Freitag, 25. Oktober 2013

Was ich von Gott über Erziehung lerne...

Als Mutter zweier Kinder frag ich mich natürlich auch, was Gott eigentlich so zum Thema Erziehung meint.
Ich persönlich kann mittlerweile Worte wie "Konsequenz" oder "Grenzen ziehen" nicht mehr hören. Ich hab eine regelrechte Ablehnung gegen diese hohlen Phrasen. Nach gefühlten 1000 Erziehungsratgebern, Zeitschriften, Ratschlägen von Müttern, Schwiegermüttern, Omas, Freunden und jedem, der gern seinen Senf dazu gibt, hab ich mich jetzt entschieden, einfach mal zu hören, was Gott mir zu diesem Thema sagt. Denn egal, was ich gelesen habe, ich habe mich immer gefragt, wie soll ich das umsetzen? Meine Kinder sind irgendwie anders. Alle sagen immer, es gibt kein Patentrezept für Kindererziehung und vielleicht stimmt das auch. Wenn man Gottes Umgang mit uns Menschen ansieht, scheint es fast, als ob nicht mal er eines hätte. Aber noch ist nicht aller Tage Abend und ich bin überzeugt davon, dass Gott den ultimativen Plan hat. Es kann nicht anders sein. Aber das muss heißen, dass es doch ein Patentrezept gibt, oder?
Also habe ich beschlossen, mich einfach mal an ihn zu halten. Sein Erziehungskonzept scheint auch am besten mit meinen Ansichten zu harmonieren. Wen wundert´s? Wir sind schließlich nach seinem Ebenbild erschaffen.
Meiner Meinung nach ist Gottes Erziehungskonzept auch das Einfachste, von dem ich jemals gehört habe, denn an ganz erster Stelle steht bei Gott LIEBE und zwar bedingungslose Liebe. Wir können uns diese Liebe nicht verdienen, egal, was wir tun, sie ist einfach da. 
Was haben wir Menschen nicht alles getan, dass wir nach menschlichem Ermessen der Liebe Gottes längst nicht mehr würdig wären. Adam und Eva haben seine guten Ratschläge in den Wind geschlagen:
"Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Du darfst essen von allen Bäumen im Garten, aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben. " (1.Mose 2, 16-17)
Das war keine Drohung von Gott, es war eine Warnung. Denn an dem Tag, an dem Adam und Eva vom Baum der Erkenntnis essen, wenden sie sich von Gott - dem Leben und der Liebe - ab, und wer sich vom Leben abwendet, ist des Todes. Trotzdem aßen die beiden von dem Baum. Wie so oft vertrauten die Kinder ihren Eltern nicht und liefen trotz Warnung ins offene Messer. 
Man sollte meinen, nach dieser Geschichte wären wir Menschen klüger. Rein vom Verstand her würde ich sagen, wenn mir meine Eltern diese Geschichte erzählen würden, wie sie einst im Paradies in der Gegenwart Gottes lebten und dann rausgeschmissen wurden, weil sie durch Ungehorsam sterblich und sündhaft geworden waren - wenn sie mir das erzählen würden, ich würde mich bemühen zu Gott zurück zu kehren, aber wenn man in der Bibel weiter liest, wird es einfach nur noch schlimmer. Die ersten Nachkommen von Adam und Eva, die erwähnt werden, sind Abel und Kain und die meisten kennen deren Geschichte. Kain tötet seinen Bruder Abel aus Neid. Er hatte aus den Fehlern seiner Eltern nichts gelernt und so beginnt eine Geschichte durchzogen von Gewalt, Kriminalität, Krieg ... Das alles sind Früchte menschlicher Unabhängigkeit, Früchte der Lüge, dass Gott es nicht gut mit uns meint und wir alleine besser dran sind. Wir Menschen haben unseren Vater nicht nur missachtet, wir haben ihn verachtet, verspottet, verhöhnt, alle Möglichen irdischen Dinge über ihn gesetzt oder sogar angebetet und dennoch gab Gott uns nicht auf. 
Klar, er war auch zornig, er strafte uns Menschen, auch darüber gibt es im Alten Testament einiges zu lesen, aber er war nicht konsequent nur um der Konsequenz willen. Er hat uns nicht auf ewig verdammt und dabei hätten wir das sowas von verdient! Wir haben seine Liebe mit Füßen getreten und darauf gespuckt, aber dennoch beschloss er uns den ultimativen Beweis seiner Liebe zu zeigen. Er schickte seinen Sohn um von seiner Liebe zu erzählen, um uns auf den richtigen Weg zurück zu bringen, um unserer selbst Willen und zwar ohne unseren freien Willen einzuschränken. Er brachte aus Liebe ein Opfer, wie es größer nicht hätte sein können: er opferte einen Teil von sich selbst und zwar den allerbesten. Er opferte das einzige seiner Kinder, welches tadelos war, an Reinheit nicht zu übertreffen - dieses Kind opferte er für all die mit Sünde beladenen Kinder, die sich von ihm abgewandt hatten. Wie krass ist das? Und wieviel kann man sich von dieser Geste für die Erziehung seiner Kinder herausnehmen?
Natürlich kann ich nie auch nur eine halb so gute Mutter sein, wie Gott mein Vater ist. Ich scheitere schon daran, wenn mein Sohn morgens seine Jacke nicht anziehen will und ich ihn, nachdem meine Geduld am Ende ist, dass Ding dann irgendwie aufzwänge und zwar ganz bestimmt ohne ihm seinen freien Willen zu lassen. Aber das heißt nicht, dass ich nicht versuchen kann es besser zu machen, es Gott gleich zu machen.
Ich kann auch niemals frei von Sünde leben, aber Jesus hat die Strafe für alle meine Verfehlungen bereits auf sich genommen und so weiß ich, dass auch die Fehler, die ich in der Erziehung meiner Kinder mache, von Jesus beseitigt werden können.
Für mich fühlt es sich mittlerweile einfach richtiger an, Konsequenz auch mal sein zu lassen, wenn mein Herz nicht dahinter steht und das ist sooo oft so. Ich muss die Motive meiner Konsequenzen eigentlich ständig hinterfragen und oft genug ist es nicht das Wohl meiner Kinder, sondern beispielsweise mein eigenes. Vielleicht bin ich gerade schlecht drauf und will meine Ruhe oder ich stehe unter Beobachtung und möchte nicht, dass andere denken, dass meine Kinder schlecht erzogen sind, oder Leute sagen, dass meine Kinder schlecht erzogen sind und ich nehme mir das zu sehr an, ABER um wen geht es bei Erziehung eigentlich? Diese Frage muss ich mir immer mal wieder stellen. Es geht nicht darum, dass meine Kinder sich nahtlos in diese Gesellschaft einfügen und es allen recht machen, auf Kosten ihrer eigenen Individualität. Gott hat jeden von uns einzigartig geschaffen und zwar nicht, damit wir uns aneinander anpassen, sondern damit wir uns ergänzen, sonst hätte er uns alle gleich gemacht.
Der Wert, den ich meinen Kindern vermitteln möchte, ist Liebe und zwar über allem anderen. Das ist auch das Einzige, was sie brauchen. Jede andere gesellschaftliche Konvention ordnet sich dem unter. Und wenn sie es nicht tut, dann sollte nicht die Liebe in Frage gestellt werden, sondern die Gesellschaft.
Und so lass ich fünf auch mal gerade sein, wenn ich den Eindruck habe, dass Konsequenz gerade vielleicht doch nicht angebracht ist. Ziehe ich dadurch vielleicht kleine Tyrannen auf? Ich hoffe und glaube: Nein! Ich will Liebe vermitteln und ich will, dass meine Kinder später einmal aus Liebe handeln und aus keiner anderen Motivation heraus.
Warum ich glaube, dass das funktioniert? Weil es bei Gott auch funktioniert. Ich habe seine Liebe angenommen und je mehr sie mein Herz erfüllt, desto mehr möchte davon an andere weitergeben. Denn Liebe kann man nicht genug bekommen. Erst, wenn der eigene Liebesspeicher aufgefüllt ist, können wir Liebe weitergeben. Und klar, auf Gott bezogen, geht diese Strategie bisher nicht allzu gut auf, wenn man sich anschaut, wieviele Menschen Gott noch immer fern sind und wieviel Leid in der Welt geschieht. Aber ein Freund von mir formulierte letztens treffend: "Wenn die Menschen, die Gott jetzt noch fern sind, auch nur einen Moment bereit wären, zu hören, was er zu sagen hat und sein Herz tatsächlich für ihn öffnen würden und sei es nur für eine Minute, dann würde seine Liebe sie erfüllen. Sie würden allen Zorn, alle Ungerechtigkeit ablegen, um sich in der Gegenwart seiner Liebe zu bewegen." Ich glaube, er hat recht. All das Leid, was jetzt noch in der Welt herrscht, ist kein Ergebnis Gottes schlechter Erziehung, es ist vielmehr eine Folge des Nicht-Annehmens oder des Nicht-Bewusstseins von Gottes Liebe.
Und deshalb ist mein höchstes Erziehungsziel meinen Kindern bewusst zu machen, dass sie geliebt werden, dass sie von Liebe umgeben sind. Sowohl von meiner unvollkommenen menschlichen Liebe, als auch von Gottes vollkommener bedingungsloser Liebe. Und alles andere ist erstmal zweitens, wenn nicht sogar absolut egal!;)

Danke Vater, dass Du mich annimmst, wie ich bin und dass ich sicher sein kann, dass Du Mich mit voller Absicht so geschaffen hast. Danke, dass Du, wenn ich es zulasse, meinen Liebesspeicher auffüllst, bis er überläuft. Und danke, dass ich durch Deine Liebe weiß, dass Du nur das Beste für mich willst und dass Du von mir keinen blinden Gehorsam forderst, sondern mir vielmehr ins Herz gelegt hast, Dir blind zu vertrauen. Ich bete, dass ich, jede Mutter und jeder Vater auf dieser Welt auch nur einen Bruchteil dieser Liebe weitergeben und Deinem Beispiel bedingungsloser Liebe folgen kann. Bitte gib uns die Kraft dafür und wo immer wir versagen, hoffe ich auf Deinen Sieg!
AMEN.

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Leere.

Bevor ich mich mit den 10 Geboten auseinandersetze, will ich noch einen Satz aus meinem Anfangspost in diesem Blog genauer erklären:
"Jesus füllte eine Leere in meinem Herzen aus, die mir bis dahin nicht bekannt, aber rückblickend offensichtlich war."
Mir ist da just heute ein Zitat ins Auge gesprungen:
"Im Herzen eines jeden Menschen gibt es eine Leere, die nur Gott durch seinen Sohn Jesus Christus füllen kann." (Blaise Pascal)

Aber was ist diese Leere, die Jesus Christus füllt? Woher kommt diese Leere. Nun, wie ich bereits erwähnte, war mir diese Leere bis ich zu Jesus gefunden hatte, nicht bewusst, aber unbewusst war sie immer da. Sie ist eigentlich immer offensichtlich, wenn wir nach dem tieferen Sinn des Lebens fragen. Wenn wir uns nicht damit begnügen in der Gegenwart zu leben, sondern einmal darüber nachdenken, wo das alles hinführen soll.
Für mich drückt diese Leere die Trostlosigkeit unseres irdischen Lebens aus: Es könnte jederzeit vorbei sein. Ich könnte morgen vom Auto überfahren werden, und dann? Ich will noch so viele Dinge tun, so vieles erleben. Aber welchen Wert hat das alles eigentlich am Ende?
Zunächst stellt sich die Frage, was man tun kann um sein Leben mit Sinn zu füllen? Ich könnte mich an gesellschaftliche Normen halten, eine Familie gründen, arbeiten bis ich 67 bin um mein Haus abzubezahlen und danach die Früchte meiner Arbeit ernten, die aber nach Prognose der älteren Generationen nicht besonders reich ausfallen werden. Und wer weiß schon, ob ich nicht irgendwelche körperlichen Gebrechen habe, die mich daran hindern meine endlich wieder gewonnene Freizeit voll auszukosten? Werde ich folglich am Ende meines Lebens in meinem Schaukelstuhl sitzen, Socken stricken und der verschwendeten Zeit in meinem Leben nachweinen?
Oder entscheide ich mich, auf alle gesellschaftlichen Konventionen zu sch... und die Sau raus zu lassen ohne Rücksicht auf Verluste? Aber wie soll ich das finanzieren? Ich könnte eine Bank ausrauben, aber sehr wahrscheinlich würde ich dabei erwischt werden. Ich könnte meinen Rucksack packen, aussteigen, durch die Welt ziehen und von der Hand in den Mund leben. 
Ganz gleich, was ich tun würde, es würde seinen Wert verlieren, angesichts der Tatsache, dass ich mein Leben so leicht verlieren kann. 
Wir brauchen im Leben ein Ziel, eine Bestimmung, die wir erfüllen können. Ich meine, wer sind wir eigentlich? Durch was identifizieren wir uns? Bin ich Mutter? Bin ich Ehefrau? Bin ich Freundin?... Kann irgendwas davon über den Tod oder Verlust hinaus bestehen? Was, wenn meine Freunde sich von mir abwenden? Was, wenn mein Mann sich von mir trennt?
Diese Fragen lösen eine absolute Leere in mir aus, wenn ich sie nicht mit Jesus Christus beantworte. Aber Jesus gibt meinem Leben Sinn, Jesus gibt meinem Leben Ewigkeit.
Meine Bestimmung hier auf Erden ist es, das Reich Gottes zu bauen und soviele wie möglich zu retten, um dann am Ende meiner Zeit hier zu Gott zurück zu kehren und das ewige Leben zu leben, dass er für mich vorgesehen hat. Und so irre ich nicht mehr ziellos umher. Klar, mein Leben auf dieser Erde ist noch immer begrenzt, aber ich habe einen klaren Auftrag, ich kenne das Maß aller Dinge: Es ist Gott. Ich weiß, wer ich bin: Ich bin ein Teil von Gott durch Jesus Christus. 
Man könnte jetzt natürlich sagen: Aber ich kann auch Gutes tun ohne an Gott zu glauben. Klar kannst Du ein selbstloses Leben im Dienste der Menschen führen, aber was nützt das, wenn Du tot bist? Welche Bedeutung hatte dieses Leben dann für Dich? Wenn Du Dich von Gott abwendest und Dich damit von ihm trennst, hat das mindestens 2 Konsequenzen:
Erstens: Nur wenn wir uns unserer Schuld bewusst sind und sie vor Gott bringen, kann er sie uns nehmen und wir können frei leben. Es geht dabei nicht darum zu zeigen, wie schlecht Menschen ohne Gott sind, sondern darum zu verkünden, dass Gott uns das längst durch Jesus Christus vergeben hat. Wir alle können ohne Gott Gutes tun, aber wir tun auch Schlechtes, uns widerfährt auch Schlechtes und das belastet uns, den einen mehr, den andern weniger. Wir sollten nicht den Fehler machen uns für unfehlbar zu halten. Wir sind nicht perfekt und wir müssen es auch nicht sein, denn da, wo wir es nicht sind, wirkt Jesus umso mehr. Er schenkt uns die Kraft stärker zu sein als Angst oder Zweifel. Er nimmt alle Last von unseren Schultern, so dass wir frei unserem Herzen, d.h. Gottes Stimme folgen können. Und nur das wird uns glücklich machen. Wenn Du darauf verzichtest, wirst Du immer Dinge mit Dir rumschleppen, Du wirst auf unüberwindbare Mauern stoßen, weil Du Dir nicht die Kraft und die Gnade Gottes holst und das wäre einfach schade.
Die Zweite Konsequenz ist, und ich will da niemandem Angst machen, aber es ist so: Wenn Du Dich nicht zu Lebzeiten für Jesus entscheidest, wirst Du auch ewig leben, aber nicht  in der Gegenwart Gottes, sondern an einem Ort, wo er nicht ist. Wo es nichts  Gutes mehr gibt. Wo es nur noch all die schrecklichen Dinge gibt, die wir hier auf Erden schon verabscheuen, aber dort gibt es kein Entrinnen. Es gibt keine Hoffnung mehr auf etwas Besseres. Es gibt nur noch Leid und  Dunkelheit in Ewigkeit. Das mag Dir jetzt erstmal egal sein, aber was, wenn es Gott tatsächlich gibt und Du die Chance hättest ewig mit ihm zu leben? Und zwar nicht in einer Welt wie dieser, sondern in einer perfekten Welt, einer Welt in der Gegenwart Gottes? 
Was auch immer wir in diesem Leben erreichen oder leisten, geben wir vielleicht noch eine Generation weiter, danach wird es sich verlieren. Nichts, dass wir tun, hat Bestand ohne Gott. Aber ist es nicht das, wonach wir alle streben, wonach wir uns alle sehnen? Dass die Dinge, die wir in unserem Leben tun Bestand haben? Woher kommt diese Sehnsucht? Warum sehnen wir uns nach Ewigkeit, wenn es sie doch eigentlich nicht gibt? Die Antwort ist leicht: Gott hat uns diese Sehnsucht ins Herz gelegt, es ist ein weiterer Hinweis auf Ihn. Er möchte unserem Leben Ewigkeit geben. 
Ich habe dieses Angebot dankend angenommen und freue mich darauf, aber vor allem hoffe und bete ich, auch Du wirst diese Ewigkeit erleben.

Ich möchte am Ende mal noch etwas erwähnen, was ich vielleicht bisher noch nicht getan habe. Ich habe diesen Blog, wie schon geschrieben, als Zeugnis ins Leben gerufen und zwar nicht nur, damit Leute, die mich kennen, verstehen, wer oder was plötzlich in mich gefahren ist, sondern auch um sie ins Grübeln zu bringen. Gleichermaßen gilt das für Leute, die mich nicht kennen. Falls sich einer von Euch tatsächlich fragt, ob an Gott etwas dran ist, will ich an dieser Stelle mal gesagt haben, dass es einen einfachen Weg gibt, das heraus zu finden: BETEN bzw. sich mit Gott beschäftigen, ihn suchen.
Gott sagt:

"Ja, wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, will ich mich von Euch finden lassen." (Jeremia 29,13)

Ich habe das selbst erlebt! Wenn Du wissen willst, ob Gott existiert, dann such ihn. Er wird sich von Dir finden lassen, das ist sein Versprechen! 
Oft ahnen wir, dass da noch mehr ist zwischen Himmel und Erde als das Offensichtliche, aber wir wollen aus Angst nicht weiter danach forschen. Aber ich will Dir Mut machen, trau Dich! Gott wird Dich nicht ins Leere laufen lassen, sondern sich Dir zeigen und Dir ein Leben in Fülle schenken. Du wirst keinen Christen finden, der es bereut, zu Gott gefunden zu haben, weil Gott wunderbar, großartig und liebevoll ist.

Danke Gott, dass Du Vater, Freund, Vertrauter, Beschützer, Ratgeber und so vieles mehr in nur einer Person bist. Danke, dass Du uns in der Autorität des ewigen Vaters ewiges Leben schenkst und als Retter für uns ewige Vergebung erwirkt hast. Und danke, dass Du Dich finden lässt, von dem, der Dich von ganzem Herzen sucht, dem, der sich aus tiefster Seele nach Dir sehnt. AMEN.

Dienstag, 8. Oktober 2013

ALPHA-Kurs X - Welchen Stellenwert hat die Kirche?

Falls jemandem die letzten beiden Posts etwas lieblos vorkamen, muss ich ihm Recht geben. Das liegt daran, dass ich zwar die Themen des ALPHA-Kurses mit heute noch abschließe, aber eigentlich liegen mir ganz andere Sachen auf dem Herzen. Vermutlich wird auch dieser Post nicht der Oberreißer, aber das Gute ist, der ALPHA-Kurs ist dann durch;)
Welchen Stellenwert hat nun die Kirche? Ich schätze, dass ist wieder so ein Thema, an dem sich die Geister scheiden. Ich persönlich würde es zunächst einmal umformulieren und fragen: Welchen Stellenwert hat die Gemeinde?
Ich geb zu, ich hab keinerlei Erinnerung mehr an diesen ALPHA-Abend, aber ich sag euch gern, welchen Stellenwert die Gemeinde bei mir hat.
Mit dem Christsein ist es eigentlich wie mit allem: Einer allein ist ziemlich schwach. Wir alle brauchen jemanden, der uns, wenn wir zweifeln, aufbaut, jemanden, der uns anspornt, wenn wir motivationslos sind und auch jemanden, der uns runter holt, wenn wir vielleicht gerade mal über die Stränge schlagen oder uns gar irgendwo verrannt haben. 
Da Gott uns "nur" sein Wort hinterlassen hat und es manchmal schwierig ist, es zu verstehen, ist es gut, wenn man jemanden hat, mit dem man darüber reden und sich austauschen kann. Außerdem habe ich festgestellt, dass Gott verschiedenen Menschen verschiedene Dinge auf's Herz legt. So predigt der eine gern über unsere Identität in Jesus Christus und ein anderer über das Reich Gottes. Wichtig ist beides und so können wir nur in der Einheit, sozusagen als Leib Christi, wirklich Gottes Reich hier auf Erden erfassen.
Gott bzw. der Heilige Geist gibt auch jedem eine andere Gabe und so ergänzen wir uns im Glauben gegenseitig.
Was ich an der Gemeinschaft der Christen vor allem zu schätzen weiß, ist die Tatsache, dass man weiß, woran man ist und man, natürlich nach ausgiebiger Prüfung des Vorhandenseins des Heilgen Geistes, den Leuten Vertrauen kann. Christen (Und ich meine damit Herzenschristen, nicht Namenschristen) haben die 10 Gebote als Grundsatz und das ist doch irgendwie sehr entspannend. Hier hat man einfach noch Respekt vor der Ehe zum Beispiel und es werden einem keine Avancen gemacht, wenn bekannt ist, dass man in festen Händen ist. Das klingt banal, ist mir persönlich aber sehr wichtig, vor allem auch wenn man Leute neu kennenlernt.
Ich meine, meistens ist das unter Freunden auch bei Nichtchristen so, aber ich finde es total frech, wenn man neue Leute kennenlernt, der Beziehungsstatus bereits geklärt ist und dann trotzdem gebaggert wird ohne Ende. In was für einer Welt leben wir eigentlich? Das ist doch nicht normal!
Aber Gemeinde bedeutet natürlich noch wesentlich mehr, als einen sicheren Rahmen für uns Christen. Eine Gemeinde kann soviel mehr bewegen, als der Einzelne, nicht nur im weltlichen Sinne, denn Jesus sagt:

"Wenn zwei von euch auf Erden übereinkommen über irgend eine Sache, für die sie bitten wollen, so soll sie ihnen zuteil werden von meinem Vater im Himmel. Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte." (Matthäus 18, 19-20)

Das ist ein interessantes Versprechen: Wo immer zwei in Jesus Namen zusammen für etwas beten, wird Gott es erhören, weil Jesus mitten unter ihnen ist. Das ist Wahnsinn!
Und da wären wir bei einem Punkt, der mit am tollsten ist in einer Gemeinde:
Man kann dort über Gott reden! Alle haben das gleiche Verständnis von der Welt. Wenn es jemandem nicht gut geht, ist es selbstverständlich für ihn zu beten. Auch ist es selbstverständlich sich gegenseitig aufzubauen, statt runterzumachen. Das ist wieder etwas, das der Heilige Geist in mir verändert hat: Mein Humor ging früher fast nur auf Kosten anderer. Ich will nicht sagen, dass er das jetzt komplett nicht mehr tut, aber ich bin da jetzt sehr viel sensibler und versuche das auch zu vermeiden - "Fies" soll einfach keiner meiner Charakterzüge mehr sein. 
Es ist schön, wenn man mit Menschen so etwas Großes wie Gott teilt. Gottes Sicht auf die Welt macht uns alle zu Brüdern und Schwestern und das ist wundervoll! Wir sind nicht mehr allein. Wir versuchen nicht den Sinn des Lebens alleine zu suchen, wir haben ihn gemeinsam gefunden und es ist nicht für jeden etwas anderes. Wie Jan Sjoerd Pasterkamp mal sagte: 
"Truth is not a teaching, truth is a person!" Und da sind wir Christen uns einfach einig...mit Jesus:

"Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben." (Johannes 14,6)

AMEN.

Montag, 7. Oktober 2013

ALPHA-Kurs IX - Heilt Gott auch heute noch?

Heilt Gott auch heute noch? Eine sehr spannende und doch so simple Frage. Denn bereits im 2.Buch Mose 15,26 sagt Gott:


"Wenn du der Stimme des Herrn, deines Gottes, eifrig gehorchen wirst und tust, was vor ihm recht ist, und seine Gebote zu Ohren faßt und alle seine Satzungen hältst, so will ich keine der Krankheiten auf dich legen, die ich auf Ägypten gelegt habe; denn ich bin der Herr, dein Arzt!"

Und das galt bevor Jesus Christus für all unsere Schuld bezahlt hat. Wieviel mehr wird das wohl jetzt gelten?
Dummerweise war ich, als dieser Vortrag im ALPHA-Kurs gehalten wurde, noch immer bei meinen Großeltern an der Ostsee, so, dass ich hier nicht wirklich viel "Fachliches" beizusteuern habe. Aber Gott sei Dank(!) bin ich schon zweimal selbst Zeuge von Spontanheilungen nach Gebeten geworden und so werde ich einfach wieder mal Zeugnis geben. Doch vorab noch einige Überlegungen, die für mich die Frage "Heilt Gott auch heute noch?" mit einem klaren JA! beantworten.
Gott hat die Welt erschaffen, es sollte für ihn ein leichtes sein unseren Körper in seinen ursprünglichen Schöpfungszustand zurückzuführen, wenn irgendwas damit nicht stimmt.
Ich denke, die meisten Krankheiten sind seelische Belastungen, die sich irgendwann auf körperlicher Ebene manifestieren. Da Jesus jegliche Schuld und damit auch seelische Belastungen bereits beglichen hat, sollte der Glaube an Jesus Christus uns auch auf körperlicher Ebene befreien.
Der eine oder andere mag jetzt sagen: Wozu brauch ich Jesus, es gibt doch Ärzte! Ganz einfach: Ärzte können nur Symptome behandeln und das nichtmal immer, aber Jesus kann die Wurzel des Übels beseitigen! Ohnehin habe ich zum Thema Medizin und Gott eine recht gewagte These, denn irgendwie passt das beides für mich nicht recht zusammen. Wenn Gott alles kann und er auch alles tut, wenn ich ihn darum bitte, warum sollte ich dann zum Arzt gehen und mich behandeln lassen? Braucht es nicht lediglich das besagte Senfkorn Glauben um mich zu heilen?
Ich hol mal ein wenig aus:

"Und die Pharisäer traten herzu und fragten ihn, um ihn zu versuchen: Ist es einem Mann erlaubt, seine Frau zu entlassen? Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Was hat euch Mose geboten? Sie sprachen: Mose hat erlaubt, einen Scheidebrief zu schreiben und [seine Frau] zu entlassen. Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wegen der Härte eures Herzens hat er euch dieses Gebot geschrieben. Am Anfang der Schöpfung aber hat Gott sie als Mann und Frau erschaffen. "(Markus 10, 2-6)

Schon einmal hatte Gott für uns Un- oder Kleingläubige bzw. Hartherzige einen Kompromiss geschaffen, ich denke, ähnlich verhält es sich auch mit der Medizin. Die Medizin ist von Gott, aber ich glaube nicht, dass sie geschaffen wurde, damit wir uns als erstes an Ärzte wenden, wenn wir irgendetwas haben. Sondern sie wurde geschaffen für jene, die Gott zu wenig Vertrauen, deren Herzen zu hart und damit nicht empfänglich für Gottes grenzenlose Liebe sind. Gott sollte immer die erste Wahl sein, er allein kann Wunder vollbringen und er braucht dazu keine Ärzte. Wie gesagt, das ist meine persönliche Theorie. Und ich kann euch auch sagen, dass ich trotzdem gelegentlich zum Arzt gehe, aber ich bin mir auch bewusst, dass ich das nicht müsste, wenn ich Gott genug vertrauen würde. Das ist natürlich leichter gesagt als getan, ich weiß, selbst wenn man, wie ich, bereits Heilungen erlebt hat und auch schon von zahlreichen Heilungen gehört hat.
Hier nun meine Geschichte bzw. zunächst die meiner Tochter:
Meine Tochter hatte mit Einführung von fester Nahrung sehr sehr starke Verdauungsprobleme. Sie konnte nicht ohne Hilfe Stuhl absondern. Schon als sie noch vollgestillt wurde, hat sie nur ein- bis zweimal in 14 Tagen eine volle Windel gehabt. Aber erst mit Beginn des Breis wurde das ein wirkliches Problem. Zunächst versuchte ich das ganze selbst in den Griff zu kriegen mit "Fiebermessen", Kümmelzäpfchen, Fenchel-Reis-Brei, aber nichts half. Die Kleine aß so gern schüsselweise Brei in sich hinein, aber nie kam etwas davon in ihre Windel. Also ging ich zum Arzt. Der gab mir Glycerin-Zäpfchen, aber die waren so aggressiv, dass die Kleine einen blutend wunden Po bekam. Eine andere Ärztin empfahl Lactulose-Sirup und balaststoffreiche Kost, aber auch das half nichts. Meine Tochter kackte höchstens einmal die Woche und das auch nur mit Fremdeinwirkung. Das zog sich über mehrere Monate und egal, was ich versuchte, es wurde einfach nicht besser. Dann hieß es in meiner Gemeinde, es gäbe einen Heilungsgottesdienst mit einem Pfarrer aus dem Kongo. Da dachte ich, damals noch kein Christ, das klingt lustig und schaden kann es auch nicht. Ich schleppte meine Tochter dorthin und wollte mir eigentlich nur mal anschauen, ob das so abläuft, wie man es aus Ami-Filmen kennt: JA, das tut es. Es war wirklich krass und ich fragte mich oft, ob die alle eigentlich einen Schaden hätten. Nunja, trotz meiner zahlreichen Zweifel betete ich mit und ließ diesen Gottesdienst über mich ergehen. Dann ging ich mit meiner Tochter nach Hause, legte sie ins Bett und die Sache war für mich abgehakt. Am nächsten Morgen hatte meine Tochter eine volle Windel und ab diesem Morgen auch jeden darauffolgenden Morgen. Mir war dieses Wunder damals nicht so richtig bewusst, aber tatsächlich war ab dem Tag nach diesem Heilungsgottesdienst ihr Verdauungssystem vollständig in Takt. Es war so eine Befreiung für mich, dass die Kleine endlich ordentlich kacken konnte und ich mir keine Sorgen machen musste, wie man das jetzt in den Griff kriegen würde, echt WUNDERVOLL! Gott sei Dank! Und als neulich eine Freundin mich wegen dem Kind ihrer Schwester fragte, welches anscheinend ähnliche Probleme hatte, empfahl ich ihr einfach einen Heilungsgottesdienst;)
Heilung Nummer 2:
Es war ein Sonntag. Bereits früh beim Aufstehen hatte ich ziemlich starke Rückenschmerzen, was mich allerdings nicht davon abhielt zum Gottesdienst zu gehen. Zuhause angekommen, nach dem Mittagsschlaf waren die Schmerzen noch schlimmer. Sie waren gar nicht permanent da, aber bei bestimmt Bewegungen wirklich richtig fies. Abends gab es noch einen Lobpreisgottesdienst, den ich ebenfalls besuchte und nachdem man für sich beten lassen konnte. Da mich nun eben diese Rückenschmerzen schon den ganzen Tag plagten, dachte ich, ein Gebet kann nicht schaden. Ich ging hin, zwei Christen beteten für mich und fragten mich anschließend, ob es besser sei. Ich merkte nichts, aber im Stand war es e nicht so schlimm, also machte ich ein paar kleine Verrenkungen und ich war echt beeindruckt: Da tat nichts mehr weh! Der Schmerz war wie weggeblasen. Ich kann das bis heute noch nicht ganz glauben, denn obwohl Gott die Welt geschaffen hat, zweifeln wir ihn bei so geringen Belangen doch an. Aber Gott ist größer und Jesu' Kraft ist in den Schwachen mächtig (2.Korinther 12,9)!
Deshalb rate ich euch vor eurem nächsten Arztbesuch erstmal zu beten und Gottes Heilung im vollen Glauben anzunehmen und ihr werdet Staunen, welche Wunder Gott an Euch vollbringt. Wir dürfen Großes von Gott erwarten!:)

Seid geheilt im Namen Jesu Christi,
AMEN.

Sonntag, 6. Oktober 2013

ALPHA-Kurs VIII - Der Heilige Geist

Im Verlauf des ALPHA-Kurses, der immer Mittwochabend stattfand, gab es auch einen sogenannten "ALPHA-Tag". Das war ein Samstag, 10-15 Uhr, und das Thema war, ihr ahnt es: Der Heilige Geist.
Dieser ALPHA-Tag wurde angepriesen als einer der wichtigsten des ALPHA-Kurses und man sollte, wenn möglich, unbedingt dabei sein. Im Nachhinein betrachtet, war eigentlich die Tatsache, dass ich daran teilnehmen konnte, das Spannendste an diesem ALPHA-Tag;)
Ich wollte eigentlich an diesem Samstag mit meinen Kindern und meinen Eltern in den Urlaub fahren. Das war alles auch schon super durchgeplant. Wir wollten früh um 10 Uhr los, so dass wir dann gegen 15 Uhr bei meinen Großeltern an der Ostsee gewesen wären. Dummerweise fiel mir erst eine Woche vor dem ALPHA-Tag ein, dass diese beiden Termine kollidierten. Ich überlegte, wie ich das regeln konnte und hatte mich eigentlich schon damit abgefunden, dass ich nicht zum ALPHA-Tag gehen konnte, da kam mir die Idee, dass meine Eltern mit meinem Sohn schon vorfahren könnten und ich mit meiner Tochter mit dem Zug hinterher käme. Das klingt jetzt alles sehr simpel und unspektakulär, aber ich hatte gerade Geldmangel und dieses Zugticket passte eigentlich nicht gut in mein Budget. Außerdem traute ich mich nicht meine Eltern zu fragen, ob sie später fahren würden, weil sie es sowieso schon doof fanden, sich nach uns richten zu müssen und dann noch nur wegen meines gerade ausgebrochenen Interesses an Gott später zu fahren,...ich fürchtete, das würde zuviel. Also schlug ich ihnen diese Zuggeschichte vor und alles war dann soweit klar. Am Freitag, einen Tag vor dem ALPHA-Tag, rief mich meine Mama an und sagte mir, sie hätte kein gutes Gefühl dabei, wenn ich alleine mit meiner kleinen Tochter zugfahre und sagte, meine Eltern hätten sich überlegt nun doch später zu fahren und mich mitzunehmen. DANKE JESUS! Wie geil war das denn bitte? Ich konnte am ALPHA-Tag teilnehmen, mit meinen Eltern mitfahren und musste kein teures Zugticket kaufen. Grandios!:)

Doch nun zum Heiligen Geist:

Wer ist der Heilige Geist? Mmh, gar keine so leichte Frage. Wir Christen glauben an einen dreieinigen Gott, einen Gott, der Vater, Sohn und Heiliger Geist zur gleichen Zeit ist und schon immer war. Der Heilige Geist war bereits an der Schöpfung beteiligt:
"Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde. Die Erde aber war wüst und leer, und es lag Finsternis auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über den Wassern. " (1.Mose, 1-3)
Der Heilige Geist war aktiv in verschiedenen Menschen vor Jesus und Jesus dann versprach seinen Jüngern und allen die nach ihm sich zu ihm bekennen würden, dass er seinen Heiligen Geist auf sie gießen würde.
Das klingt irgendwie erstmal ganz schön kompliziert und abgehoben, besser ist vielleicht, zu klären, was der Heilige Geist tut?
Er stattet uns mit der Vollmacht aus im Namen Gottes zu wirken. Die Jünger haben nach Jesu' Auferstehung gewartet bis zu Pfingsten der Heilige Geist sie mit aller Macht ausstattete, das Evangelium in der Welt zu verkünden und im Namen Gottes Wunder zu tun. Der Heilige Geist ist Gottes Wegweiser, er sagt uns, was falsch und was richtig ist, er ist sozusagen unser Gewissen. Aber er ist noch viel mehr als das: Er schließt uns, wie schon erwähnt, Gottes Wort auf, er hilft uns zu beten und die "richtigen Worte" zu finden, er gibt uns den Mut und das Bedürfnis anderen von Jesus Christus zu erzählen und er erfüllt uns mit Gottes Liebe. Wo immer die Liebe Gottes wirkt, da wirkt auch sein Heiliger Geist:) Der Heilige Geist verändert einen einfach, jeden auf eine andere Art und Weise, ich habe bereits mehrmals geschildert, was er an mir schon so verändert hat. Der Heilige Geist macht mich zu einem Nachfolger Jesu', wenn ich mich von ihm erfüllen lasse.


"Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden; so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen." (Apostelgeschichte 2,38)

Der Heilige Geist stattet uns auch mit besonderen Gaben aus, die natürlich alle der Errichtung von Gottes Reich schon jetzt hier auf Erden dienen.
Eine besondere Gabe wurde am ALPHA-Tag behandelt und die hat mich gleichermaßen verwirrt wie beeindruckt: Das Sprachengebet.
Als die Apostel zu Pfingsten den Heiligen Geist empfingen, passierte Folgendes:

"Und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen auszusprechen gab. " (Apostelgeschichte 2,4)

Die Apostel fingen plötzlich an in anderen (irdischen als auch himmlischen) Sprachen zu sprechen. Es standen viele "Ausländer" um sie herum und wunderten sich, dass die Apostel ihre Sprache sprechen konnten.
Diese Gabe haben nicht nur die Apostel damals bekommen, sondern der Heilige Geist gibt sie uns auch heute noch. Das ist eine sehr interessante Sache: Leute fangen plötzlich an in einer Sprache zu beten, die sie selbst nicht kennen und sie wissen auch selbst nicht, was das bedeutet. Aber Gott weiß es natürlich und wenn dieses Sprachengebet in einer Gemeinschaft gesprochen wird, gibt es auch immer jemandem, dem der Heilige Geist die Übersetzung eingibt und so betet man quasi gemeinschaftlich. Genau das wurde dann am Ende des ALPHA-Tages gemacht, aber ich gebe zu, ich konnte damit an dem Tag nichts anfangen. Leute beteten der Reihe nach irgendwelches Zeugs, dass man nicht verstand, dann wieder auf deutsch, dann wieder in, was weiß ich, welcher Sprache und so weiter und so fort. Das alles wirkte irgendwie abgesprochen, irgendwie aber auch nicht. Es war auch ein bisschen unheimlich, aber gegen Ende dieses Sprachengebets wurde ich krass vom Heiligen Geist berührt - man kann das nicht beschreiben, es war ähnlich wie zu dem Gottesdienst am 9.12.2012 und so wusste ich dann, dass das alles nicht nur Humbug war, aber was es war, das wusste ich nicht:D

Glücklicherweise weiß ich es heute besser. In meinem Hauskreis wird auch oft in Sprachen gebetet und natürlich hab ich da nochmal nachgefragt, was genau das soll: Es ist ein Gebet eingegeben vom Heiligen Geist. Manchmal dient es der Anbetung, manchmal aber auch einfach dem persönlichen Gebet mit Gott und zwar so, dass es niemand außer Gott verstehen kann, auch und vor allem die Gegenseite nicht. Das Sprachengebet hat auch eine besondere emotionale Komponente, aber man kann ja viel erzählen ohne es selbst zu erleben. Ich fragte meinen Hauskreis, wie man die Gabe in Sprachen zu beten bekäme und sie sagten etwas, worauf ich auch selber hätte kommen können: Du kannst Gott darum bitten. Dann sagte ich, okay, dann mach ich das zuhause mal und sie sagten sofort, sie könnten auch jetzt schnell für mich darum bitten. Ein 3-Sekunden-Gebet und ich hatte diese Gabe. Total abgefahren. Ich hatte mich vorher immer angestrengt doch auch mal irgendwelche fremden Wörter in meinem Kopf zu haben, aber da war nichts und jetzt fließen sie ganz ohne Konzentration aus mir heraus. Konzentration blockiert das Ganze sogar, hatte ich das Gefühl. Der eine oder andere mag jetzt Angst vor dieser Gabe haben, dass plötzlich unkontrolliert merkwürdige Worte entweichen, aber so ist das nicht. Man ist die ganze Zeit völlig klar und sich der Worte bewusst, die man sagt, aber man weiß eben nicht, was sie bedeuten, das heißt aber nicht, das sie einen nicht unglaublich berühren können!

Ich fürchte, mein Post über den Heiligen Geist ist absolut unvollständig und wenig aufschlussreich, aber das ist auch ein sehr schwieriges Thema. Ich halte den Heiligen Geist besser für erfahr- als erzählbar. Er wirkt eben in uns, wenn wir uns zu Jesus bekehren, er ist es, der uns Berge versetzen und die Dinge mit Gottes Augen sehen lässt. Ich schätze, ihr müsst ihn einfach selbst erleben, wenn ihr mehr über ihn wissen wollt!

In diesem Sinne bete ich, das genau DICH der Heilige Geist erfüllen möge,
AMEN.


Dienstag, 1. Oktober 2013

Exkurs - Man kann es auch übertreiben!

Weil ich diesen Satz schon des Öfteren gehört habe und weil ich dazu heute viele Gedanken im Kopf habe, dachte ich mir, ich mach mal eine kleine Pause vom ALPHA-Kurs und widme mich der Frage, ob man es mit Gott übertreiben kann?
Ich habe dazu eine ganz klare Antwort: NEIN!

Was soll denn das bedeuten, "es übertreiben"? 
Das Einzige, was ich derzeit tue, ist, zu versuchen auf Gottes Stimme zu hören und den Mut aufzubringen, ihr auch zu folgen und zwar ohne Rücksicht auf eventuelle Konsequenzen.

Das mag jetzt für Einige vielleicht ein bisschen fantastisch klingen, aber wir dürfen nicht vergessen, worum es hier geht: Es geht um Millionen Menschen, die auf EWIG verloren gehen, wenn wir sie nicht mit der Liebe Jesu`in Berührung bringen. Das mag in unserem Alltag manchmal in Vergessenheit geraten, aber das darf es eigentlich nicht! Es sollte uns vor lauter Pseudoproblemen in unserem Leben nicht egal sein, ob unser Nachbar, unsere Eltern oder unser Ehemann schon zu Jesus gefunden haben. Es sollte für uns das Wichtigste sein!

Wie ich diesen Sonntag treffend in einer Predigt hörte, heißt Christsein nicht, dass wir uns zu Jesus Christus bekennen, uns unser ewiges Leben sichern und fertig. Nein! Gott hat uns beauftragt auch allen anderen Menschen klar zu machen, dass es hier nicht um eine banale Glaubensfrage geht, sondern um ihr LEBEN!

"Und er [Jesus] sprach zu Ihnen: Geht hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium der ganzen Schöpfung. Wer glaubt und getauft wird, der wird gerettet werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden." (Markus 16, 15-16)

Gleichgültigkeit gegenüber anderen Menschen kommt nicht von Gott! Jesus ist gestorben um jeden Einzelnen auf dieser Welt zu retten und jeder, der gerettet ist, ist in Jesus Christus und er in ihm. Wir alle sind folglich Retter und Erlöser dieser Welt, wir sind es durch Jesus Christus. 

Ich bin der festen Überzeugung, dass jeder von uns die Stimme Gottes laut genug hört, aber leider traut sich nicht jeder auch danach zu handeln. Die Frage der Nachfolge Jesu´ist darum auch eine Vertrauensfrage: Vertraust Du Gott genug um ihm zu folgen? Hast Du Angst, was passieren könnte, wenn Du das tust? Glaubst Du nicht, dass Gott alles zum Besten lenkt, wenn Du ihm folgst? Auch Zweifel kommen NICHT von Gott.

Ablenkung, Angst, Zweifel, Gleichgültigkeit... das alles sind Werkzeuge um zu verhindern, dass wir unserer Berufung folgen. Aber Gott ist stärker und viel viel größer! Ich möchte jeden ermutigen, es einfach zu wagen und dem Ruf Gottes zu folgen. Ich hab es bisher nie bereut!

Jesus sagt:
"Habt acht und hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer!" (Matthäus 16,6)

Ich glaube, es geht hier nicht nur darum, dass Sauerteig, wenn er einmal in irgendeinen Teig hinein kommt, den ganzen Teig durchsäuert, viel gefährlicher ist die Tatsache, dass Teig, der nur rumsteht und nicht weiter verarbeitet wird, ebenfalls sauer wird. Christen, die stillstehen und sich nicht auf dem Weg der Nachfolge bewegen, werden selbst zu Sauerteig. Wir müssen uns täglich prüfen, bewusst in die Gegenwart Gottes bewegen und uns von ihm gebrauchen lassen, sonst sind wir nicht besser als die Pharisäer.

"Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, welcher die Heuchelei ist!" (Lukas 12,1)

Es ist Heuchelei zu sagen, wir glauben an das Wort Gottes, wenn wir auf der anderen Seite nicht danach handeln. Es ist auch Heuchelei, wenn wir sagen, wir glauben daran, dass Jesus die Sünde besiegt hat, wenn wir uns auf der anderen Seite von ihr beherrschen lassen.
Unser Gott ist ein lebendiger Gott, darum lasst uns lebendige Christen sein!
Nichtchristen meinen oft, als Christ hat man es ziemlich einfach. Man lehnt sich zurück und lässt Gott alles machen. Aber genau das Gegenteil ist der Fall, denn Gott gab uns den freien Willen. Es ist unsere Entscheidung, ob wir nach seinen Worten handeln oder nicht, aber wenn wir es tun, können wir sicher sein, dass Gott sein Wort auch hält!

"Wer jedoch dem Herrn vertraut, den wird Gottes Güte umgeben. " (Psalm 32,10)

Kann man es mit Gott übertreiben? AUF KEINEN FALL! Man kann es höchstens untertreiben. Jesus ist gekommen für die Bedürftigen:

"Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken! "(Matthäus 11,28)

Und bedürftig sind alle, die Gottes Liebe noch nicht erkannt haben! Ich bete dafür, dass das Feuer der Liebe Gottes in jedem Menschen entfacht wird. Vor allem, dass es in denen NEU entfacht wird, die es schon einmal gespürt haben - es ist eure Entscheidung wie weit ihr den "Flammenherd" aufdreht;)

"Ja,wenn Ihr Mich von ganzem Herzen sucht, will Ich Mich von Euch finden lassen." (Jeremia 29,13)

AMEN.

PS: Ich hoffe, es ist nicht falsch rüber gekommen: Ich klage niemanden an, ich selbst bin oft getrieben von Angst und Zweifeln, aber wenn ich darüber hin weg komme, passieren immer so wundervolle Dinge, dass ich Euch ermutigen möchte, das auch zu tun. Und wir sollten nicht erhaben darüber sein, uns selbst zu prüfen, denn Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall:/







Samstag, 28. September 2013

ALPHA-Kurs VII - Wie widerstehe ich dem Bösen?

Gegen Ende nochmal ein ganz heißes Thema: Das Böse!
Hier scheiden sich sogar unter Christen die Geister. Die einen "glauben" an Satan, die anderen leugnen ihn.
Ich muss zugeben, auch ich war am Anfang eher ein Schön-Wetter-Christ. Es ist ja auch viel angenehmer sich nur auf das Gute zu konzentrieren und das Böse auszublenden. Das war schließlich schon immer meine Bewältigungsstrategie für das Leben. Aber dann kam dieses Thema im ALPHA-Kurs auf und ich hörte einige krasse Geschichten. Ich dachte an meine früher stark ausgeprägte Angst vor Übernatürlichem, vor allem im Dunkeln und als dann frisch nach meiner Bekehrung auch noch einige merkwürdige Dinge passiert sind, konnte ich die andere Seite nicht mehr ignorieren.
Ich gebe zu, das wird für Nichtchristen jetzt wahrscheinlich erstmal das abgefahrenste Thema. War es selbst für mich.
Die meisten Nichtchristen entgegnen einem Christen, wenn er versucht ihnen Gott nahe zu bringen: 
"Und wenn es diesen tollen Gott gibt, warum lässt er dann Kinder in Afrika verhungern und lässt Naturkatastrophen zu, wo tausende von Menschen sterben?"
Diese Frage ist tükisch. Nicht, weil man sie nicht beantworten könnte, sondern weil sie nicht mit einem Satz zu beantworten ist. Nicht umsonst war dieses Thema recht weit hinten im ALPHA-Kurs platziert.
Wann immer ich Antworten gab wie: "Gott gab dem Menschen einen freien Willen." wurde das verständlicherweise abgetan mit: "Ja, war ja klar. Alles Gute kommt von Gott und an den schlechten Dingen sind wir selber schuld."
Ich gebe zu, es klingt plump. Es klingt so einfach, dass man es sich ausgedacht haben muss. Aber letztendlich ist es die Wahrheit, wenn auch nur die halbe.
Mittlerweile beende ich eine Diskussion über Gott an diesem Punkt, wenn ich einen Diskussionspartner habe, der ohnehin nur kontra geben will. Wer aber tatsächlich dafür offen ist, sich die Antwort erklären zu lassen, dem würde ich wohl folgendes erzählen:
Gott gab dem Menschen einen freien Willen. Aber warum eigentlich? Mike Chance, ein wirklich toller Prediger, hat da für mich einiges Licht ins Dunkel gebracht, denn ich habe mich das ehrlich gesagt, auch immer gefragt.
Gott ist Liebe und Liebe ist Freiheit. Wenn Gott uns als Roboter geschaffen hätte, die ihm blinden Gehorsam leisten, hätte das nichts mit Liebe zu tun. Ich hole solche Sachverhalte immer gern auf unsere menschliche Ebene runter: Wenn wir unsere Kinder zwingen würden zu tun, was immer wir für richtig halten, wie könnten sie sich dann frei entwickeln und frei entfalten? Und wieviel Freude hätten wir an ihnen, wenn sie uns nur aus Zwang gehorchen würden? Ist es nicht das Tollste, wenn wir merken dass unsere Kinder unsere Werte annehmen, unsere Wege gehen unsere Ratschläge befolgen, ganz ohne dass wir sie zwingen? Und ist es nicht das, was unsere Beziehungen ausmacht? Die Freiheit?

"Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich." (1.Mose 1,26)

Wir sind das Ebenbild Gottes und ich glaube, alles was wir als Menschen in uns haben, hat Gott in perfekter Weise als Eigenschaft in sich. Wenn nun also unsere menschliche Liebe schon nur mit Freiheit funktioniert, dann MUSS notwendigerweise Gottes perfekte Liebe auch die absolute Freiheit beinhalten.
Diese Freiheit hat Gott aber nicht nur uns Menschen gegeben, auch seinen Engeln. Traurigerweise hat einer von ihnen sich gegen Gott entschieden bzw. gegen ihn rebelliert und Gott hat diesen Ungehorsam bestraft und ihn verstoßen. Ich finde, die Tatsache, dass Gott Satan an dieser Stelle nicht vernichtete, sondern ihn nur verstieß, zeugt wiedermal von Gottes Gnade und seiner grenzenlosen Liebe, aber hätte er es mal getan, denn seither treibt eben dieser sein Unwesen unter uns Menschen.

Wenn man sich anschaut, was auf der Welt so geschieht und vor allem, wenn man an Gott glaubt, dann muss einem eigentlich bewusst werden, dass es auch eine andere Seite gibt: Neid, Korruption, Mord, Vergewaltigung... ich könnte ewig weiter aufzählen. Das alles kann doch nicht von Gott kommen. Nehmen wir die Bibel beim Wort, dann ist Gott ein Gott der Liebe und die aufgezählten Dinge haben mit Liebe nichts zu tun bzw. eigentlich haben sie das indirekt schon. Sie haben etwas mit dem Fehlen von Liebe zu tun. Aber es ist nicht so, dass Gott die Menschen, die solche Dinge tun, nicht auch lieben würde, nein, vielmehr ist es so, dass uns eingeredet wird, dass wir nicht geliebt werden und diese Lüge hat gravierende Folgen. Und egal in welchem Zusammenhang und mit welchen Worten sie formuliert wird, es ist doch immer wieder dieselbe Lüge. Ich wage mal zu behaupten, was auch immer schief geht in dieser Welt, ist die Folge des Irrtums, dass Gott uns nicht liebt. Und zum Beispiel die Tatsache, dass Naturkatastrophen passieren und Gott scheinbar nichts dagegen unternimmt, soll das nur untermauern.
Ich als Christ, sage speziell an dieser Stelle: Ich gehe nicht davon aus, dass der Tod mein Ende ist. Es gibt für mich also wesentlich Schlimmeres!

Wie hätte sich nun der Teenager, der sich von allen missverstanden fühlte und Amok gelaufen ist vor dieser Lüge schützen können?
Wie hätte ein Bankräuber, der der Meinung war, Gott versorgt ihn nicht genug und er sollte sich lieber selbst absichern, sich vor dieser Lüge schützen können?
Wie hätte die Mutter, verlassen vom Mann, schwanger und voller Zweifel, ob sie dieses Kind versorgen könne mit Liebe gleichermaßen wie mit Geld, und so mit Scham behaftet, dass sie ihr Neugeborenes in eine Mülltonne warf sich vor dieser Lüge schützen können?

Ich weiß, das sind krasse Beispiele, aber ich bin der festen Überzeugung, dass das Vertrauen auf Gott sie alle hätte retten können!

Der Schutz vor dieser Lüge wird im Epheserbrief 6,11-17 beschrieben:

"Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr standhalten könnt gegenüber den listigen Kunstgriffen des Teufels; 
denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen [Mächte] der Bosheit in den himmlischen [Regionen]. 
Deshalb ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr am bösen Tag widerstehen und, nachdem ihr alles wohl ausgerichtet habt, euch behaupten könnt. 
So steht nun fest, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit, und angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit, 
und die Füße gestiefelt mit der Bereitschaft [zum Zeugnis] für das Evangelium des Friedens. 
Vor allem aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt, 
und nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist."

Die Waffenrüstung Gottes. Ein fantastisches Bild, wie ich finde. 
Der Gürtel der Wahrheit:
Die Wahrheit ist Gottes Wort. Und Gottes Wort ist Jesus Christus: 
"Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. [...]
Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit." (Johannes 1, 1.14)
Jesus selbst sagt:
" Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben!" (Johannes 14, 6)
Und was heißt das für uns? Es heißt, dass wir uns immer bewusst sein sollten, dass Jesus für uns gestorben ist. Alle unsere Sünden sind bereits vergeben, wenn wir den WEG mit Jesus gehen und ihm vertrauen. Das ist die WAHRHEIT. Durch Jesus hat Gott uns das ewige LEBEN geschenkt. Er liebt uns, er hat uns vergeben und wir werden wieder bei ihm sein!

Der Brustpanzer der Gerechtigkeit:
Es geht hier nicht darum, dass wir gerecht sein sollen, denn ein Brustpanzer dient nicht dem Angriff. Es geht hier um die Gerechtigkeit Gottes, die wir sozusagen zu unserem Schutz angezogen haben. Auch hier kommt wieder Jesus Christus ins Spiel. Er ist unsere Gerechtigkeit. Er hat alle Sünden, alle Schuld für uns auf sich genommen und wir sind durch ihn vor Gott unschuldig und gerecht!

Die Stiefel der Bereitschaft zur Verkündigung des Evangeliums:
Ich denke, das ist recht klar. Um Lügen aufzudecken, braucht es Menschen, die bereit sind, die Wahrheit zu verkünden.

Das Schild des Glaubens:
Auch das Schild dient zur Verteidigung, aber im Gegensatz zum Gürtel, dem Brustpanzer und den Stiefeln ist das nichts, was wir automatisch anhaben, sobald wir uns zu Jesus Christus bekannt haben. Das Schild des Glaubens muss gezielt eingesetzt werden. Dies lässt natürlich auch die Möglichkeit offen, dass wir den Zeitpunkt zur Verteidigung mit dem Schild verpassen, daher sollte es immer griffbereit sein. Wann immer man einen schlechten Gedanken hat, wann immer man einen schlechten Tag hat und das Gefühl, heute ist alles gegen mich, sollte man dieses Schild schnellstmöglich erheben. Wie ich schon an anderer Stelle geschrieben habe: "Meine Gefühle können mich täuschen, aber sein Wort ist SEIN Wort und er hält es!" Wann immer ich an der Liebe Gottes zweifle, tue ich gut daran, die Bibel aufzuschlagen und mich wieder davon zu überzeugen, dass Gott mich bedingungslos liebt, mit ALLEN meinen Fehlern.
"Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. 
Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde." (Johannes 3, 16-17)

Der Helm des Heils:
Der Helm ist fast der wichtigste Teil der Rüstung, denn er schützt unseren Kopf. Er schützt unseren Geist, unsere Lebensgrundlage. Ohne unseren Kopf könnten wir nichts. Nicht sehen, nicht hören, nicht reden, nicht denken - nicht leben! Und deshalb ist es wichtig unsere Gedanken, unsere Worte, unsere Blicke, unsere Ohren immer wieder zu "heilen" und zu schützen durch Jesus. Es ist wichtig unsere Gedanken zu prüfen und schlechte sofort zu verwerfen, sowohl über andere als auch über uns selbst. Wir sollten uns und andere immer mit den Augen Gottes sehen, mit den Ohren Gottes hören und vor allem sollten wir nur Worte sprechen, die uns Gott und NUR GOTT gegeben hat, dass wir sie einsetzen um andere Menschen zu ermutigen und sie zu "heilen".

Bleibt das Schwert des Geistes:
Der einzige Teil der Waffenrüstung, der dem Angriff dient. Das Schwert des Geistes ist das Wort Gottes, sowohl das Geschriebene, als auch das fleischgewordene. Aber ein Schwert führt man nicht ohne weiteres, es braucht Übung. Wir müssen lernen,es zu gebrauchen. Und am besten zeigen, kann uns das wohl derjenige, dem es gehört: Der Geist, Gottes Geist, der Heilige Geist. Ich erwähnte bereits, dass die Bibel zu lesen ohne den Heiligen Geist keinen Sinn macht. Im Gegenteil, man sieht, was dabei heraus kommt, wenn Leute ohne den Heiligen Geist versuchen das Schwert einzusetzen: Auch bestimmte Sekten behaupten, die Bibel als Grundlage für ihre Lehren zu nehmen, aber sie reißen Sätze aus dem Zusammenhang, lassen Passagen aus oder dichten etwas hinzu. Selbst Satan hat versucht Jesus selbst mit dem Wort Gottes zu versuchen:
"Darauf nimmt ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt und stellt ihn auf die Zinne des Tempels und spricht zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so stürze dich hinab; denn es steht geschrieben: »Er wird seinen Engeln deinetwegen Befehl geben, und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht etwa an einen Stein stößt«. 
Da sprach Jesus zu ihm: Wiederum steht geschrieben: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen!«" (Matthäus 4,5-7)
Hier wird deutlich, wie wichtig es ist, den Umgang mit dem Schwert zu üben bzw. im Klartext: die Bibel zu lesen. 
Wiederum ist das Schwert, weil es das Wort ist, auch Jesus Christus selbst. ER hat den Tod, die Sünde, alle Schuld bereits besiegt und das sollte uns immer klar sein. Wenn wir mit diesem Schwert angreifen, ist der Sieg bereits sicher, denn er ist schon geschehen! Das klingt irgendwie "Zurück in die Zukunft"-mäßig, aber es ist so!
Der Kreis schließt sich und es wird wieder einmal klar:
"Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun." (Johannes 15,5)
Jesus ist der WEG, die WAHRHEIT und das LEBEN! Man sollte meinen, so oft wie das gesagt wird, müsste es jeder wissen, aber man kann es nicht oft genug sagen: 
Gott liebt uns und hat uns durch Jesus Christus gerettet. Er kennt alle unsere Fehler und sie sind bereits vergeben. Wir können darauf vertrauen, dass Gott uns nicht verurteilen wird. Wir sind der Laib Christi und damit gerecht vor Gott, egal was wir getan haben. Gott liebt uns, Gott sorgt für uns. Das Einzige, was wir tun müssen, und das ist das Schwierige, ist, IHM VERTRAUEN und IHM FOLGEN!
AMEN.

Freitag, 27. September 2013

ALPHA-Kurs VI - Wie führt uns Gott?

Die Hälfte des ALPHA-Kurses war schon vorbei. Aber am 6.Abend folgte eine sehr spannende Frage: Wie führt uns Gott?
Noch jetzt bin ich selber immer wieder verblüfft wie Gott das tut. Durch Menschen, durch sein Wort, durch seinen Heiligen Geist und auch durch Umstände... aber widmen wir uns zunächst der Frage, warum wir uns von Gott überhaupt führen lassen sollten?
Viele Menschen, früher auch ich, haben ein Autoritätsproblem mit Gott. Sie möchten ihr Leben nicht jemandem anderen in die Hand geben. Auch ich neige noch immer dazu, alle Dinge unter Kontrolle haben zu wollen. Aber ich muss auch zugeben, ich genieße die Befreiung durch Jesus, die Dinge nicht unter Kontrolle haben zu müssen, denn das ist unmöglich! Genau genommen gibt es soviele Dinge, die ich einfach nicht unter Kontrolle habe, dass ich schlicht und einfach daran scheitern und vielmehr noch, daran verzweifeln würde, wenn ich nach wie vor den Anspruch hätte alles in meinem Leben unter Kontrolle haben zu wollen.
Dennoch, wir Menschen wollen immer alles alleine schaffen. Und wenn es schief geht, dann suchen wir allerlei Ausreden und klagen, wenn gar nichts anderes mehr hilft, Gott an!
Aber in Psalm 32,10 heißt es:

"Wer Gottes Weisungen in den Wind schlägt, der schafft sich Not und Schmerzen. Wer jedoch dem Herrn vertraut, den wird Gottes Güte umgeben. "

Und genau das ist der Grund, warum wir uns von Gott führen lassen sollten. Gott hat einen Plan für unser Leben und zwar den BESTEN! Er ist allwissend und daher der Einzige, der auch einen Überblick über alles hat. Wie können wir auch nur annähernd wissen, was das Beste für uns ist ohne das große Ganze zu sehen?
Wenn ich von einer Landkarte nur ein kleines Puzzleteil habe, wie sollte ich jemals daraus schließen können, wie ich zum Ziel komme? Vor allem, wenn ich das Ziel nicht einmal kenne? Ohne Gottes Führung irren wir durch die Welt. Klar können wir gelegentlich durch Zufall den richtigen Weg treffen, aber wer möchte dieses Risiko freiwillig eingehen, wenn es doch einen Weg gibt, der sicher zum Ziel führt?

"Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, auf dem du wandeln sollst; ich will dir raten, mein Auge auf dich richten. " (Psalm 32,8)

Gott möchte nicht, dass wir ziellos umher irren, er möchte uns den richtigen Weg zeigen. Das heißt nicht, dass wir immer nur tolle Dinge erleben werden, oder dass uns bspw. Trauer erspart bleiben wird, aber es heißt, dass Gott immer bei uns ist und dass er uns in Wüstenzeiten Trost und Frieden spenden wird. Darauf dürfen wir vertrauen.

Wie also führt uns Gott?
Ich hatte es schon erwähnt: Durch seinen Geist, durch sein Wort, durch Menschen und durch Umstände. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, aber dass sind die "Führungsmedien" Gottes, die ich bisher wahrgenommen habe.
Gottes Geist, würde ich behaupten, steht über allen anderen Dingen. Er lässt mich in Form meines Gewissens erkennen, was richtig und was falsch ist; er schließt mir in Gottes Wort Verse auf, dass ich sie als Weisung für meine persönliche Situation verstehen kann; er bringt Menschen dazu, mir zu sagen, was auch immer Gott mir gerade sagen will und er lässt mich auch Umstände und Situationen erkennen, die Gott mir gesandt hat.
Gottes Führung ist eine absolut spannende Angelegenheit, wenn man sich traut ihr zu folgen. Ich denke, vielen Christen fällt es schwer, Gottes Stimme zu erkennen. Ich bspw. zweifle oft, ob bestimmte Erkenntnisse, Gedanken oder Situationen von Gott gegeben sind oder nicht, aber ich glaube, man findet das nur heraus, indem man sich darauf einlässt.
Ich hatte eine Weile lang oft Impulse von Gott, denen ich aus Angst nicht gefolgt bin: Einer Oma die Einkaufstasche tragen, für einen Mann mit Krücken beten etc. Gott gibt mir ständig Impulse, aber ich zweifle meist solange, dass die Situation dann schon vorüber ist und ich nichts gemacht habe.
Ich hab mich dann immer bei Gott entschuldigt und mich irgendwie schlecht gefühlt, bis ich begriffen habe: Gott ist nicht böse auf mich, er tut das nicht für sich, sondern für mich und er lässt mir alle Zeit, die ich brauche.
Nun, ich brauchte einige Zeit, aber mittlerweile bin ich mutiger, ich habe mehr Vertrauen auf Gott und folge Impulsen ohne Angst vor den Konsequenzen:
Letztens fuhr ich abends um 10 Uhr nach Hause und dachte an Pizza, obwohl ich nicht den geringsten Hunger hatte. Wenig später kam ich an einer Pizzeria vorbei und hatte den Impuls, dass ich da mal reingehen sollte. Ich fuhr zunächst vorbei, denn ich dachte, dass ich vielleicht nur Appetit auf eine Pizza hatte und das kein gottgegebener Impuls war. Aber ich hatte keinen Hunger, ich hatte nichtmal Geld dabei und trotzdem hatte ich das Bedürfnis in diese Pizzeria zu gehen. Also drehte ich, schon vor meiner Haustür angekommen, nochmal um und sagte: "Okay Gott, diesmal folge ich diesem Impuls. Wenn Du sagst, ich soll da hin, dann geh ich da hin." Und so stieg ich aus und näherte mich der Pizzeria. Draußen vor der Tür standen der Chef und eine Mitarbeiterin und die beiden rauchten. Sie sagten mir, ich könne ruhig hinein gehen, aber ich erwiderte, ich hätte weder Geld noch Hunger. Ihr könnt euch vorstellen wie die beiden mich auf diesen Satz hin ansahen. Ich fragte sie, ob sie Christen seien, was sie verneinten und noch besser war ihr Blick nach meinem folgenden Satz: "Ich hatte irgendwie einfach den Impuls von Gott, dass ich hier mal herkommen sollte. Keine Ahnung, warum?" Ich sah sie fragend an. Die zwei schüttelten mit dem Kopf und sagten mir damit, dass sie auch nicht wüssten, was das jetzt soll. Ich sagte okay, wünschte ihnen noch einen schönen Abend und verabschiedete mich.
Ihr werdet jetzt denken: Was für eine sinnlose Geschichte? Kein tolles Beispiel dafür, dass die Führung Gottes einen mit "Gottes Güte umgibt". O doch! Denn bisher hatte ich mich immer vor den Konsequenzen gefürchtet. Was, wenn die Leute mich für irre hielten und mich total ablehnen würden? Das war passiert, aber ich hatte meinen Frieden damit. Mehr noch, ich fühlte mich toll nach diesem Erlebnis. Es war nichts Offensichtliches passiert, aber doch eine Menge unsichtbarer Dinge. Ich war zum ersten Mal Gottes Impuls gefolgt, hatte mich zum Deppen gemacht und mich nie besser gefühlt. Und obwohl ich dort nichts weiter getan hatte und mir hinterher auch überlegte, was ich alles hätte tun können, um mit den beiden bspw. ins Gespräch zu kommen, hatte ich diesmal nicht das Gefühl versagt oder Gott enttäuscht zu haben. Ich war und bin mir immer noch sicher, Gott allein weiß, wofür diese Situation gut gewesen ist. Manchmal reicht es, dass Gott Leuten ein Zeichen gibt, dass er da ist und an sie denkt, um ihr ganzes Leben zu verändern.
Wer wüsste das besser, als ich?;)
Und deshalb rate ich Dir:
Trau Dich! Folge den positiven Impulsen in deinem Alltag! Gott segnet Dich mit seiner Güte und seinem Frieden, wenn Du ihm vertraust!
Je öfter ich Impulsen folge, desto lauter nehme ich Gottes Stimme war und desto größer wird mein Vertrauen und mein auch Selbstbewusstsein. Es ist ein Abenteuer Gott die Führung zu überlassen, aber es ist der einzige Weg in unserem Leben gute Früchte zu tragen.
Wer Gottes Stimme nicht folgt, braucht sich nicht zu wundern, dass seine Wege von Gott nicht gesegnet sind. Gott möchte so gern, dass uns alles in unserem Leben gelingt und er kennt auch den richtigen Weg, aber wenn wir unseren eigenen Weg gehen wollen, lässt uns Gott ziehen. Er lässt uns "auf die Schnauze fallen" und eines ist sicher, wir werden fallen!

"Stolz kommt vor dem Zusammenbruch, und Hochmut kommt vor dem Fall." (Sprüche 16,18)

ABER Gott lässt uns nie allein und wenn wir fallen, ist Gott der, der uns die Hand reicht um uns wieder aufzurichten!

In diesem Sinne wünsche ich euch gesegnete Wege,
AMEN.

Dienstag, 24. September 2013

ALPHA-Kurs V - Wie kann man die Bibel lesen?

Abend Nummer 5, Thema: Die Bibel - Gottes kraftvolles Wort!
Früher konnte ich mit der Bibel nichts anfangen. Ich hab versucht sie zu lesen wie jedes andere Buch - von vorn. Großer Fehler! Und da sind wir auch schon mittendrin im Thema: Wie kann man die Bibel lesen?
Zunächst einmal sollte man sich wohl mit der Aufteilung der Bibel beschäftigen. Dass sie in Altes und Neues Testament aufgeteilt ist, wissen die meisten sicher, aber was genau heißt das eigentlich? Was ist denn der Unterschied? Ganz einfach: JESUS!;) 
Das alte Testament berichtet von der Zeit vor Jesus. Es umfasst 39 Bücher, die thematisch in Geschichtsbücher (1.Mose-Ester), Lehrbücher (Hiob-Hoheslied) und prophetische Bücher (Jesaja-Maleachi) eingeteilt sind. 
Auch das neue Testament ist thematisch so eingeteilt und besteht aus 27 Büchern:
Geschichtsbücher (Matthäus-Apostelgeschichte)
Lehrbücher (Briefe)
Prophetische Bücher (Offenbarung)
Aber im neuen Testament geht es um Jesus und die Zeit nach seinem "Tod". 
Und genau hier wird deutlich, warum es bei der Bibel nicht sinnvoll ist von vorn anzufangen. Die zentrale Figur im Christentum ist Jesus und daher sollte man dort anfangen, wo man etwas über ihn erfährt, nämlich im neuen Testament. Ich persönlich habe nach einigen Empfehlungen mit dem Markusevangelium begonnen, das soll das kürzeste sein. Parallel habe ich aber immer die entsprechenden Stellen im Matthäus- und im Lukasevangelium gelesen, so dass ich quasi alle drei Evangelien auf einmal geschafft habe. Das fand ich für mich persönlich auch ganz gut. Weil gerade schwierige Stellen manchmal bei einem der anderen Apostel besser aufgeschlüsselt wurden oder verständlicher formuliert und so konnte ich alles recht gut verstehen. Nebenbei habe ich mir immer noch Interpretationen der jeweiligen Kapitel durchgelesen, das gab manchmal noch einen anderen Blick auf das Geschriebene.
Was natürlich wichtig ist, um die Bibel zu verstehen, ist (und das mag überheblich klingen), dass man Christ ist oder zumindest mit dem Gedanken spielt, einer zu werden;) Ich hatte bereits erwähnt und es steht auch so in der Bibel geschrieben, dass Gott seinen Heiligen Geist über uns ausschüttet, wenn wir uns zu Jesus bekennen und ihm alle unsere Schuld und Sünden übergeben. Nun, der Heilige Geist ist maßgeblich daran beteiligt uns Gottes Wort aufzuschließen. Ohne diesen Schlüssel bleiben es nur leere Worte.
Ich habe, als ich damals im alten Testament begann die Bibel zu lesen, eigentlich nichts verstanden und es war mir auch egal, was da so drin stand. Für mich macht das Verständnis der Bibel auch eine emotionale Komponente aus. Seit ich Gott als meinen Schöpfer und vielmehr noch meinen liebenden Vater erkannt habe, möchte ich auch etwas über ihn erfahren. Und klar kann ich beten, ich kann mir auch seine Schöpfung ansehen, aber er hat eben auch etwas für mich hinterlassen. Ein Zeugnis, ein Bericht, wie er aus, in und mit Liebe diese Welt erschaffen hat, wie er mit angesehen hat, wie Satan sie zu Grunde richtet und wie die Sünde immer mehr seiner geliebten Kinder auf ihre Seite zieht und wie er uns ein für alle Male unschuldig macht, wie er uns gerecht spricht, in dem er seinen Sohn opfert und schlussendlich ein Ausblick, wie er seine ganze Schöpfung retten wird, zumindest die, die gerettet werden wollen und wie die Welt, wie wir sie kennen, untergehen wird um wieder in ihren ursprünglichen von Gott gedachten Zustand zurückzukehren, um wieder ein Ort der Liebe in der Gegenwart Gottes zu sein.
Wenn ich daran glaube, und das tue ich, und die Bibel lese, dann muss ich zugeben: Die Bibel ist das spannendste und überwältigendste Buch, das ich jemals gelesen habe!
Aus diesem Grund lese ich im Moment jeden Tag in der Bibel und es ist faszinierend, wie Gott jeden Gedanken, dem ich am Tag so nachhing, aufgreift, mir Fragen beantwortet und mich Schritt für Schritt jeden Tag einfach ein Stück mehr zu dem Menschen macht, der ich sein soll und der ich sein will.
Oft wird empfohlen vor dem Bibellesen zu beten, dass Gott einem das Gelesene auch aufschließen möge. Ich vergess das meist im Eifer des Gefechts (die Kinder singen, reden oder schreien in ihren Betten, parallel läuft Einschlafmusik und ich liege auf meinem Bett, schalte einfach ab bzw. meine Bibel-App an und versinke langsam im Wort Gottes;)), aber bisher hat Gott noch immer zu mir gesprochen durch die Bibel. Ich halte auch trotzdem Kontakt zu ihm. Ich frag ihn, was er mir wohl sagen will, denke nach über das Gelesene und erkenne meist, was der nächste Schritt für mich oder was die Antwort auf meine Frage ist.
Am Schluss danke ich Gott, weil es mich immer wieder überwältigt wie gut er mich kennt und wie er genau weiß, welches Thema mir gerade auf der Seele liegt, selbst wenn ich es nicht einmal selber weiß. Verrückt! 

Aber so ist Gott: Allwissend, allmächtig und allgegenwärtig! 
Er kennt jeden Einzelnen von uns und vor allem LIEBT er jeden Einzelnen von uns. Und deshalb gebührt ihm alle Ehre, alle Liebe, alles Lob! Er ist nämlich ein wundervoller Gott <3!
AMEN.

ALPHA-Kurs IV - Warum und wie bete ich?

Abend Nummer 4: Warum und wie bete ich?
Diese Frage ist in der Tat vielschichtiger, als man zunächst meint. Es geht hier nicht nur darum, die Frage eines Atheisten zu beantworten, auch ich als Christ frage mich manchmal, warum ich überhaupt für irgendetwas beten soll, da Gott doch seinen eigenen Plan hat. Ich hab da für mich aber eine ganz gute Lösung gefunden, auf die ich später nochmal eingehen werde;)
Warum also generell beten?
Weil das Teil einer guten Beziehung ist! Schon auf menschlicher Ebene, wo es sozusagen um gleichgestellte Partner geht, merken wir, das Kommunikation das Wichtigste überhaupt ist. Warum sollte das in der Beziehung zu Gott anders sein? Beten heißt nichts weiter, als mit Gott zu reden. Und selbst, wenn man weiß, dass Gott unser Herz bereits kennt, tut es gut, es ihm auszuschütten.
Ich glaube, das ist für viele Menschen der Hauptgrund zu beten: Es geht ihnen schlecht, sie erzählen es Gott und bitten um Hilfe. Und selbst Atheisten neigen in Extremsituationen dazu um Hilfe zu "beten". Aber die Kommunikation mit Gott auf Anklagen und Bitten zu beschränken wäre traurig.
Ich meine, Gott möchte, dass wir uns mit unseren Sorgen an ihn wenden:

"Alle eure Sorgen werft auf ihn; denn er sorgt für euch.", 

heißt es im 1.Petrus 5,7 und solch ein Gebet kann auch durchaus befreiende Wirkung haben, aber ich persönlich spreche am liebsten Dankgebete. Es ist so wunderbar, was Gott mir und allen Menschen auf dieser Welt geschenkt hat, wie könnte man Gott eigentlich nicht pausenlos danken?! Und die Erfüllung, die man spürt, wenn man sich bewusst macht, wofür man alles dankbar sein kann, ist unglaublich.
Wenn man immer nur jammert, vergisst man schnell die schönen Dinge und konzentriert sich nur noch auf die schlechten. Wenn man erst einmal damit angefangen hat, ist es auch schwer, da wieder rauszukommen. Ich war noch nie so. Ich fand es immer besser, mich auf die positiven Aspekte zu besinnen und jedes Mal, wenn ich das jetzt tue - und ich tue es noch viel zu selten! -, danke ich Gott dafür! Ich danke ihm, wenn ich aufwache und die Sonne scheint und ich danke ihm, wenn ich aufwache und es regnet, weil Regen ein Segen für die Natur ist und weil mein Sohn es liebt, in Pfützen zu hüpfen:)
Arne Elsen, ein christlicher Arzt aus Hamburg, verteilt an seine Patienten "Gebetswecker". Das sind im Grunde nur Pieper, die regelmäßig aller 10 Minuten piepen und einen daran erinnern sollen Gott zu danken. Alle 10 Minuten! Ich hab das mal 2 Tage probiert und abgesehen davon, dass erstaunliche Dinge passiert sind, hatte ich an diesen 2 Tagen auch ein sehr erfülltes Lebensgefühl, denn wenn man sich den ganzen Tag, egal in welcher Situation, bewusst macht, wofür man so dankbar sein kann, wie könnte man da auch nur annähernd schlechte Laune bekommen?
Gebet dient auch der bloßen Anbetung Gottes. Nicht, dass Gott das für sein Ego bräuchte, aber Gott einfach zu sagen, wie wundervoll er ist, wie groß und wieviel es uns bedeutet, dass er uns bedingungslos liebt, kann nicht verkehrt sein;)

Aber wie genau betet man denn nun?
Jesus hat uns da ein paar Tipps gegeben:

"5 Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler; denn sie stellen sich gern in den Synagogen und an den Straßenecken auf und beten, um von den Leuten bemerkt zu werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon empfangen. 

6 Du aber, wenn du betest, geh in dein Kämmerlein und schließe deine Türe zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir öffentlich vergelten. 
7 Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört um ihrer vielen Worte willen. 
8 Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen! Denn euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet. 
9 Deshalb sollt ihr auf diese Weise beten: 
Unser Vater, der du bist im Himmel! Geheiligt werde dein Name. 
10 Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden. 
11 Gib uns heute unser tägliches Brot. 
12 Und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldnern. 
13 Und führe uns nicht in Versuchung, sondern errette uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen. 
14 Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euer himmlischer Vater euch auch vergeben. 
15 Wenn ihr aber den Menschen ihre Verfehlungen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben." (Matthäus 6, 5-15)

Das Vaterunser ist ein wirklich kraftvolles Gebet, wenn man es nicht einfach nur so dahin sagt. Wir nennen Gott unseren Vater und sprechen ihm alles zu, was wir damit verbinden: Dass er uns als Vorbild dient, dass wir uns seiner bedingungslosen Liebe bewusst sind, dass wir uns wünschen, dass sein Wille geschieht, weil er das Beste für uns will und auch weiß, was das Beste für uns ist. Wir bitten ihn uns zu versorgen und alle Schuld und Sorgen von uns zu nehmen, so wie auch wir versuchen Schuld und Sorgen unseren Mitmenschen zu vergeben bzw. sie von ihnen zu nehmen. Und wir bitten ihn, alles Böse von uns fern zu halten, denn nur er kann das. Denn ihm gehört einfach alles und er besitzt die absolute Allmacht und alle Schönheit, alle Herrlichkeit gehört ihm und ist von ihm gemacht und zwar für und bis in alle Ewigkeit. Wie krass das ist, wenn man sich das bewusst macht. Ich krieg immer eine Gänsehaut bei "Dein ist das Reich und die KRAFT und die Herlichkeit in Ewigkeit." WOW!
Abgeschlossen wird das Gebet mit einem AMEN, was für mich immer ist, wie eine Briefmarke. Nicht, dass ein Gebet ohne Amen nicht ankommt, aber die Briefmarke auf einem Brief macht den Brief unumstößlich. Man kann nichts mehr zurücknehmen, wenn er erst frankiert auf dem Weg ist und so gibt man mit dem AMEN einfach nochmal sein JA! für alles Gesagte.

Wie sieht nun mein persönliches Gebet aus, wenn Gott doch weiß, was ich benötige, bevor ich es erbitte?
Ich erbitte eigentlich keine materiellen Dinge von Gott für mich. Ich denke, Gott hat einen guten, nein, den besten Plan für mein Leben und worum ich ihn in den unterschiedlichsten Situationen bitte, ist, mir zu offenbaren, was sein Wille ist. Mir den richtigen Weg zu zeigen und zwar so, dass ich es auch verstehe. Vor dem Bibellesen bete ich meist, vor allem dann, wenn mich eine Frage beschäftigt, dass Gott mir mithilfe seines Heiligen Geistes Erkenntnisse schenken möge, die mich weiterbringen.
Wenn ich ratlos bin oder in einer Sackgasse stecke, bitte ich Gott mir zu sagen, welchen Weg ich gehen soll. Klüger wäre natürlich, vorher zu fragen, um gar nicht erst in einem Sackgasse zu geraten, aber die Beziehung zu Gott und das Leben mit und Leben wie Jesus ist ein langer Weg und ich hab gerade meine ersten Schritte gemacht;)

Eigentlich ist es ziemlich egal, wie man betet. Ich hab festgestellt, das Wichtigste ist, mit dem Herzen dabei zu sein. Ein halbherziges Gebet nimmt man selber nicht ernst, also warum sollte Gott es tun? Er kennt unser Herz und wenn wir ihn von Herzen um etwas bitten, wird er es uns geben. Kein Gebet bleibt unbeantwortet:

"Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan!" (Matthäus 7,7)

Vielleicht hatte der eine oder andere schon mal das Gefühl, ein Gebet wurde nicht erhört. Ich bin noch nicht lange Christ, aber ich denke und berufe mich da auch auf den ALPHA-Kurs, dass Gott natürlich nur Gebete erhört, die in seinem Sinne sind. D.h. sie müssen in seinen Plan für Dein Leben passen und dürfen dabei auch für andere keine Nachteile bringen. Gott ist gut, er ist der Beste, er ist die Liebe selbst und er liebt alle Menschen, deswegen muss er auch allen Menschen gerecht werden, auch wenn man dadurch manchmal kurz das Gefühl hat, Gott kümmert sich nicht um einen.
Er kümmert sich um Dich, mehr als Du Dir vorstellen kannst, aber manchmal verstehst Du das nicht gleich;)

In diesem Sinne bete ich dafür, dass Gott jeden einzelnen von euch segnen möge! AMEN:)