Freitag, 15. September 2017

GOTT ist ein Ermutiger!

Oft geht es mir in letzter Zeit so, dass ich mich zumindest NACH Situationen frage: Was hätte Jesus getan?
Bis ich dies verinnerlicht habe und danach handle, wird wohl noch einiges an Zeit vergehen und bis ich es tatsächlich schaffe, mich das VOR Situationen schon zu fragen, liegt noch ein langer Weg vor mir, aber das ist heute nicht das Thema.
Das Thema ist: Gott ist ein Ermutiger!
Und das vergesse ich nicht nur in Situationen, wo ich selber mal wieder Mist gemacht habe, sondern vor allem in Situationen, wo andere Mist gebaut haben.
Ein aktuelles Beispiel: Vor zwei Tagen ist unsere Autobatterie kaputt gegangen. Zugegebenermaßen war sie schon angeknackst und dann habe ich zu allem Übel noch zehn Minuten im Auto telefoniert und dabei das Licht angelassen ohne den Motor anzuschalten. Das Ende vom Lied war, dass nichts mehr ging, als ich losfahren wollte :(
Wie immer,  wenn irgendwas mit dem Auto ist, trug ich dies Problem dann sofort am meinen Mann heran, der verständlicherweise nicht sehr erfreut darüber und auch echt sauer auf mich war.
Nun gut. Die Kinder und ich hatten noch einiges an Programm an dem Nachmittag. Mein Mann rief einen seiner Kumpels an und verabredete sich mit ihm um zu schauen, ob sich die Batterie nochmal aufladen lassen würde. Da er aber Donnerstags "Aufpassdienst" für unser zweitjüngstes Kind hat und er dies noch abholen musste,  war er noch nicht zuhause, als sein Kumpel bereits bei uns war. Dieser hatte es anscheinend eilig oder war ungeduldig und nach einer kurzen Wartezeit fuhr er wieder fort, bevor mein Mann überhaupt zuhause war. Daraufhin war mein Mann nicht mehr nur sauer auf mich, sondern auch noch auf seinen Kumpel. An diesem Abend war er für mich wirklich schwerlich noch zu ertragen.
Am nächsten Morgen war die Laune noch immer nicht besser und so langsam wurde ich auch ein wenig wütend darüber und ließ die eine oder andere Spitze los, bevor ich die Kinder in den Kindergarten schaffte. Dass er auf mich sauer war, leuchtete mir ja noch halbwegs ein, aber dass er nicht mal seinen Kumpel angerufen und sich für die Verspätung entschuldigt oder nachgefragt hatte, warum er so schnell los musste, sondern stattdessen quasi nicht mehr mit ihm redete, weil er sauer war - diese verdrehte Wirklichkeit war mir völlig unverständlich!
Auf meinem Rückweg, den ich neuerdings gut für eine kurze Gebetszeit zu nutzen weiß, fragte ich mich und vor allem Gott:
'Was würdest du tun in dieser Situation? Mein Mann ist relativ grundlos wütend auf mich, aber vor allem ungerechtfertigt wütend auf seinen Kumpel und zeigt keinerlei Einsicht. Wie gehe ich damit um? '
Natürlich, Beten ist immer das erste, was zu tun ist! Aber was war ganz praktisch zu tun? Und Gott sagte zu mir: Dasein und Zuhören. Mehr ging in dieser Situation nicht. Aber selbst das verlangte ja schon einiges. Meine eigene Wut beiseite schieben und da sein! Dass ich das nicht ganz ohne schnippischen Kommentar gepackt habe, brauch ich wohl nicht erwähnen *lach,  aber zumindest das mit dem Zuhören konnte ich in die Tat umsetzen und es zeigte sich, dass es genau das war, was mein Mann jetzt mal brauchte und dass noch wesentlich mehr hinter seiner Wut steckte, als das Offensichtliche und mein mangelndes Einfühlungsvermögen hatte die Situation nicht gerade verbessert. Prompt fand sich auch eine unerwartete Lösung für das Problem - meine Eltern erklärten sich sofort bereit uns eine neue Autobatterie zu besorgen, mit der Anmerkung, dass wir Ihnen dass IRGENDWANN einmal zurückzahlen können. Fantastisch, wie die Dinge sich regeln, wenn man Gott fragt, was zu tun ist.
Ich könnte noch einige andere Beispiele nennen, aber worauf ich hinaus will, ist:
Gerade, wenn andere Menschen sich so benehmen, dass wir nur den Kopf schütteln können, ist Jesus in uns gefragt. Er ist geduldig. Er hört zu. Und wenn es passt, ermutigt er. Niemals hat Jesus (mit Ausnahme der Pharisäer) jemanden runter gemacht, jemanden beschimpft oder abgestempelt. Seine Taktik ist Liebe und Liebe ermutigt. Also, das nächste Mal, wenn Du auf jemandem wütend bist oder jemandes Verhalten nicht verstehst, überlege doch mal, wie du diese Person ermutigen kann bzw was es ist,  was diese Person jetzt am meisten braucht :)

Jesus, danke, dass du bist wie du bist. Dass du ermutigst, dass du hoffst und nicht aufgibst, wo ich nur den Kopf schüttel. Und danke, dass du stetig in mir arbeitest und mich mehr und mehr zu einem Abbild deines Selbst verwandelst!
AMEN

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