Sonntag, 21. Februar 2016

Gebet und Fasten - Tag 6

Also heute fühl ich mich zum ersten Mal so richtig schlapp. Jede Bewegung verlangt mir unheimlich viel ab und ganz ehrlich, wenn es so wie heute weiter gehen würde, keine Ahnung, wie ich 40 Tage schaffen sollte.
Aber ich stelle mich auf zwei Bibelverse, von denen ich grad nicht weiß,  wo sie stehen, aber ich bin dankbar, dass der Inhalt in meinem Kopf ist ;)
Der erste ist:
"Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig." (vlt auch seine?! ;))
Das lässt mich sehr hoffen, dass Gott in mir stark wirkt,  vor allem dann, wenn ich mich total schwach fühle.
Der zweite (1.Korinther 4,20):
"Das Reich Gottes besteht [...] in Kraft!"
Und Kraft ist ja wohl genau das, was ich jetzt gut gebrauchen kann. Glücklicherweise bin ich Teil von Gottes Reich, also ist diese Kraft ein Teil von mir, auch wenn ich gerade wenig davon spüre. Sie wird frei gesetzt werden, davon bin ich überzeugt.
Vorhin nach der Messe betete ich. Ich sagte Gott, ich fühl mich grad echt am Boden und mir fiel wieder ein, dass Ingwer den Kreislauf gut in Schwung bringt. Ich danke Gott für diesen Impuls und hoffe das Beste:)
Fest steht, er wird mich nicht im Stich lassen, denn er ist bei mir alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! (Matthäus 28,20)
Ich liebe diese Zusage!!

Hunger hab ich übrigens nach wie vor nicht wirklich. Heute kam während des morgendlichen Stundengebets eine Frau mit frischem Brot in die Kirche. Sie saß einige Reihen hinter mir, aber ich roch das sofort. Ich fragte mich, ob ich diesen Geruch noch vor einer Woche wahrgenommen hätte?  Sicher nicht. Das ist doch ziemlich cool, diese Sensibilisierung. Dennoch hatte ich nicht den Drang es ihr sofort zu entreißen und aufzuessen. Ich freute mich einfach über den lieblichen Duft. Essen schien gar keine Option, nicht nur der Lage wegen;)

Edit etwa zwei Stunden später :
Es hat sich herausgestellt, dass meine Kreislaufschwäche vermutlich weniger mit dem Fasten, als vielmehr mit meiner einige Tage zu früh kommenden Periode zu tun hat. Halleluja!? Das heißt,  diese Schwäche ist zeitlich absehbar, aber nachdem ich nun Ingwertee getrunken und eine gute Stunde gelobpreist habe, geht es mir ohnehin wesentlich besser. Das verdient wirklich ein HALLELUJA!! :)

Edit am Abend:
Es gibt eigentlich nichts bedeutsames zu berichten. Mein Kreislauf ist nicht der beste, aber auch nicht mehr so schwach wie heute früh. Nach einem weiteren Spaziergang zum Netto stellte ich fest, Spaziergang und danach Treppen ist echt heftig, aber ist halt so. Desweiteren stellte ich fest, daß ist ein bisschen wie beim Ausdauerlauf, es ist gut sich noch ne Runde auszulaufen, dann verkraftet der Kreislauf die Anstrengung besser,  deswegen war es heute nicht so schlimm wie gestern. Außerdem hab ich mir eine kleine Bewegungsabfolge ausgedacht, die meinen Kreislauf nach dem Liegen wieder etwas in Schwung bringt und nebenbei Gott lobt;) Quasi ein Sonnengruß für Christen, obwohl ich diese götzenverehrende Übung ungern mit der meinen vergleiche, aber zur Veranschaulichung ist es vielleicht ok.
Es ist jetzt 19.00 Uhr. Ich werde mir jetzt noch eine Weile die Bibel, genauer den 2.Korinther Kapitel 2 zu Gemüte führen und danach vermutlich einschlafen.
Ich hatte ja gehofft, die Messe ist morgen, am Samstag, etwas später, aber es sieht so aus, als ob ich auch morgen 6.30 Uhr aufstehe. Ich weiß gar nicht so recht, was die Messe mir gibt... Ich glaube, die Messe an sich nichts, aber es ist eine gute Einstimmung auf das Gebet danach. Ich hab immer echt Schwierigkeiten meine Gedanken zu ordnen und Gott Raum zu geben, aber mit der Messe vorneweg gelingt mir das recht gut.
Im Moment überlege ich auch, wie ich es schaffe, meinen Alltag Gott unterzuordnen. Ich sage bewusst nicht, Gott in meinen Alltag einzubauen, weil ixh glaube, wo immer Gott eine untergeordnete Rolle spielt,  ist das Verhältnis verkehrt. Das soll nicht mehr so sein. Es war lang genug so. Das heißt vermutlich, dass ich mich sozial gesehen etwas rarer machen muss, aber vielleicht ist das e mal dran. Ich möchte gern feste unumstößliche Zeiten in meinem Alltag, die für Gott sind. Ich hoffe, nein ich bete, dass Gott mir hilft, diese Zeiten zu finden. Und ich bin zuversichtlich, dass er dieses Gebet nicht lange unerhört lässt.
So weit zum heutigen Tag. Es geht weiter. Jeden Tag. Dafür bin ich sehr dankbar.
Und Vater,  ich danke dir auch, dass du mir immer neuen Mut schenkst, neue Kraft. Entmutigung und Aufgabe sind aktuell keine Option und dafür danke ich dir von Herzen!! AMEN

PS: Ich hab einen lieben Kontakt hier im Gästehaus geknüpft. Wir kamen ins Gespräch, weil sie meinen Lobpreis mochte, hier im Gästehaus ist es sehr hellhörig. Ich finde es schön, dass dieser Lobpreis auch andere Herzen berührt und sicherlich auch mit Gott verbindet. Eigentlich hatte ich gebetet, dass ich hier mit niemandem in Kontakt komme, damit ich nicht abgelenkt werde. Aber wir konnten einige Zeugnisse austauschen und ich glaube, es war für uns beide sehr ermutigend. Zwei völlig unterschiedliche Geschichten und doch einer, der sie beide eingefädelt hat. Ich kann immer wieder nur Staunen über Gottes Kreativität und Liebe zum Detail. Ich finde tatsächlich nur selten Worte für diesen meinen wunderbaren, liebevollen Vater! Ich bin so dankbar, dass ich ihn erkennen durfte. Niemand kann seine Liebe zu mir und meine Liebe zu ihm verstehen, der ihn nicht kennt und es mutet sicherlich total befremdlich und weltfern an. Ich weiß noch, wie ich das empfand, als ich kein Christ war. Umso mehr wünsche ich jedem die Erkenntnis über unseren himmlischen Vater. Er ist ein Vater,... Und was für einer!!! <3

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