Freitag, 15. Dezember 2017

Sünden bekennen, Segen ernten

Es gibt einen Bibelvers, der ist mir in letzter Zeit häufig in den Sinn gekommen und die Wichtigkeit seiner Worte ist mir sehr bewusst geworden :

Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.
1. Johannes 1:9

Dieses Mal möchte ich eigentlich eher etwas praktischer werden bzw einfach erzählen, was dieser Vers für mich bedeutet.
Gott schenkt Segen, wo immer wir ihn darum bitten, aber manchmal fließt der Segen nicht und wenn das so ist, sollten wir uns fragen, ob nicht etwas im Weg steht?

Als ich heiratete, kannte ich Gott noch nicht. Wenig später lernte ich Gott kennen und ging davon aus, jetzt würde alles für mich gut laufen, schließlich stand ich jetzt auf der richtigen Seite. Doch wider Erwarten blieben auch mir Schwierigkeiten nicht erspart. Auch nicht in meiner Ehe, trotzdem ich jetzt Christ war, ja sogar WEIL ich Christ war.
Ich verstand die Welt nicht mehr richtig,betete zu Gott, dass es seine Verantwortung sei, weil er ja schließlich dafür gesorgt hatte, dass ich mich innerhalb dieser Ehe bekehrt hatte und war auch sauer auf meinen Mann, weil dieser sich nicht bekehren wollte... Was ich dabei vergaß, war: 1.Dankbar zu sein! - Dafür, dass Gott sich mir, wann auch immer, überhaupt offenbart hatte und mir ein neues Leben schenkte!
Und 2. Buße zu tun! - Dafür, dass ich meinen Mann ohne Gott gewählt hatte.
Denn ja, den hatte ich jetzt nunmal, aber ob das auch gut so war, weiß Gott allein. Vielleicht hätte er für mich einen anderen ausgewählt, aber ich konnte nicht Gott die Schuld dafür geben, schließlich hatte ich ihn nicht gefragt. Aber das Schöne ist eben, dass Gott tatsächlich treu und gerecht ist, WENN WIR UNSERE SÜNDE BEKENNEN. Also legte ich das nochmal vor Gott hin. Ich klagte ihn nicht an, sondern bat ihn um Verzeihung, dass ich diese schwerwiegende Entscheidung ohne ihn getroffen hatte und plötzlich veränderte sich etwas. Schwierigkeiten wurden umgewandelt in Segen - ich erzählte bereits, wie die Schwangerschaft mit Kind Nummer 4 zu einer echten Ehekrise geführt hat, die Gott innerhalb eines Jahres in einen unvorstellbaren Segen verwandelt hat. Meine Lieblosigkeit gegenüber meinem Mann, die vor allem zum Ausdruck kam in permanentem Gemecker, wurde (sicherlich noch nicht komplett) umgewandelt in Wohlwollen, in Verständnis und in echte Liebe. Und das alles, weil ich endlich die Schuld auf mich genommen und sie bei Gott abgegeben hatte.
Eine ähnliche Geschichte war unsere Wohnung. Als wir in unsere jetzige Wohnung eingezogen sind, da war ich schon Christ, aber längst nicht soweit Gott in meine weltlichen Angelegenheiten einzubeziehen. Also zogen wir hier ein und immer und immer wieder fragte ich mich, ob dies die richtige Entscheidung war. Ob ich nicht hätte Gott fragen sollen, aber nun war es eben zu spät. Irgendwann bat ich auch für diese ohne Gott getroffene Entscheidung um Verzeihung und wenig später hatte ich einen Traum, der nur eine Botschaft hatte:
"Das ist jetzt die richtige Wohnung! Du kannst aufhören zu grübeln. "
Und Gott veränderte meinen Blick. Statt immer die Defizite dieser Wohnung zu sehen, sah ich plötzlich nur noch das Positive. Freunde kamen zu mir und schwärmten von den Vorzügen meiner Wohnung. Und wieder einmal merkte ich :Gott lässt Segen fließen, wenn wir ihm Sünden bekennen.
Es entspricht eher dem Zeitgeist Schuld von sich zu weisen, zu meckern und uns damit einfach nur im Kreis zu drehen und unsere Schuld vor uns her zu schieben.
Aber Gottes Geist will frei machen, deshalb ist es wichtig die eigene Schuld auf sich zu nehmen und sie vor Jesus zu bringen.
Er selbst sagt:

Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken !
Matthäus 11:28

Jesus hat die Schuld schon gesühnt. Jegliche Strafe für unsere falschen bzw gottlosen Entscheidungen hat er schon getragen. Wir brauchen nicht denken :
Ich habe diese Entscheidung ohne Gott getroffen, jetzt muss ich auch mit den Konsequenzen leben.
NEIN, Gott bestraft uns nicht, er hat JESUS bestraft, aber wir MÜSSEN Jesus das bringen. Wir können nicht STEHEN vor dem Kreuz, wir müssen uns vor ihm beugen!
Gott verlangt nur eines von uns:
Dass wir die Ehre dem Geben, dem sie gebührt. Dass wir als König anerkennen den, der der König ist!
Und dieser König kämpft FÜR uns in allen Belangen, wenn wir ihn nur bitten, oftmals zunächst um Verzeihung ;)
Und dann
"ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit"!

Und Vater, dafür sei Dir alle Ehre! Dass du gut bist, dass du vergibst und dass du mächtig genug bist, jeden noch so großen Mist in einen riesengroßen Segen zu verwandeln. AMEN

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