Sonntag, 6. März 2016

Gebet und Fasten - 2 Wochen danach

Da bin ich wieder. Ich fand es wichtig nochmal ein Resümee zu ziehen und vor allem auch nicht zu verschweigen wie turbulent die Tage nach dem Fasten waren.
Tatsächlich waren die ersten 10 Tage nach dem Fasten wesentlich schlimmer als das Fasten selbst. Ich will kurz erklären, warum.
Zunächst auf der körperlichen Ebene: Der Körper muss nach so einer längeren Fastenzeit wieder langsam ans Essen herangeführt werden. Ich würde sagen im Gegensatz zu der Chili Cheeseburger Aktion beim letzten Mal hab ich das gut gemeistert. Ich hatte auch echt ein gutes Gefühl dabei. Mein Verdauungssystem kam ohne Probleme wieder in Gang, ABER dann kam nach drei vier Tagen der Zeitpunkt,  wo quasi alles wieder normal funktionierte und es keinen Grund gab sich weiterhin einzuschränken. Schwierig. Denn plötzlich hat man Lust auf alles mögliche und es machte für mich auch keinen Sinn weiter darauf zu verzichten. Also aß ich, worauf ich Lust hatte. Leider fand ich mein Gleichgewicht im Essen einfach nicht wieder. Ich hatte das Gefühl entweder immer zuviel oder zu wenig zu essen und es war, als könnte ich mein persönliches Sättigungsgefühl nicht einschätzen. Das hat mich total frustriert.
Hinzu kam das geistige Ungleichgewicht: Im Kloster 100% Gott und zuhause gefühlt 0%. Ich fand einfach keine gute Zeit und noch dazu funktionierte das, was vor dem Kloster meine "Stille Zeit"  mit Gott war, das Bibellesen vor dem Schlafen gehen,  das funktionierte nicht mehr. Die Kapitel sagten nichts zu mir... Zeit zum Lobpreisen gab es auch nicht. Wenn nur abends, aber da gab es keinen Ort dafür. Auch das war äußerst frustrierend. Ich bin in den Tagen nach dem Fasten quasi immer mehr verzweifelt und ich fragte mich, wo Gott eigentlich ist und ob das so sein muss nach dem Fasten?
Und dann passierte das, was immer passiert, kurz bevor ich einen Durchbruch erlebe: Ich schrie zu Gott. Ich sah ein, dass ich das nicht managen konnte, weder das mit dem Essen, noch das mit der Zeit für Gott. Und ich kapitulierte und gab auf und betete, Gott möge mir helfen. Was soll ich sagen? Das sind immer Schlüsselmomente bei mir. Plötzlich war es, als ob Gott sagte: Genau darauf wollte ich hinaus. Wenn du es ohne mich versuchst, wirst du scheitern, aber ich bin bei dir und wenn du mich um Hilfe bittest, werde ich helfen. Und dann kam es wieder - das Gleichgewicht. Etwa 10 Tage nach dem Fasten. Und da ist es. Und jetzt ist wieder mal alles gut:)
HALLELUJA! <3

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