Sonntag, 21. Februar 2016

Gebet und Fasten - Tag 8

Nachdem ich mich die halbe Nacht wegen schwer lokalisierbaren Schmerzen, sowohl im Rücken als auch im Bauch, hin und her gewälzt habe, hatte ich einen Traum. In dem Traum ging es darum, das Fasten Sonntags zu unterbrechen..
Der Pfarrer meiner Gemeinde meint, generell, nicht speziell hierzu, dass Träume immer von Gott kommen. Nun weiß ich tatsächlich nicht, was ich machen soll. Es käme für mich einer Aufgabe oder vielmehr als Versagen in Bezug auf mein erklärtes Ziel 40 Tage zu Fasten gleich.
Gleichzeitig würde es die Sache vlt erleichtern, vielleicht wäre es aber auch jeden Montag wieder extrem schwer zu beginnen. Gern möchte ich aber einfach ganz und gar Gott gehorchen, denn das, das allein ist der Grund, warum ich faste. Ich möchte meine Beziehung zu Gott stärken. Was wäre das für eine Beziehung, in der ich sage, ich möchte mich Dir annähern, aber dann dem anderen nicht zuhöre?
Ich möchte nicht irgendwem beweisen, dass ich 40 Tage fasten kann, dennoch würde dieser neue Kurs meinem Ego einen echten Hieb verpassen.
Vielleicht ist es aber genau das, was es braucht. Einzugestehen, das Gott der Weisere ist. Was nützt es auch, dieses Fasten wider seinen Anweisungen fortzusetzen und vorzeitig zu scheitern, weil ich es ohne ihn ja ohnehin nicht schaffen kann.
Guter Rat ist jetzt teuer. Im Innern weiß ich, glaube ich, was zu tun ist, aber gern möchte ich das nachher im morgendlichen Stundengebet nochmal mit Gott erörtern.
Die Frage ist ja auch, steht es meinem viel höheren erklärten Ziel zu Gott hin zu wachsen irgendwie im Weg, wenn ich sonntags ein Süppchen esse? Ich kann keinen Grund finden, der beziehungstechnisch dagegen spricht. Eigentlich ist der einzige Grund dieser Anweisung nicht zu folgen mein Ego... Und wie oft bete ich zu Gott, er möge mich endlich von diesem befreien?... Später mehr... Es ist 5.50 Uhr:/

Edit 14.19 Uhr: Nachdem es beim morgendlichen Stundengebet um das Thema Gehorsam ging, war klar was zu tun ist.
Zunächst: Tatsächlich schmeckt das Chemnitzer Leitungswasser um Welten besser als überall sonst. Gott sei Dank, dass ich wieder zuhause bin:)
Es war natürlich auch sonst einfach schön meinen Mann und die Kinder wieder zu sehen, die nicht, wie erwartet, um Jahre gealtert waren;)
Frisch zuhause stand das Mittagessen an und ich machte mir eine Zwiebelsuppe. Warum ausgerechnet eine Zwiebelsuppe? Weil die Youtuberin Ashley auch ala erstes Zwiebelsuppe aß und ich noch ihre Beschreibung im Kopf hatte und dachte, das muss unheimlich lecker sein. Außerdem hat man Zwiebeln ja immer im Haus. Die Suppe war auch sehr lecker und ich hab echt langsam gegessen und sie genossen. Nicht, weil man das beim Fasten so macht, sondern weil es auch nicht anders geht. Oh und ich war und bin Gott so dankbar für diese kurzzeitige Unterbrechung des Fastens,denn ja, es viel mir nicht schwer, aber trotzdem ist essen doch tausend mal schöner und nichtsdestotrotz ist Fasten ein Kampf,  vor allem ein geistiger!
Wie dem auch sei, die Zwiebelsuppe hat nicht so sehr reingehauen, dass ich befürchte morgen wird mir das Fasten wieder total schwer fallen, sie war vielmehr eine willkommene Abwechslung und hat meinem Körper sicherlich auch einige wertvolle Inhaltsstoffe geliefert. Heute abend gibts den Rest der Suppe und morgen gehts mit hoffentlich neuer Kraft weiter, vor allem ohne diese Schmerzen in der Nacht!
Ansonsten stellt sich noch immer die Frage,wie ich hier zuhause mein Gebetsleben gestalten soll, denn mit den Kindern bin ich sicherlich noch müder als überhaupt. Es wird wohl auf zwei Bibelleszeiten mit Gebet zurück reduziert, so war es ja vorher auch. Vielleicht schaff ich es eine morgendliche Gebetszeit einzuschieben?! Ich lass mich überraschen :)
Soviel wohl zu Tag 8. Auch meine Blogeinträge werden wohl jetzt wieder kürzer ;)
Vater, ich bin dir sehr dankbar für die Rüstzeit im Kloster und auch wieder zuhause zu sein, bei dem leckeren Wasser, dem ordentlich harten Bett und überhaupt in dieser gewohnten Umgebung. Danke auch für die Änderung der Modalitäten des Fastens, ich bin sicher,  du hast dir was dabei gedacht. Danke!

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