insgeheim geschworen, dass ich schon allein deshalb nicht nochmal schwanger werden möchte, weil ich ihnen nicht noch mal antun wollte, keine Kraft für sie zu haben. Und jetzt ist es wieder so... und ich habe das ganz bewusst so gewählt. Ich weiß nicht, ob Gott mir diese 40 Tage auferlegt hat um mit mir dadurch zu gehen oder um mich bewusst scheitern zu lassen, wobei der Lerneffekt für mein Ego auch bei der zweiten Variante gut wäre, finde ich... Dieses niedrige Energielevel verunsichert mich echt total. Das haben meine Kinder auch nicht verdient.
Aber es muss doch möglich sein zu Gott zu wachsen und trotzdem für meine Kinder da zu sein...
Vater, ich brauch echt deine Hilfe, ich brauch deinen Rat und ich brauch, glaube ich, übernatürliche Kraft. AMEN

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