Dienstag, 22. März 2016

Und plötzlich ist es NUR noch JESUS...

Heute mal ein ganz anderes Thema, dass mir gerade einfach zugefallen ist. Dazu ist zu sagen, dass meine Gemeinde in der letzten Woche eine Gebets- und Fastenwoche ausgerufen hatte. Und von dem, was da so passiert ist, bin ich echt überwältigt, vor allem aber (wie immer unerwartet) von Jesus:
Was Jesus für mich als den einzig wahren König auszeichnet,  ist, dass er alles andere einfach so verdrängt. Wenn er auf der Bildfläche erscheint, verliert alles andere seine Bedeutung.
Da dreht sich das Leben um alles Mögliche und plötzlich tritt Jesus auf den Plan und KEIN STEIN BLEIBT AUF DEM ANDEREN. Man kann Jesus nicht halb in sein Leben lassen. Wenn er kommt, dann ganz und nichts bleibt, wie es war und alles ordnet sich seiner Herrschaft unter.
All die Wunder, die Jesus in der Welt getan hat, stehen für mich bildlich auch für unser Leben. Jesus kam und siegte. Er war nicht einfach nur da und lebte neben allen anderen her,NEIN, er kam und veränderte alles. Zerbrochene und kaputte Dinge heilte er, scheinbar funktionierende schöne Dinge zerstörte er. Alles, was nur Fassade war, entlarvte er und reinigte oder verdammte es, aber nichts blieb unberührt! Nichtmal die Naturgewalten konnten an ihm vorüber ziehen ohne, dass er sie sich unterwarf. Und so ist es auch in unserem Leben: Wenn Jesus kommt, dann ist es nicht so, wie Leute von außen denken. Dass Jesus jetzt Teil meines Lebens ist, bedeutet nicht NUR, dass ich jetzt vielleicht regelmäßig in die Kirche gehe. Das heißt nichts. Es gibt Haufen Leute in den Kirchen, doch ich fürchte, nur ein Bruchteil von denen hat Jesus auch zum Herr über ihr Leben ernannt. Nein, dass Jesus in mein Leben kommt, bedeutet, er stellt Alles auf den Kopf und damit meine ich ALLES! Es gibt keinen Bereich des Lebens, den er unangetastet lässt,  den er nicht seiner Herrschaft unterwirft. Klar, manchmal dauert es länger,  manchmal sträuben wir uns, manchmal kämpfen wir dagegen an, aber wenn wir wirklich ein Leben mit Jesus Leben wollen, dann bewegt er Stück für Stück unser Herz, so dass wir ihm immer mehr von uns geben (wollen). Er macht das auf eine Art, die nicht zu erklären ist. Für mich ist Jesus wie eine Sucht: Je mehr ich von ihm habe, desto größer wird meine Sehnsucht ihm noch näher zu sein. Umgekehrt ist es leider genauso: Je weniger Zeit ich mit ihm verbringe, desto weniger wird auch die Sehnsucht nach ihm, aber umso größer wird die Leere in mir und dann zieht Jesus mich wieder zu sich, so wie er alle Leutr um sich herum in seinen Bann zog, mit der gleichen Kraft, mit der er den Sturm mit nur einem Wort zum Erliegen brachte.
Er ist eben nicht nur dieses arme, unschuldige Lamm dort am Kreuz, nein, er ist gewaltig! Seine Stärke ist nicht von dieser Welt. Er hat nicht das Schwert erhoben und um sich geschlagen, er hat nicht manipuliert, er hat nicht unterdrückt. Er war da. Er hat geliebt und DAS HAT ALLES VERÄNDERT!
Es ist nicht zu begreifen!
Wie funktioniert das? Wie konnte er die ganze Welt berühren,  bewegen, einfach nur indem er geliebt hat?
Weil er Gott war und ist. Und das ist vlt das Göttliche an Jesus als Mensch und doch als Gott gewesen. Gestern erst haben wir im Hauskreis überlegt, was es bedeutet, daß Jesus wahrer Mensch und wahrer Gott zugleich war. Ja, er war Mensch. Ich glaube, seine Schwäche war menschlich. Jesus war an allen Punkten angreifbar,  genau wie wir und er musste dort frei von Sünde bleiben, als Mensch. Er empfand, was wir empfanden, aber was zeichnete ihn als Gott aus? Ich denke, seine Liebe war übermenschlich, nicht von dieser Welt, göttlich!
Jesus ist der ganz andere König, der unschuldig ist wie ein Lamm und eine Stärke besitzt und eine Königlichkeit, eine Anmut wie ein Löwe! Ein goldener strahlender Löwe, vor dem die Welt sich ehrfürchtig beugt, nicht, weil er so angsteinflössend ist, sondern weil er so schön ist. Weil man ihn nicht betrachten kann ohne sich sofort in ihn zu verlieben, ohne ihm sofort sein Herz zu Füßen zu legen, ohne ihm sein ganzes Leben anzuvertrauen.
Und deshalb zieht es mich zu ihm, zu diesem wunderbaren König. Deshalb möchte ich ihm mein ganzes Leben widmen. Deshalb ist er die klare Nummer eins in meinem Leben, es gibt nichts Wertvolleres für mich als ihn. Nichts wofür es sich mehr lohnt zu kämpfen!
Und ich danke Jesus, dass er nicht ein König ist, der das "Fußvolk"  in den Kampf schickt, sondern dass er immer für mich kämpft und dass er bereits für mich gesiegt hat, dass er mich gekrönt hat, weil er sich mir zu Füßen geworfen hat, obwohl doch ihm alle Ehre gebührt - ewiglich! AMEN

Sonntag, 6. März 2016

Gebet und Fasten - 2 Wochen danach

Da bin ich wieder. Ich fand es wichtig nochmal ein Resümee zu ziehen und vor allem auch nicht zu verschweigen wie turbulent die Tage nach dem Fasten waren.
Tatsächlich waren die ersten 10 Tage nach dem Fasten wesentlich schlimmer als das Fasten selbst. Ich will kurz erklären, warum.
Zunächst auf der körperlichen Ebene: Der Körper muss nach so einer längeren Fastenzeit wieder langsam ans Essen herangeführt werden. Ich würde sagen im Gegensatz zu der Chili Cheeseburger Aktion beim letzten Mal hab ich das gut gemeistert. Ich hatte auch echt ein gutes Gefühl dabei. Mein Verdauungssystem kam ohne Probleme wieder in Gang, ABER dann kam nach drei vier Tagen der Zeitpunkt,  wo quasi alles wieder normal funktionierte und es keinen Grund gab sich weiterhin einzuschränken. Schwierig. Denn plötzlich hat man Lust auf alles mögliche und es machte für mich auch keinen Sinn weiter darauf zu verzichten. Also aß ich, worauf ich Lust hatte. Leider fand ich mein Gleichgewicht im Essen einfach nicht wieder. Ich hatte das Gefühl entweder immer zuviel oder zu wenig zu essen und es war, als könnte ich mein persönliches Sättigungsgefühl nicht einschätzen. Das hat mich total frustriert.
Hinzu kam das geistige Ungleichgewicht: Im Kloster 100% Gott und zuhause gefühlt 0%. Ich fand einfach keine gute Zeit und noch dazu funktionierte das, was vor dem Kloster meine "Stille Zeit"  mit Gott war, das Bibellesen vor dem Schlafen gehen,  das funktionierte nicht mehr. Die Kapitel sagten nichts zu mir... Zeit zum Lobpreisen gab es auch nicht. Wenn nur abends, aber da gab es keinen Ort dafür. Auch das war äußerst frustrierend. Ich bin in den Tagen nach dem Fasten quasi immer mehr verzweifelt und ich fragte mich, wo Gott eigentlich ist und ob das so sein muss nach dem Fasten?
Und dann passierte das, was immer passiert, kurz bevor ich einen Durchbruch erlebe: Ich schrie zu Gott. Ich sah ein, dass ich das nicht managen konnte, weder das mit dem Essen, noch das mit der Zeit für Gott. Und ich kapitulierte und gab auf und betete, Gott möge mir helfen. Was soll ich sagen? Das sind immer Schlüsselmomente bei mir. Plötzlich war es, als ob Gott sagte: Genau darauf wollte ich hinaus. Wenn du es ohne mich versuchst, wirst du scheitern, aber ich bin bei dir und wenn du mich um Hilfe bittest, werde ich helfen. Und dann kam es wieder - das Gleichgewicht. Etwa 10 Tage nach dem Fasten. Und da ist es. Und jetzt ist wieder mal alles gut:)
HALLELUJA! <3