Dienstag, 14. Oktober 2014

Weil ich es Gott wert bin!

Gelegentlich hab ich so meine Zweifel. Es gibt da so eine fiese Bibelstelle, auf die ich letztens mal wieder gestoßen bin:



"Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. 
Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht? 
Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen!"(Matthäus 7,21-23)

Und dann frag ich mich plötzlich: Reicht das, was ich tue für Gott? Ich meine, gerade komme ich nicht besonders viel dazu Bibel zu lesen, ich bete viel zu selten. Ich verhalte mich mitunter auch nicht immer besonders nett meinen Mitmenschen gegenüber, von meinen Gedanken manchmal ganz zu schweigen. Oft suche ich dann "verzweifelt" nach Bedürftigen, denen ich helfen oder von Gott erzählen kann, denn, das ist es doch, was Gott von mir will oder?

"So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe." (Matthäus 28,19-20)

Genau dazu hatten wir letztens auch eine interessante Diskussion im Hauskreis. Das Thema meines heutigen Blogs schlepp ich schon seit 2 Wochen mit mir rum und immer wieder schubste Gott mich an und sagte: "Schreib das jetzt endlich!", aber letztens im Hauskreis machte er mir das Ganze nochmal klar: Unser Missionsauftrag endet nicht mit dem oben genannten Satz. Vollständig lautet er:

"So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen."

Das Ende ist entscheidend und es wird nur allzu oft vergessen. Jesus ist bei uns! Immer! Ich selbst kann nicht das Geringste tun um mir einen Platz im Himmel zu verdienen. Ich kann Gott nicht durch meinen Taten beeindrucken. Es ist Jesus in mir, der allein das vermag und der mir die Kraft dafür gibt. Jesus sagt:

"Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." (Matthäus 22,39)

Das verlangt aber zu aller erst auch, dass ich mich selbst liebe. Dass ich mir der Liebe Gottes wirklich bewusst bin und das bin ich nicht, wenn ich glaube, Gott liebt mich nur, wenn ich etwas leiste. Ich kann nichts leisten, was Gott nicht auch selber könnte und Gott liebt jeden Sünder auf dieser Welt unendlich. Er liebt jeden einzelnen Menschen so sehr, dass er seinen Sohn geopfert hat um die Welt zu retten. Und mit der Welt meint Gott jeden auf der Welt. Auch mich. Auch Dich. Das ist unser Wert - Deiner und Meiner. 
Jeder von uns ist Gott den Leib und das Blut Jesu Christi wert! Das ist krass! Das ist unvorstellbar! Das ist unglaublich! 
Du bist Gott den Leib und das Blut Jesu wert!
Das können wir niemals mit dem Verstand fassen, aber es ist wahr und wir müssen es uns jeden Tag sagen und dann wird es in unserem Herzen sein. Und dann werden wir wie von selbst den Auftrag Jesu erfüllen,

"denn wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund."(Matthäus 12,34)

Nur erfüllt mit der Liebe Jesu können wir auch handeln, wie er es gern möchte. Wenn ich also das Gefühl habe, ich habe gerade keine Kraft für Mission, nicht genug Liebe für die Menschen, dann brauch ich mich nicht fertig machen. Ich muss nicht versuchen jemanden zu finden, dem ich helfen kann, ich muss beten (was sonst?;))! Ich sollte beten, dass Gott mich noch mehr mit seiner Liebe erfüllt. Das er mich damit überschüttet, dass er mir klar macht, was ich ihm wert bin! Das ist eine Bitte, die Gott immer wieder liebend gern erfüllt. Ich weiß das genau. Immer mal wieder verliere ich diese Gewissheit, aber Gott gibt sie mir wieder. Er macht mir klar, wer ich bin - SEIN KIND. Und er macht mir klar, was ich ihm wert bin - SEIN LEBEN, das Leben seines Sohnes!
Es ist nicht meine Aufgabe durch die Welt zu ziehen und sie zu verbessern. Es ist meine Aufgabe mein Herz zu behüten. Es in der Sicherheit seiner Liebe zu wiegen. Den Rest tut Gott durch mich und wenn ich mir seiner Liebe bewusst bin, dann lass ich das zu, ich kann nicht anders!

Ich danke Gott, dass er mir das immer wieder klar macht. Dass er nicht müde wird uns zu sagen und zu zeigen, dass er uns liebt, auch wenn wir uns so leicht von dieser Wahrheit abbringen lassen. Ich danke ihm, dass wir nichts leisten müssen und nichts leisten können. Dass er uns bedingungslos so annimmt und liebt, wie wir sind. Und dass jeder von uns Gott das Leben seines Sohnes wert ist, so wenig liebenswert er sich in seinen eigenen Augen auch erscheinen mag. Danke Gott, dass Du andere Maßstäbe setzt!
AMEN