Freitag, 25. Oktober 2013

Was ich von Gott über Erziehung lerne...

Als Mutter zweier Kinder frag ich mich natürlich auch, was Gott eigentlich so zum Thema Erziehung meint.
Ich persönlich kann mittlerweile Worte wie "Konsequenz" oder "Grenzen ziehen" nicht mehr hören. Ich hab eine regelrechte Ablehnung gegen diese hohlen Phrasen. Nach gefühlten 1000 Erziehungsratgebern, Zeitschriften, Ratschlägen von Müttern, Schwiegermüttern, Omas, Freunden und jedem, der gern seinen Senf dazu gibt, hab ich mich jetzt entschieden, einfach mal zu hören, was Gott mir zu diesem Thema sagt. Denn egal, was ich gelesen habe, ich habe mich immer gefragt, wie soll ich das umsetzen? Meine Kinder sind irgendwie anders. Alle sagen immer, es gibt kein Patentrezept für Kindererziehung und vielleicht stimmt das auch. Wenn man Gottes Umgang mit uns Menschen ansieht, scheint es fast, als ob nicht mal er eines hätte. Aber noch ist nicht aller Tage Abend und ich bin überzeugt davon, dass Gott den ultimativen Plan hat. Es kann nicht anders sein. Aber das muss heißen, dass es doch ein Patentrezept gibt, oder?
Also habe ich beschlossen, mich einfach mal an ihn zu halten. Sein Erziehungskonzept scheint auch am besten mit meinen Ansichten zu harmonieren. Wen wundert´s? Wir sind schließlich nach seinem Ebenbild erschaffen.
Meiner Meinung nach ist Gottes Erziehungskonzept auch das Einfachste, von dem ich jemals gehört habe, denn an ganz erster Stelle steht bei Gott LIEBE und zwar bedingungslose Liebe. Wir können uns diese Liebe nicht verdienen, egal, was wir tun, sie ist einfach da. 
Was haben wir Menschen nicht alles getan, dass wir nach menschlichem Ermessen der Liebe Gottes längst nicht mehr würdig wären. Adam und Eva haben seine guten Ratschläge in den Wind geschlagen:
"Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Du darfst essen von allen Bäumen im Garten, aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben. " (1.Mose 2, 16-17)
Das war keine Drohung von Gott, es war eine Warnung. Denn an dem Tag, an dem Adam und Eva vom Baum der Erkenntnis essen, wenden sie sich von Gott - dem Leben und der Liebe - ab, und wer sich vom Leben abwendet, ist des Todes. Trotzdem aßen die beiden von dem Baum. Wie so oft vertrauten die Kinder ihren Eltern nicht und liefen trotz Warnung ins offene Messer. 
Man sollte meinen, nach dieser Geschichte wären wir Menschen klüger. Rein vom Verstand her würde ich sagen, wenn mir meine Eltern diese Geschichte erzählen würden, wie sie einst im Paradies in der Gegenwart Gottes lebten und dann rausgeschmissen wurden, weil sie durch Ungehorsam sterblich und sündhaft geworden waren - wenn sie mir das erzählen würden, ich würde mich bemühen zu Gott zurück zu kehren, aber wenn man in der Bibel weiter liest, wird es einfach nur noch schlimmer. Die ersten Nachkommen von Adam und Eva, die erwähnt werden, sind Abel und Kain und die meisten kennen deren Geschichte. Kain tötet seinen Bruder Abel aus Neid. Er hatte aus den Fehlern seiner Eltern nichts gelernt und so beginnt eine Geschichte durchzogen von Gewalt, Kriminalität, Krieg ... Das alles sind Früchte menschlicher Unabhängigkeit, Früchte der Lüge, dass Gott es nicht gut mit uns meint und wir alleine besser dran sind. Wir Menschen haben unseren Vater nicht nur missachtet, wir haben ihn verachtet, verspottet, verhöhnt, alle Möglichen irdischen Dinge über ihn gesetzt oder sogar angebetet und dennoch gab Gott uns nicht auf. 
Klar, er war auch zornig, er strafte uns Menschen, auch darüber gibt es im Alten Testament einiges zu lesen, aber er war nicht konsequent nur um der Konsequenz willen. Er hat uns nicht auf ewig verdammt und dabei hätten wir das sowas von verdient! Wir haben seine Liebe mit Füßen getreten und darauf gespuckt, aber dennoch beschloss er uns den ultimativen Beweis seiner Liebe zu zeigen. Er schickte seinen Sohn um von seiner Liebe zu erzählen, um uns auf den richtigen Weg zurück zu bringen, um unserer selbst Willen und zwar ohne unseren freien Willen einzuschränken. Er brachte aus Liebe ein Opfer, wie es größer nicht hätte sein können: er opferte einen Teil von sich selbst und zwar den allerbesten. Er opferte das einzige seiner Kinder, welches tadelos war, an Reinheit nicht zu übertreffen - dieses Kind opferte er für all die mit Sünde beladenen Kinder, die sich von ihm abgewandt hatten. Wie krass ist das? Und wieviel kann man sich von dieser Geste für die Erziehung seiner Kinder herausnehmen?
Natürlich kann ich nie auch nur eine halb so gute Mutter sein, wie Gott mein Vater ist. Ich scheitere schon daran, wenn mein Sohn morgens seine Jacke nicht anziehen will und ich ihn, nachdem meine Geduld am Ende ist, dass Ding dann irgendwie aufzwänge und zwar ganz bestimmt ohne ihm seinen freien Willen zu lassen. Aber das heißt nicht, dass ich nicht versuchen kann es besser zu machen, es Gott gleich zu machen.
Ich kann auch niemals frei von Sünde leben, aber Jesus hat die Strafe für alle meine Verfehlungen bereits auf sich genommen und so weiß ich, dass auch die Fehler, die ich in der Erziehung meiner Kinder mache, von Jesus beseitigt werden können.
Für mich fühlt es sich mittlerweile einfach richtiger an, Konsequenz auch mal sein zu lassen, wenn mein Herz nicht dahinter steht und das ist sooo oft so. Ich muss die Motive meiner Konsequenzen eigentlich ständig hinterfragen und oft genug ist es nicht das Wohl meiner Kinder, sondern beispielsweise mein eigenes. Vielleicht bin ich gerade schlecht drauf und will meine Ruhe oder ich stehe unter Beobachtung und möchte nicht, dass andere denken, dass meine Kinder schlecht erzogen sind, oder Leute sagen, dass meine Kinder schlecht erzogen sind und ich nehme mir das zu sehr an, ABER um wen geht es bei Erziehung eigentlich? Diese Frage muss ich mir immer mal wieder stellen. Es geht nicht darum, dass meine Kinder sich nahtlos in diese Gesellschaft einfügen und es allen recht machen, auf Kosten ihrer eigenen Individualität. Gott hat jeden von uns einzigartig geschaffen und zwar nicht, damit wir uns aneinander anpassen, sondern damit wir uns ergänzen, sonst hätte er uns alle gleich gemacht.
Der Wert, den ich meinen Kindern vermitteln möchte, ist Liebe und zwar über allem anderen. Das ist auch das Einzige, was sie brauchen. Jede andere gesellschaftliche Konvention ordnet sich dem unter. Und wenn sie es nicht tut, dann sollte nicht die Liebe in Frage gestellt werden, sondern die Gesellschaft.
Und so lass ich fünf auch mal gerade sein, wenn ich den Eindruck habe, dass Konsequenz gerade vielleicht doch nicht angebracht ist. Ziehe ich dadurch vielleicht kleine Tyrannen auf? Ich hoffe und glaube: Nein! Ich will Liebe vermitteln und ich will, dass meine Kinder später einmal aus Liebe handeln und aus keiner anderen Motivation heraus.
Warum ich glaube, dass das funktioniert? Weil es bei Gott auch funktioniert. Ich habe seine Liebe angenommen und je mehr sie mein Herz erfüllt, desto mehr möchte davon an andere weitergeben. Denn Liebe kann man nicht genug bekommen. Erst, wenn der eigene Liebesspeicher aufgefüllt ist, können wir Liebe weitergeben. Und klar, auf Gott bezogen, geht diese Strategie bisher nicht allzu gut auf, wenn man sich anschaut, wieviele Menschen Gott noch immer fern sind und wieviel Leid in der Welt geschieht. Aber ein Freund von mir formulierte letztens treffend: "Wenn die Menschen, die Gott jetzt noch fern sind, auch nur einen Moment bereit wären, zu hören, was er zu sagen hat und sein Herz tatsächlich für ihn öffnen würden und sei es nur für eine Minute, dann würde seine Liebe sie erfüllen. Sie würden allen Zorn, alle Ungerechtigkeit ablegen, um sich in der Gegenwart seiner Liebe zu bewegen." Ich glaube, er hat recht. All das Leid, was jetzt noch in der Welt herrscht, ist kein Ergebnis Gottes schlechter Erziehung, es ist vielmehr eine Folge des Nicht-Annehmens oder des Nicht-Bewusstseins von Gottes Liebe.
Und deshalb ist mein höchstes Erziehungsziel meinen Kindern bewusst zu machen, dass sie geliebt werden, dass sie von Liebe umgeben sind. Sowohl von meiner unvollkommenen menschlichen Liebe, als auch von Gottes vollkommener bedingungsloser Liebe. Und alles andere ist erstmal zweitens, wenn nicht sogar absolut egal!;)

Danke Vater, dass Du mich annimmst, wie ich bin und dass ich sicher sein kann, dass Du Mich mit voller Absicht so geschaffen hast. Danke, dass Du, wenn ich es zulasse, meinen Liebesspeicher auffüllst, bis er überläuft. Und danke, dass ich durch Deine Liebe weiß, dass Du nur das Beste für mich willst und dass Du von mir keinen blinden Gehorsam forderst, sondern mir vielmehr ins Herz gelegt hast, Dir blind zu vertrauen. Ich bete, dass ich, jede Mutter und jeder Vater auf dieser Welt auch nur einen Bruchteil dieser Liebe weitergeben und Deinem Beispiel bedingungsloser Liebe folgen kann. Bitte gib uns die Kraft dafür und wo immer wir versagen, hoffe ich auf Deinen Sieg!
AMEN.

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Leere.

Bevor ich mich mit den 10 Geboten auseinandersetze, will ich noch einen Satz aus meinem Anfangspost in diesem Blog genauer erklären:
"Jesus füllte eine Leere in meinem Herzen aus, die mir bis dahin nicht bekannt, aber rückblickend offensichtlich war."
Mir ist da just heute ein Zitat ins Auge gesprungen:
"Im Herzen eines jeden Menschen gibt es eine Leere, die nur Gott durch seinen Sohn Jesus Christus füllen kann." (Blaise Pascal)

Aber was ist diese Leere, die Jesus Christus füllt? Woher kommt diese Leere. Nun, wie ich bereits erwähnte, war mir diese Leere bis ich zu Jesus gefunden hatte, nicht bewusst, aber unbewusst war sie immer da. Sie ist eigentlich immer offensichtlich, wenn wir nach dem tieferen Sinn des Lebens fragen. Wenn wir uns nicht damit begnügen in der Gegenwart zu leben, sondern einmal darüber nachdenken, wo das alles hinführen soll.
Für mich drückt diese Leere die Trostlosigkeit unseres irdischen Lebens aus: Es könnte jederzeit vorbei sein. Ich könnte morgen vom Auto überfahren werden, und dann? Ich will noch so viele Dinge tun, so vieles erleben. Aber welchen Wert hat das alles eigentlich am Ende?
Zunächst stellt sich die Frage, was man tun kann um sein Leben mit Sinn zu füllen? Ich könnte mich an gesellschaftliche Normen halten, eine Familie gründen, arbeiten bis ich 67 bin um mein Haus abzubezahlen und danach die Früchte meiner Arbeit ernten, die aber nach Prognose der älteren Generationen nicht besonders reich ausfallen werden. Und wer weiß schon, ob ich nicht irgendwelche körperlichen Gebrechen habe, die mich daran hindern meine endlich wieder gewonnene Freizeit voll auszukosten? Werde ich folglich am Ende meines Lebens in meinem Schaukelstuhl sitzen, Socken stricken und der verschwendeten Zeit in meinem Leben nachweinen?
Oder entscheide ich mich, auf alle gesellschaftlichen Konventionen zu sch... und die Sau raus zu lassen ohne Rücksicht auf Verluste? Aber wie soll ich das finanzieren? Ich könnte eine Bank ausrauben, aber sehr wahrscheinlich würde ich dabei erwischt werden. Ich könnte meinen Rucksack packen, aussteigen, durch die Welt ziehen und von der Hand in den Mund leben. 
Ganz gleich, was ich tun würde, es würde seinen Wert verlieren, angesichts der Tatsache, dass ich mein Leben so leicht verlieren kann. 
Wir brauchen im Leben ein Ziel, eine Bestimmung, die wir erfüllen können. Ich meine, wer sind wir eigentlich? Durch was identifizieren wir uns? Bin ich Mutter? Bin ich Ehefrau? Bin ich Freundin?... Kann irgendwas davon über den Tod oder Verlust hinaus bestehen? Was, wenn meine Freunde sich von mir abwenden? Was, wenn mein Mann sich von mir trennt?
Diese Fragen lösen eine absolute Leere in mir aus, wenn ich sie nicht mit Jesus Christus beantworte. Aber Jesus gibt meinem Leben Sinn, Jesus gibt meinem Leben Ewigkeit.
Meine Bestimmung hier auf Erden ist es, das Reich Gottes zu bauen und soviele wie möglich zu retten, um dann am Ende meiner Zeit hier zu Gott zurück zu kehren und das ewige Leben zu leben, dass er für mich vorgesehen hat. Und so irre ich nicht mehr ziellos umher. Klar, mein Leben auf dieser Erde ist noch immer begrenzt, aber ich habe einen klaren Auftrag, ich kenne das Maß aller Dinge: Es ist Gott. Ich weiß, wer ich bin: Ich bin ein Teil von Gott durch Jesus Christus. 
Man könnte jetzt natürlich sagen: Aber ich kann auch Gutes tun ohne an Gott zu glauben. Klar kannst Du ein selbstloses Leben im Dienste der Menschen führen, aber was nützt das, wenn Du tot bist? Welche Bedeutung hatte dieses Leben dann für Dich? Wenn Du Dich von Gott abwendest und Dich damit von ihm trennst, hat das mindestens 2 Konsequenzen:
Erstens: Nur wenn wir uns unserer Schuld bewusst sind und sie vor Gott bringen, kann er sie uns nehmen und wir können frei leben. Es geht dabei nicht darum zu zeigen, wie schlecht Menschen ohne Gott sind, sondern darum zu verkünden, dass Gott uns das längst durch Jesus Christus vergeben hat. Wir alle können ohne Gott Gutes tun, aber wir tun auch Schlechtes, uns widerfährt auch Schlechtes und das belastet uns, den einen mehr, den andern weniger. Wir sollten nicht den Fehler machen uns für unfehlbar zu halten. Wir sind nicht perfekt und wir müssen es auch nicht sein, denn da, wo wir es nicht sind, wirkt Jesus umso mehr. Er schenkt uns die Kraft stärker zu sein als Angst oder Zweifel. Er nimmt alle Last von unseren Schultern, so dass wir frei unserem Herzen, d.h. Gottes Stimme folgen können. Und nur das wird uns glücklich machen. Wenn Du darauf verzichtest, wirst Du immer Dinge mit Dir rumschleppen, Du wirst auf unüberwindbare Mauern stoßen, weil Du Dir nicht die Kraft und die Gnade Gottes holst und das wäre einfach schade.
Die Zweite Konsequenz ist, und ich will da niemandem Angst machen, aber es ist so: Wenn Du Dich nicht zu Lebzeiten für Jesus entscheidest, wirst Du auch ewig leben, aber nicht  in der Gegenwart Gottes, sondern an einem Ort, wo er nicht ist. Wo es nichts  Gutes mehr gibt. Wo es nur noch all die schrecklichen Dinge gibt, die wir hier auf Erden schon verabscheuen, aber dort gibt es kein Entrinnen. Es gibt keine Hoffnung mehr auf etwas Besseres. Es gibt nur noch Leid und  Dunkelheit in Ewigkeit. Das mag Dir jetzt erstmal egal sein, aber was, wenn es Gott tatsächlich gibt und Du die Chance hättest ewig mit ihm zu leben? Und zwar nicht in einer Welt wie dieser, sondern in einer perfekten Welt, einer Welt in der Gegenwart Gottes? 
Was auch immer wir in diesem Leben erreichen oder leisten, geben wir vielleicht noch eine Generation weiter, danach wird es sich verlieren. Nichts, dass wir tun, hat Bestand ohne Gott. Aber ist es nicht das, wonach wir alle streben, wonach wir uns alle sehnen? Dass die Dinge, die wir in unserem Leben tun Bestand haben? Woher kommt diese Sehnsucht? Warum sehnen wir uns nach Ewigkeit, wenn es sie doch eigentlich nicht gibt? Die Antwort ist leicht: Gott hat uns diese Sehnsucht ins Herz gelegt, es ist ein weiterer Hinweis auf Ihn. Er möchte unserem Leben Ewigkeit geben. 
Ich habe dieses Angebot dankend angenommen und freue mich darauf, aber vor allem hoffe und bete ich, auch Du wirst diese Ewigkeit erleben.

Ich möchte am Ende mal noch etwas erwähnen, was ich vielleicht bisher noch nicht getan habe. Ich habe diesen Blog, wie schon geschrieben, als Zeugnis ins Leben gerufen und zwar nicht nur, damit Leute, die mich kennen, verstehen, wer oder was plötzlich in mich gefahren ist, sondern auch um sie ins Grübeln zu bringen. Gleichermaßen gilt das für Leute, die mich nicht kennen. Falls sich einer von Euch tatsächlich fragt, ob an Gott etwas dran ist, will ich an dieser Stelle mal gesagt haben, dass es einen einfachen Weg gibt, das heraus zu finden: BETEN bzw. sich mit Gott beschäftigen, ihn suchen.
Gott sagt:

"Ja, wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, will ich mich von Euch finden lassen." (Jeremia 29,13)

Ich habe das selbst erlebt! Wenn Du wissen willst, ob Gott existiert, dann such ihn. Er wird sich von Dir finden lassen, das ist sein Versprechen! 
Oft ahnen wir, dass da noch mehr ist zwischen Himmel und Erde als das Offensichtliche, aber wir wollen aus Angst nicht weiter danach forschen. Aber ich will Dir Mut machen, trau Dich! Gott wird Dich nicht ins Leere laufen lassen, sondern sich Dir zeigen und Dir ein Leben in Fülle schenken. Du wirst keinen Christen finden, der es bereut, zu Gott gefunden zu haben, weil Gott wunderbar, großartig und liebevoll ist.

Danke Gott, dass Du Vater, Freund, Vertrauter, Beschützer, Ratgeber und so vieles mehr in nur einer Person bist. Danke, dass Du uns in der Autorität des ewigen Vaters ewiges Leben schenkst und als Retter für uns ewige Vergebung erwirkt hast. Und danke, dass Du Dich finden lässt, von dem, der Dich von ganzem Herzen sucht, dem, der sich aus tiefster Seele nach Dir sehnt. AMEN.

Dienstag, 8. Oktober 2013

ALPHA-Kurs X - Welchen Stellenwert hat die Kirche?

Falls jemandem die letzten beiden Posts etwas lieblos vorkamen, muss ich ihm Recht geben. Das liegt daran, dass ich zwar die Themen des ALPHA-Kurses mit heute noch abschließe, aber eigentlich liegen mir ganz andere Sachen auf dem Herzen. Vermutlich wird auch dieser Post nicht der Oberreißer, aber das Gute ist, der ALPHA-Kurs ist dann durch;)
Welchen Stellenwert hat nun die Kirche? Ich schätze, dass ist wieder so ein Thema, an dem sich die Geister scheiden. Ich persönlich würde es zunächst einmal umformulieren und fragen: Welchen Stellenwert hat die Gemeinde?
Ich geb zu, ich hab keinerlei Erinnerung mehr an diesen ALPHA-Abend, aber ich sag euch gern, welchen Stellenwert die Gemeinde bei mir hat.
Mit dem Christsein ist es eigentlich wie mit allem: Einer allein ist ziemlich schwach. Wir alle brauchen jemanden, der uns, wenn wir zweifeln, aufbaut, jemanden, der uns anspornt, wenn wir motivationslos sind und auch jemanden, der uns runter holt, wenn wir vielleicht gerade mal über die Stränge schlagen oder uns gar irgendwo verrannt haben. 
Da Gott uns "nur" sein Wort hinterlassen hat und es manchmal schwierig ist, es zu verstehen, ist es gut, wenn man jemanden hat, mit dem man darüber reden und sich austauschen kann. Außerdem habe ich festgestellt, dass Gott verschiedenen Menschen verschiedene Dinge auf's Herz legt. So predigt der eine gern über unsere Identität in Jesus Christus und ein anderer über das Reich Gottes. Wichtig ist beides und so können wir nur in der Einheit, sozusagen als Leib Christi, wirklich Gottes Reich hier auf Erden erfassen.
Gott bzw. der Heilige Geist gibt auch jedem eine andere Gabe und so ergänzen wir uns im Glauben gegenseitig.
Was ich an der Gemeinschaft der Christen vor allem zu schätzen weiß, ist die Tatsache, dass man weiß, woran man ist und man, natürlich nach ausgiebiger Prüfung des Vorhandenseins des Heilgen Geistes, den Leuten Vertrauen kann. Christen (Und ich meine damit Herzenschristen, nicht Namenschristen) haben die 10 Gebote als Grundsatz und das ist doch irgendwie sehr entspannend. Hier hat man einfach noch Respekt vor der Ehe zum Beispiel und es werden einem keine Avancen gemacht, wenn bekannt ist, dass man in festen Händen ist. Das klingt banal, ist mir persönlich aber sehr wichtig, vor allem auch wenn man Leute neu kennenlernt.
Ich meine, meistens ist das unter Freunden auch bei Nichtchristen so, aber ich finde es total frech, wenn man neue Leute kennenlernt, der Beziehungsstatus bereits geklärt ist und dann trotzdem gebaggert wird ohne Ende. In was für einer Welt leben wir eigentlich? Das ist doch nicht normal!
Aber Gemeinde bedeutet natürlich noch wesentlich mehr, als einen sicheren Rahmen für uns Christen. Eine Gemeinde kann soviel mehr bewegen, als der Einzelne, nicht nur im weltlichen Sinne, denn Jesus sagt:

"Wenn zwei von euch auf Erden übereinkommen über irgend eine Sache, für die sie bitten wollen, so soll sie ihnen zuteil werden von meinem Vater im Himmel. Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte." (Matthäus 18, 19-20)

Das ist ein interessantes Versprechen: Wo immer zwei in Jesus Namen zusammen für etwas beten, wird Gott es erhören, weil Jesus mitten unter ihnen ist. Das ist Wahnsinn!
Und da wären wir bei einem Punkt, der mit am tollsten ist in einer Gemeinde:
Man kann dort über Gott reden! Alle haben das gleiche Verständnis von der Welt. Wenn es jemandem nicht gut geht, ist es selbstverständlich für ihn zu beten. Auch ist es selbstverständlich sich gegenseitig aufzubauen, statt runterzumachen. Das ist wieder etwas, das der Heilige Geist in mir verändert hat: Mein Humor ging früher fast nur auf Kosten anderer. Ich will nicht sagen, dass er das jetzt komplett nicht mehr tut, aber ich bin da jetzt sehr viel sensibler und versuche das auch zu vermeiden - "Fies" soll einfach keiner meiner Charakterzüge mehr sein. 
Es ist schön, wenn man mit Menschen so etwas Großes wie Gott teilt. Gottes Sicht auf die Welt macht uns alle zu Brüdern und Schwestern und das ist wundervoll! Wir sind nicht mehr allein. Wir versuchen nicht den Sinn des Lebens alleine zu suchen, wir haben ihn gemeinsam gefunden und es ist nicht für jeden etwas anderes. Wie Jan Sjoerd Pasterkamp mal sagte: 
"Truth is not a teaching, truth is a person!" Und da sind wir Christen uns einfach einig...mit Jesus:

"Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben." (Johannes 14,6)

AMEN.

Montag, 7. Oktober 2013

ALPHA-Kurs IX - Heilt Gott auch heute noch?

Heilt Gott auch heute noch? Eine sehr spannende und doch so simple Frage. Denn bereits im 2.Buch Mose 15,26 sagt Gott:


"Wenn du der Stimme des Herrn, deines Gottes, eifrig gehorchen wirst und tust, was vor ihm recht ist, und seine Gebote zu Ohren faßt und alle seine Satzungen hältst, so will ich keine der Krankheiten auf dich legen, die ich auf Ägypten gelegt habe; denn ich bin der Herr, dein Arzt!"

Und das galt bevor Jesus Christus für all unsere Schuld bezahlt hat. Wieviel mehr wird das wohl jetzt gelten?
Dummerweise war ich, als dieser Vortrag im ALPHA-Kurs gehalten wurde, noch immer bei meinen Großeltern an der Ostsee, so, dass ich hier nicht wirklich viel "Fachliches" beizusteuern habe. Aber Gott sei Dank(!) bin ich schon zweimal selbst Zeuge von Spontanheilungen nach Gebeten geworden und so werde ich einfach wieder mal Zeugnis geben. Doch vorab noch einige Überlegungen, die für mich die Frage "Heilt Gott auch heute noch?" mit einem klaren JA! beantworten.
Gott hat die Welt erschaffen, es sollte für ihn ein leichtes sein unseren Körper in seinen ursprünglichen Schöpfungszustand zurückzuführen, wenn irgendwas damit nicht stimmt.
Ich denke, die meisten Krankheiten sind seelische Belastungen, die sich irgendwann auf körperlicher Ebene manifestieren. Da Jesus jegliche Schuld und damit auch seelische Belastungen bereits beglichen hat, sollte der Glaube an Jesus Christus uns auch auf körperlicher Ebene befreien.
Der eine oder andere mag jetzt sagen: Wozu brauch ich Jesus, es gibt doch Ärzte! Ganz einfach: Ärzte können nur Symptome behandeln und das nichtmal immer, aber Jesus kann die Wurzel des Übels beseitigen! Ohnehin habe ich zum Thema Medizin und Gott eine recht gewagte These, denn irgendwie passt das beides für mich nicht recht zusammen. Wenn Gott alles kann und er auch alles tut, wenn ich ihn darum bitte, warum sollte ich dann zum Arzt gehen und mich behandeln lassen? Braucht es nicht lediglich das besagte Senfkorn Glauben um mich zu heilen?
Ich hol mal ein wenig aus:

"Und die Pharisäer traten herzu und fragten ihn, um ihn zu versuchen: Ist es einem Mann erlaubt, seine Frau zu entlassen? Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Was hat euch Mose geboten? Sie sprachen: Mose hat erlaubt, einen Scheidebrief zu schreiben und [seine Frau] zu entlassen. Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wegen der Härte eures Herzens hat er euch dieses Gebot geschrieben. Am Anfang der Schöpfung aber hat Gott sie als Mann und Frau erschaffen. "(Markus 10, 2-6)

Schon einmal hatte Gott für uns Un- oder Kleingläubige bzw. Hartherzige einen Kompromiss geschaffen, ich denke, ähnlich verhält es sich auch mit der Medizin. Die Medizin ist von Gott, aber ich glaube nicht, dass sie geschaffen wurde, damit wir uns als erstes an Ärzte wenden, wenn wir irgendetwas haben. Sondern sie wurde geschaffen für jene, die Gott zu wenig Vertrauen, deren Herzen zu hart und damit nicht empfänglich für Gottes grenzenlose Liebe sind. Gott sollte immer die erste Wahl sein, er allein kann Wunder vollbringen und er braucht dazu keine Ärzte. Wie gesagt, das ist meine persönliche Theorie. Und ich kann euch auch sagen, dass ich trotzdem gelegentlich zum Arzt gehe, aber ich bin mir auch bewusst, dass ich das nicht müsste, wenn ich Gott genug vertrauen würde. Das ist natürlich leichter gesagt als getan, ich weiß, selbst wenn man, wie ich, bereits Heilungen erlebt hat und auch schon von zahlreichen Heilungen gehört hat.
Hier nun meine Geschichte bzw. zunächst die meiner Tochter:
Meine Tochter hatte mit Einführung von fester Nahrung sehr sehr starke Verdauungsprobleme. Sie konnte nicht ohne Hilfe Stuhl absondern. Schon als sie noch vollgestillt wurde, hat sie nur ein- bis zweimal in 14 Tagen eine volle Windel gehabt. Aber erst mit Beginn des Breis wurde das ein wirkliches Problem. Zunächst versuchte ich das ganze selbst in den Griff zu kriegen mit "Fiebermessen", Kümmelzäpfchen, Fenchel-Reis-Brei, aber nichts half. Die Kleine aß so gern schüsselweise Brei in sich hinein, aber nie kam etwas davon in ihre Windel. Also ging ich zum Arzt. Der gab mir Glycerin-Zäpfchen, aber die waren so aggressiv, dass die Kleine einen blutend wunden Po bekam. Eine andere Ärztin empfahl Lactulose-Sirup und balaststoffreiche Kost, aber auch das half nichts. Meine Tochter kackte höchstens einmal die Woche und das auch nur mit Fremdeinwirkung. Das zog sich über mehrere Monate und egal, was ich versuchte, es wurde einfach nicht besser. Dann hieß es in meiner Gemeinde, es gäbe einen Heilungsgottesdienst mit einem Pfarrer aus dem Kongo. Da dachte ich, damals noch kein Christ, das klingt lustig und schaden kann es auch nicht. Ich schleppte meine Tochter dorthin und wollte mir eigentlich nur mal anschauen, ob das so abläuft, wie man es aus Ami-Filmen kennt: JA, das tut es. Es war wirklich krass und ich fragte mich oft, ob die alle eigentlich einen Schaden hätten. Nunja, trotz meiner zahlreichen Zweifel betete ich mit und ließ diesen Gottesdienst über mich ergehen. Dann ging ich mit meiner Tochter nach Hause, legte sie ins Bett und die Sache war für mich abgehakt. Am nächsten Morgen hatte meine Tochter eine volle Windel und ab diesem Morgen auch jeden darauffolgenden Morgen. Mir war dieses Wunder damals nicht so richtig bewusst, aber tatsächlich war ab dem Tag nach diesem Heilungsgottesdienst ihr Verdauungssystem vollständig in Takt. Es war so eine Befreiung für mich, dass die Kleine endlich ordentlich kacken konnte und ich mir keine Sorgen machen musste, wie man das jetzt in den Griff kriegen würde, echt WUNDERVOLL! Gott sei Dank! Und als neulich eine Freundin mich wegen dem Kind ihrer Schwester fragte, welches anscheinend ähnliche Probleme hatte, empfahl ich ihr einfach einen Heilungsgottesdienst;)
Heilung Nummer 2:
Es war ein Sonntag. Bereits früh beim Aufstehen hatte ich ziemlich starke Rückenschmerzen, was mich allerdings nicht davon abhielt zum Gottesdienst zu gehen. Zuhause angekommen, nach dem Mittagsschlaf waren die Schmerzen noch schlimmer. Sie waren gar nicht permanent da, aber bei bestimmt Bewegungen wirklich richtig fies. Abends gab es noch einen Lobpreisgottesdienst, den ich ebenfalls besuchte und nachdem man für sich beten lassen konnte. Da mich nun eben diese Rückenschmerzen schon den ganzen Tag plagten, dachte ich, ein Gebet kann nicht schaden. Ich ging hin, zwei Christen beteten für mich und fragten mich anschließend, ob es besser sei. Ich merkte nichts, aber im Stand war es e nicht so schlimm, also machte ich ein paar kleine Verrenkungen und ich war echt beeindruckt: Da tat nichts mehr weh! Der Schmerz war wie weggeblasen. Ich kann das bis heute noch nicht ganz glauben, denn obwohl Gott die Welt geschaffen hat, zweifeln wir ihn bei so geringen Belangen doch an. Aber Gott ist größer und Jesu' Kraft ist in den Schwachen mächtig (2.Korinther 12,9)!
Deshalb rate ich euch vor eurem nächsten Arztbesuch erstmal zu beten und Gottes Heilung im vollen Glauben anzunehmen und ihr werdet Staunen, welche Wunder Gott an Euch vollbringt. Wir dürfen Großes von Gott erwarten!:)

Seid geheilt im Namen Jesu Christi,
AMEN.

Sonntag, 6. Oktober 2013

ALPHA-Kurs VIII - Der Heilige Geist

Im Verlauf des ALPHA-Kurses, der immer Mittwochabend stattfand, gab es auch einen sogenannten "ALPHA-Tag". Das war ein Samstag, 10-15 Uhr, und das Thema war, ihr ahnt es: Der Heilige Geist.
Dieser ALPHA-Tag wurde angepriesen als einer der wichtigsten des ALPHA-Kurses und man sollte, wenn möglich, unbedingt dabei sein. Im Nachhinein betrachtet, war eigentlich die Tatsache, dass ich daran teilnehmen konnte, das Spannendste an diesem ALPHA-Tag;)
Ich wollte eigentlich an diesem Samstag mit meinen Kindern und meinen Eltern in den Urlaub fahren. Das war alles auch schon super durchgeplant. Wir wollten früh um 10 Uhr los, so dass wir dann gegen 15 Uhr bei meinen Großeltern an der Ostsee gewesen wären. Dummerweise fiel mir erst eine Woche vor dem ALPHA-Tag ein, dass diese beiden Termine kollidierten. Ich überlegte, wie ich das regeln konnte und hatte mich eigentlich schon damit abgefunden, dass ich nicht zum ALPHA-Tag gehen konnte, da kam mir die Idee, dass meine Eltern mit meinem Sohn schon vorfahren könnten und ich mit meiner Tochter mit dem Zug hinterher käme. Das klingt jetzt alles sehr simpel und unspektakulär, aber ich hatte gerade Geldmangel und dieses Zugticket passte eigentlich nicht gut in mein Budget. Außerdem traute ich mich nicht meine Eltern zu fragen, ob sie später fahren würden, weil sie es sowieso schon doof fanden, sich nach uns richten zu müssen und dann noch nur wegen meines gerade ausgebrochenen Interesses an Gott später zu fahren,...ich fürchtete, das würde zuviel. Also schlug ich ihnen diese Zuggeschichte vor und alles war dann soweit klar. Am Freitag, einen Tag vor dem ALPHA-Tag, rief mich meine Mama an und sagte mir, sie hätte kein gutes Gefühl dabei, wenn ich alleine mit meiner kleinen Tochter zugfahre und sagte, meine Eltern hätten sich überlegt nun doch später zu fahren und mich mitzunehmen. DANKE JESUS! Wie geil war das denn bitte? Ich konnte am ALPHA-Tag teilnehmen, mit meinen Eltern mitfahren und musste kein teures Zugticket kaufen. Grandios!:)

Doch nun zum Heiligen Geist:

Wer ist der Heilige Geist? Mmh, gar keine so leichte Frage. Wir Christen glauben an einen dreieinigen Gott, einen Gott, der Vater, Sohn und Heiliger Geist zur gleichen Zeit ist und schon immer war. Der Heilige Geist war bereits an der Schöpfung beteiligt:
"Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde. Die Erde aber war wüst und leer, und es lag Finsternis auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über den Wassern. " (1.Mose, 1-3)
Der Heilige Geist war aktiv in verschiedenen Menschen vor Jesus und Jesus dann versprach seinen Jüngern und allen die nach ihm sich zu ihm bekennen würden, dass er seinen Heiligen Geist auf sie gießen würde.
Das klingt irgendwie erstmal ganz schön kompliziert und abgehoben, besser ist vielleicht, zu klären, was der Heilige Geist tut?
Er stattet uns mit der Vollmacht aus im Namen Gottes zu wirken. Die Jünger haben nach Jesu' Auferstehung gewartet bis zu Pfingsten der Heilige Geist sie mit aller Macht ausstattete, das Evangelium in der Welt zu verkünden und im Namen Gottes Wunder zu tun. Der Heilige Geist ist Gottes Wegweiser, er sagt uns, was falsch und was richtig ist, er ist sozusagen unser Gewissen. Aber er ist noch viel mehr als das: Er schließt uns, wie schon erwähnt, Gottes Wort auf, er hilft uns zu beten und die "richtigen Worte" zu finden, er gibt uns den Mut und das Bedürfnis anderen von Jesus Christus zu erzählen und er erfüllt uns mit Gottes Liebe. Wo immer die Liebe Gottes wirkt, da wirkt auch sein Heiliger Geist:) Der Heilige Geist verändert einen einfach, jeden auf eine andere Art und Weise, ich habe bereits mehrmals geschildert, was er an mir schon so verändert hat. Der Heilige Geist macht mich zu einem Nachfolger Jesu', wenn ich mich von ihm erfüllen lasse.


"Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden; so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen." (Apostelgeschichte 2,38)

Der Heilige Geist stattet uns auch mit besonderen Gaben aus, die natürlich alle der Errichtung von Gottes Reich schon jetzt hier auf Erden dienen.
Eine besondere Gabe wurde am ALPHA-Tag behandelt und die hat mich gleichermaßen verwirrt wie beeindruckt: Das Sprachengebet.
Als die Apostel zu Pfingsten den Heiligen Geist empfingen, passierte Folgendes:

"Und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen auszusprechen gab. " (Apostelgeschichte 2,4)

Die Apostel fingen plötzlich an in anderen (irdischen als auch himmlischen) Sprachen zu sprechen. Es standen viele "Ausländer" um sie herum und wunderten sich, dass die Apostel ihre Sprache sprechen konnten.
Diese Gabe haben nicht nur die Apostel damals bekommen, sondern der Heilige Geist gibt sie uns auch heute noch. Das ist eine sehr interessante Sache: Leute fangen plötzlich an in einer Sprache zu beten, die sie selbst nicht kennen und sie wissen auch selbst nicht, was das bedeutet. Aber Gott weiß es natürlich und wenn dieses Sprachengebet in einer Gemeinschaft gesprochen wird, gibt es auch immer jemandem, dem der Heilige Geist die Übersetzung eingibt und so betet man quasi gemeinschaftlich. Genau das wurde dann am Ende des ALPHA-Tages gemacht, aber ich gebe zu, ich konnte damit an dem Tag nichts anfangen. Leute beteten der Reihe nach irgendwelches Zeugs, dass man nicht verstand, dann wieder auf deutsch, dann wieder in, was weiß ich, welcher Sprache und so weiter und so fort. Das alles wirkte irgendwie abgesprochen, irgendwie aber auch nicht. Es war auch ein bisschen unheimlich, aber gegen Ende dieses Sprachengebets wurde ich krass vom Heiligen Geist berührt - man kann das nicht beschreiben, es war ähnlich wie zu dem Gottesdienst am 9.12.2012 und so wusste ich dann, dass das alles nicht nur Humbug war, aber was es war, das wusste ich nicht:D

Glücklicherweise weiß ich es heute besser. In meinem Hauskreis wird auch oft in Sprachen gebetet und natürlich hab ich da nochmal nachgefragt, was genau das soll: Es ist ein Gebet eingegeben vom Heiligen Geist. Manchmal dient es der Anbetung, manchmal aber auch einfach dem persönlichen Gebet mit Gott und zwar so, dass es niemand außer Gott verstehen kann, auch und vor allem die Gegenseite nicht. Das Sprachengebet hat auch eine besondere emotionale Komponente, aber man kann ja viel erzählen ohne es selbst zu erleben. Ich fragte meinen Hauskreis, wie man die Gabe in Sprachen zu beten bekäme und sie sagten etwas, worauf ich auch selber hätte kommen können: Du kannst Gott darum bitten. Dann sagte ich, okay, dann mach ich das zuhause mal und sie sagten sofort, sie könnten auch jetzt schnell für mich darum bitten. Ein 3-Sekunden-Gebet und ich hatte diese Gabe. Total abgefahren. Ich hatte mich vorher immer angestrengt doch auch mal irgendwelche fremden Wörter in meinem Kopf zu haben, aber da war nichts und jetzt fließen sie ganz ohne Konzentration aus mir heraus. Konzentration blockiert das Ganze sogar, hatte ich das Gefühl. Der eine oder andere mag jetzt Angst vor dieser Gabe haben, dass plötzlich unkontrolliert merkwürdige Worte entweichen, aber so ist das nicht. Man ist die ganze Zeit völlig klar und sich der Worte bewusst, die man sagt, aber man weiß eben nicht, was sie bedeuten, das heißt aber nicht, das sie einen nicht unglaublich berühren können!

Ich fürchte, mein Post über den Heiligen Geist ist absolut unvollständig und wenig aufschlussreich, aber das ist auch ein sehr schwieriges Thema. Ich halte den Heiligen Geist besser für erfahr- als erzählbar. Er wirkt eben in uns, wenn wir uns zu Jesus bekehren, er ist es, der uns Berge versetzen und die Dinge mit Gottes Augen sehen lässt. Ich schätze, ihr müsst ihn einfach selbst erleben, wenn ihr mehr über ihn wissen wollt!

In diesem Sinne bete ich, das genau DICH der Heilige Geist erfüllen möge,
AMEN.


Dienstag, 1. Oktober 2013

Exkurs - Man kann es auch übertreiben!

Weil ich diesen Satz schon des Öfteren gehört habe und weil ich dazu heute viele Gedanken im Kopf habe, dachte ich mir, ich mach mal eine kleine Pause vom ALPHA-Kurs und widme mich der Frage, ob man es mit Gott übertreiben kann?
Ich habe dazu eine ganz klare Antwort: NEIN!

Was soll denn das bedeuten, "es übertreiben"? 
Das Einzige, was ich derzeit tue, ist, zu versuchen auf Gottes Stimme zu hören und den Mut aufzubringen, ihr auch zu folgen und zwar ohne Rücksicht auf eventuelle Konsequenzen.

Das mag jetzt für Einige vielleicht ein bisschen fantastisch klingen, aber wir dürfen nicht vergessen, worum es hier geht: Es geht um Millionen Menschen, die auf EWIG verloren gehen, wenn wir sie nicht mit der Liebe Jesu`in Berührung bringen. Das mag in unserem Alltag manchmal in Vergessenheit geraten, aber das darf es eigentlich nicht! Es sollte uns vor lauter Pseudoproblemen in unserem Leben nicht egal sein, ob unser Nachbar, unsere Eltern oder unser Ehemann schon zu Jesus gefunden haben. Es sollte für uns das Wichtigste sein!

Wie ich diesen Sonntag treffend in einer Predigt hörte, heißt Christsein nicht, dass wir uns zu Jesus Christus bekennen, uns unser ewiges Leben sichern und fertig. Nein! Gott hat uns beauftragt auch allen anderen Menschen klar zu machen, dass es hier nicht um eine banale Glaubensfrage geht, sondern um ihr LEBEN!

"Und er [Jesus] sprach zu Ihnen: Geht hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium der ganzen Schöpfung. Wer glaubt und getauft wird, der wird gerettet werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden." (Markus 16, 15-16)

Gleichgültigkeit gegenüber anderen Menschen kommt nicht von Gott! Jesus ist gestorben um jeden Einzelnen auf dieser Welt zu retten und jeder, der gerettet ist, ist in Jesus Christus und er in ihm. Wir alle sind folglich Retter und Erlöser dieser Welt, wir sind es durch Jesus Christus. 

Ich bin der festen Überzeugung, dass jeder von uns die Stimme Gottes laut genug hört, aber leider traut sich nicht jeder auch danach zu handeln. Die Frage der Nachfolge Jesu´ist darum auch eine Vertrauensfrage: Vertraust Du Gott genug um ihm zu folgen? Hast Du Angst, was passieren könnte, wenn Du das tust? Glaubst Du nicht, dass Gott alles zum Besten lenkt, wenn Du ihm folgst? Auch Zweifel kommen NICHT von Gott.

Ablenkung, Angst, Zweifel, Gleichgültigkeit... das alles sind Werkzeuge um zu verhindern, dass wir unserer Berufung folgen. Aber Gott ist stärker und viel viel größer! Ich möchte jeden ermutigen, es einfach zu wagen und dem Ruf Gottes zu folgen. Ich hab es bisher nie bereut!

Jesus sagt:
"Habt acht und hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer!" (Matthäus 16,6)

Ich glaube, es geht hier nicht nur darum, dass Sauerteig, wenn er einmal in irgendeinen Teig hinein kommt, den ganzen Teig durchsäuert, viel gefährlicher ist die Tatsache, dass Teig, der nur rumsteht und nicht weiter verarbeitet wird, ebenfalls sauer wird. Christen, die stillstehen und sich nicht auf dem Weg der Nachfolge bewegen, werden selbst zu Sauerteig. Wir müssen uns täglich prüfen, bewusst in die Gegenwart Gottes bewegen und uns von ihm gebrauchen lassen, sonst sind wir nicht besser als die Pharisäer.

"Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, welcher die Heuchelei ist!" (Lukas 12,1)

Es ist Heuchelei zu sagen, wir glauben an das Wort Gottes, wenn wir auf der anderen Seite nicht danach handeln. Es ist auch Heuchelei, wenn wir sagen, wir glauben daran, dass Jesus die Sünde besiegt hat, wenn wir uns auf der anderen Seite von ihr beherrschen lassen.
Unser Gott ist ein lebendiger Gott, darum lasst uns lebendige Christen sein!
Nichtchristen meinen oft, als Christ hat man es ziemlich einfach. Man lehnt sich zurück und lässt Gott alles machen. Aber genau das Gegenteil ist der Fall, denn Gott gab uns den freien Willen. Es ist unsere Entscheidung, ob wir nach seinen Worten handeln oder nicht, aber wenn wir es tun, können wir sicher sein, dass Gott sein Wort auch hält!

"Wer jedoch dem Herrn vertraut, den wird Gottes Güte umgeben. " (Psalm 32,10)

Kann man es mit Gott übertreiben? AUF KEINEN FALL! Man kann es höchstens untertreiben. Jesus ist gekommen für die Bedürftigen:

"Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken! "(Matthäus 11,28)

Und bedürftig sind alle, die Gottes Liebe noch nicht erkannt haben! Ich bete dafür, dass das Feuer der Liebe Gottes in jedem Menschen entfacht wird. Vor allem, dass es in denen NEU entfacht wird, die es schon einmal gespürt haben - es ist eure Entscheidung wie weit ihr den "Flammenherd" aufdreht;)

"Ja,wenn Ihr Mich von ganzem Herzen sucht, will Ich Mich von Euch finden lassen." (Jeremia 29,13)

AMEN.

PS: Ich hoffe, es ist nicht falsch rüber gekommen: Ich klage niemanden an, ich selbst bin oft getrieben von Angst und Zweifeln, aber wenn ich darüber hin weg komme, passieren immer so wundervolle Dinge, dass ich Euch ermutigen möchte, das auch zu tun. Und wir sollten nicht erhaben darüber sein, uns selbst zu prüfen, denn Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall:/