Freitag, 28. September 2018

Sanftes Joch und leichte Last.

Es ist echt interessant, wie Gott mein Verlangen danach Menschen von Jesus zu erzählen nach und nach dreht.
Jesus hat NIE mit Menschen nur deshalb gesprochen, weil er ihnen von Gott erzählen wollte. Er hatte ein echtes Herz für die Menschen. Wenn er sich jemandem persönlich angenommen hat, dann deshalb, weil dieser Mensch ihm persönlich am Herzen lag - obwohl er ihn meist nicht kannte.
Mir geht es auch ab und zu so. Es gibt Menschen, da fühlt man sofort, dass man sich ihnen zuwenden sollte. Und so langsam glaube ich, wenn wir uns alle denen zuwenden würden, die uns persönlich am Herzen liegen und uns weniger um die kümmern würden, die wir uns für unser gutes Gewissen in den Terminkalender basteln, wäre allen geholfen.
Irgendwie gibt es immer so einen unbewussten Zwang Gutes zu tun. Und prinzipiell ist Gutes tun auch nichts schlechtes, aber es gibt irgendwie zwei Arten davon:
Es gibt Dinge, die wir tun, weil unser Herz es sagt und Dinge, die wir tun, weil unser Gewissen es verlangt. Überwindung kostet nur letzteres, aber ich glaube, dass sind genau die Dinge, die wir lassen sollten. Sie kosten uns unheimlich viel Kraft, weil wir sie eben aus unserer eigenen Kraft tun und nicht aus Gottes Kraft heraus und am Ende gehört der Ruhm nicht Gott, sondern unserem Ego, weil WIR uns überwunden haben.
Ich höre von Joseph Prince gerade:
"Live by the unforced rhythms of Grace" und dort geht es darum, einfach mal dem Rhythmus zu folgen, den Gott einem vorgibt.
Gott sagt, im neuen Bund legt er uns nicht mehr Gesetze auf, sondern schreibt die Gesetze in unser Herz.

Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz in ihr Innerstes hineinlegen und es auf ihre Herzen schreiben, und ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein;
Jeremia 31:33 SCH2000

Und trotzdem glauben wir, unserem Herzen ist nicht zu trauen und es ist nicht Gott, wenn wir etwas wollen. Das ist total paradox.
Entweder wir haben den heiligen Geist und Gott legt uns seine Anliegen aufs Herz oder nicht.
Klar sind wir nicht frei davon auch Dinge zu wollen, die nicht Gott, sondern unser Fleisch will, aber Gottes Geist in uns hilft uns, das zu unterscheiden.
Paulus sagt:

Im Übrigen, ihr Brüder, alles, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was wohllautend, was irgendeine Tugend oder etwas Lobenswertes ist, darauf seid bedacht !
Philipper 4:8 SCH2000

Also, wenn ein Wunsch dem entspricht, ist er vermutlich von Gott in Dein Herz gelegt. Wir überlegen und zweifeln soviel, dass wir wie gelähmt sind. Und wenn wir es mal nicht sind, tun wir Dinge meistens, weil wir denken, das müssten wir jetzt aber tun und haben am Ende keine Kraft mehr für das , was wirklich (Gottes) Kraft hätte.

Letztens las ich einen WhatsApp Status, der lautete so:
"Weniger müssen, mehr wollen."

Ich entdecke für mich gerade, dass das für mich mehr dem "ungezwungenen Rhythmus der Gnade" folgen ist: Mehr das zu tun, was ich wirklich von Herzen will (und von dem ich überzeugt bin, dass Gott mir das ins Herz gelegt hat) und weniger das zu tun, was ich glaube tun zu müssen oder noch schlimmer: von dem ich glaube, es wollen zu müssen.
Zum Beispiel: Regelmäßiges Beten
Das ist etwas, von dem ich immer mal denke, ich müsste das eigentlich mal tun, aber offenbar ist der Wille in mir nicht groß genug, um mir tatsächlich die Zeit dafür zu nehmen. Und letztens kam mir der Gedanke: vielleicht ist das einfach ok so? Es gibt Leute, denen ist das ein totales Bedürfnis wirklich auch kontinuierlich für Dinge zu beten. Ich bete, wann immer es mir gerade in den Sinn kommt, selten für das gleiche Anliegen mehrmals. Aber ich habe schon so unzählige und auch unglaubliche Gebetserhörungen erlebt, dass ich denke, es ist genau richtig so. Wenn ich für etwas mehr beten soll, dann wird Gott es mich wissen lassen, solange reagiere ich einfach spontan auf Gebetsimpulse und überlasse Gott den Rest.
Das Schöne an diesem Vers aus Jeremia ist ja der Schluss:

"Und ich will ihr Gott sein und sie mein Volk."

Das ist so kraftvoll. Gott möchte nicht nur unser Freund sein, nicht nur unser Vater,oder Heiler, sondern unser Gott! Das heißt, er wird sich mächtig erweisen, wenn wir ihm einfach nur vertrauen, dass er es tut. Warum sollte ich, wenn es mir widerstrebt, mehrmals für etwas beten, wenn ich doch genauso gut davon ausgehen kann, dass mein Gott sich mächtig erweisen wird, auch nach nur einem einzigen Gebet.
Ich habe seit ich Christ bin, noch nie so unregelmäßig Bibel gelesen bzw. gebetet wie im letzten halben Jahr und trotzdem schenkt Gott mir Offenbarungen und Gebetserhörungen noch und nöcher.
Und es macht auch Sinn. Jesus sagt:

Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.
Matthäus 11:30 SCH2000

Also glaube ich ihm. Ich unterwerfe mich nicht dem Zeitgeist, nicht dem Geist dieser Welt, der sagt, ich muss mir alles verdienen.
Ich empfange einfach von meinem wunderbaren Gott und lerne von ihm den ungezwungenen Rhythmus der Gnade!

Halleluja!Alle Ehre sei diesem meinen wunderbaren Vater, der alle Werke vorbereitet hat vor Grundlegung der Welt und ich darf einfach in ihnen wandeln!
Amen

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