Donnerstag, 15. März 2018

Gottes Schaf in Ewigkeit

Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach; und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht verlorengehen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters reißen.
Johannes 10:27‭-‬29

Dieser Vers hat mich in meinem Glaubensleben schon immer begleitet. Schon früh war für mich völlig klar, dass,wenn ich Gott einmal erkannt habe, es keine Chance gibt, wieder von ihm Weg zu kommen. Das glaube ich jetzt wieder, aber in den letzten Wochen hatte ich einen echten Kampf um diese Wahrheit.
Und das hat mir nochmal verdeutlicht: Nicht ich halte an Gott fest, sondern er an mir! Und mein ganzer Glaube kommt von ihm! Alles,was ich tue, meine ganze Überzeugung resultiert nur aus meiner Sicherheit in seiner Liebe.
Vor einigen Monaten wurde in mir ein kleiner Zweifel gesät,den ich nicht erkannte. Es war der Klassiker: "Hat Gott wirklich gesagt..."
Hat Gott wirklich gesagt, dass es ausreicht, NUR AN IHN ZU GLAUBEN?
Spricht Jesus nicht viel mehr über Selbstaufgabe und Gehorsam?
Sind Selbstaufgabe und Gehorsam nicht eine notwendige Frucht von Glaube?
Ist Glaube ohne Werke nicht tot? Und toter Glaube, rettet der?

Aus der einen Frage wurden immer mehr und mehr. Und kurze Zeit später wusste ich nicht mehr, wo hinten und vorne ist. Und niemand konnte das für mich auflösen, denn es stand ein Bibelwort gegen das andere.
Ungefähr so wie hier:

Darauf wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, damit er vom Teufel versucht würde. Und als er 40 Tage und 40 Nächte gefastet hatte, war er zuletzt hungrig. Und der Versucher trat zu ihm und sprach: Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich, dass diese Steine Brot werden! Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: »Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht!« Darauf nimmt ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt und stellt ihn auf die Zinne des Tempels und spricht zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so stürze dich hinab; denn es steht geschrieben: »Er wird seinen Engeln deinetwegen Befehl geben, und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht etwa an einen Stein stößt«. Da sprach Jesus zu ihm: Wiederum steht geschrieben: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen!« Wiederum nimmt ihn der Teufel mit auf einen sehr hohen Berg und zeigt ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und spricht zu ihm: Dieses alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest! Da spricht Jesus zu ihm: Weiche, Satan! Denn es steht geschrieben: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen!« Da verließ ihn der Teufel; und siehe, Engel traten hinzu und dienten ihm.
Matthäus 4:1‭-‬11

Doch Jesus kannte Gottes Wesen und war vollkommen in seiner Liebe. Ich nicht. Ich zweifelte. Und so konnte der Durcheinanderbringer mir alles durcheinander bringen. Es war unmöglich für mich klar zu sehen. Es war viel Wahrheit gemischt mit einem ganz kleinen bisschen Lüge. Ich will die Schuld nicht von mir weisen, aber ich hatte keine Chance. Ich kam da allein nicht raus und, um es mit Davids Worten auszudrücken, Menschenhilfe war nichtig.
Glücklicherweise gehöre ich aber nunmal zu Jesu' Schafen, statt also dieser Lüge völlig zu erliegen, brachte es mich in totalen Unfrieden. Gott zog mich in ein Fasten, er zog mich ins Gebet, er zog mich in sein Wort.
Dennoch ging dieser Kampf etwa zwei Wochen lang. Wenn ich Bibel las, las ich nur noch Verurteilung. Wenn ich betete, war ich zwar ganz bei Gott, aber ich verlor ihn, sobald ich nicht mehr im Gebet war.
Es war schlicht und ergreifend schrecklich!
Und die Tatsache, dass ich mir meines Glaubens vorher so sicher war, erschwerte die ganze Sache, denke ich enorm.
Es gibt viele Leute, die meinen Glauben bewundern und ich fürchte, da hat der Satan mich echt beim Hochmut erwischt. Ich war frustriert, dass ich nicht einen fand, dessen Herz so für Evangelisation schlägt wie meines. Und ich glaubte, es liegt an ihrem Glauben. Tut es vielleicht auch, aber das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist:
Mein Glaube ist nicht mein Verdienst!
Gott ist Anfänger und Vollender des Glaubens. Hab ich Erkenntnis, dann nur, weil Gott sie mir geschenkt hat, nicht weil ich sie mir verdient habe.
Habe ich Glaube, dann weil Gott ihn in mir hat wachsen lassen.
Und zu guter Letzt:
Habe ich ewiges Leben, dann einzig und allein durch das, was Jesus getan hat! Mitnichten kann ich mir das verdienen und mitnichten könnte ich es durch Ungehorsam zerstören. Ungehorsam war die Ursünde und genau diese wurde am Kreuz gesühnt. Ein für alle Mal. ICH kann Gott gar nicht gehorsam sein. Nicht ohne Jesus, aber auch nicht mit.
ABER: MIT Jesus will ich es. Und das ist der Unterschied. Ein Sünder möchte Gott nicht gehorsam sein, ein Heiliger schon!
Ein Heiliger kann sagen, er liebt Gott, weil er erkannt hat, dass Gott ihn zuerst geliebt hat und die Antwort darauf kann nur sein auf die Knie zu gehen.
Vollbringen kann ich dies alles aber nur durch Gottes Geist!
Und dieser ist auch meine Gewissheit für mein ewiges Leben.
Durch Gottes Geist allein ist Jesus wieder zum Leben auferstanden. Der Gleiche Geist ist auch in mir. Was wird also notwendigerweise passieren, wenn ich sterbe?
DER GEIST GOTTES WIRD MICH VON DEN TOTEN AUFERWECKEN ZUM EWIGEN LEBEN! (Römer 8,11) Jesus für all meine Zweifel, all meinen Ungehorsam und jede meiner Sünden bezahlt hat UND ICH DAS GLAUBE!

Vater, ich danke Dir, dass ich in deiner Hand bin. Das ich straucheln kann und wanken,aber Du mich nicht loslässt. Dass du verirrte Schafe suchst und sie zurück trägst zu deiner Herde! Du bist der gute Hirte!
Ich danke Dir für Deine unbegreifliche Liebe, deine unermessliche Gnade und dass das Opfer Jesu mehr als genug ist!
In Jesu Namen, Amen

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