Samstag, 18. November 2017

Glaube, so groß wie ein Senfkorn

Jesus aber sprach zu ihnen: Um eures Unglaubens willen! Denn wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, so würdet ihr zu diesem Berg sprechen: Hebe dich weg von hier dorthin!, und er würde sich hinwegheben; und nichts würde euch unmöglich sein.
Matthäus 17:20 SCH2000

Denn wahrlich, ich sage euch: Wenn jemand zu diesem Berg spricht: Hebe dich und wirf dich ins Meer!, und in seinem Herzen nicht zweifelt, sondern glaubt, dass das, was er sagt, geschieht, so wird ihm zuteilwerden, was immer er sagt. Darum sage ich euch: Alles, was ihr auch immer im Gebet erbittet, glaubt, dass ihr es empfangt, so wird es euch zuteilwerden!
Markus 11:23‭-‬24 SCH2000

Eine Weile lang habe ich mich gefragt:
Was  ist dieses Senfkorn Glaube,  von dem Jesus redet? Habe ich diesen wenigen Glauben nicht? Passiert deswegen nichts, wenn ich für Leute um Heilung bete?
Und irgendwann in letzter Zeit dachte ich mal, dieses Senfkorn Glaube ist: der Schritt zum GEBET.
Ob wir beten oder nicht, zeigt, ob wir glauben oder nicht?
Glauben wir, dass GOTT etwas verändern kann? Meistens ist die Antwort hierauf:Ja!
Aber wird er das auch? Will er es überhaupt? Und hierauf ist die Antwort meist nicht mehr ganz so klar. Wir sind uns nicht sicher...
Wir wollen GOTT auch nichts vorschreiben und ihn nicht um etwas bitten, was nicht seinem Willen entspricht, aber mal ehrlich: Das ist absolut albern!
Es gab Zeiten, da hab ich für bestimmte Anliegen nicht gebetet, weil ich dachte, es entspricht sicher nicht GOTTES Willen, bspw. wenn ein unverheiratetes Paar sich Kinder wünscht. Aber ganz ehrlich: anscheinend schenkt GOTT auch vielen unverheirateten Paaren Kinder und es ist nicht meine Aufgabe mir Gedanken darüber zu machen, ob das gut oder schlecht, erlaubt oder nicht erlaubt ist... ICH kann GOTT zu gar nichts zwingen. Meine Gebete haben keine Macht über GOTT.
ER allein ermisst in welchem Umfang er meine Gebete erhört. Also erbitte ich auch Kindersegen für unverheiratete Paare - zumal ja auch fraglich ist, an welcher Stelle für GOTT Ehe beginnt.
Ja, ich bin absolut PRO verheiratet sein, aber ich glaube, EHE ist vielmehr eine Verbindlichkeit im Herzen. Es gibt Paare, die sind nicht verheiratet und haben das, genauso wie es verheiratete Paare gibt, die das nicht haben.
Dass ich trotz meiner Unsicherheiten diesbezüglich zu GOTT komme und ihn darum bitte, ist ein Zeichen meines Vertrauens darauf, dass ER das Richtige tun wird, es ist ein Zeichen meines Glaubens!
Anliegen nicht vor GOTT zu bringen ist ein Zeichen des Unglaubens: Ich traue GOTT nicht zu, dass er das Richtige entscheidet, deswegen entscheide ich es für ihn, indem ich ihn gar nicht erst frage.
Das ist nicht nur Unglauben, das ist Götzendienst: ich setze MICH auf den Thron, der GOTT allein gebührt.
Aber oft ist es auch einfach nur Angst, die mich abhält, vor GOTT zu kommen,der Gedanke: GOTT wird es sowieso nicht verändern (können). Das Senfkorn Glauben hier ist der Schritt,  diesen Gedanken zu überwinden und einfach trotzdem zu beten (und anschließend zu staunen!).
Es gibt noch einen weiteren Punkt, den ich für mich entdeckt habe, der massiv vom Glauben bzw. Gebet abhält : Stolz!
Wir glauben oft, wir kriegen es schon alleine hin, es ist eigentlich alles halb so wild.
Und dann gibt es noch falsche Demut: Mein Problem ist zu klein, als das ich das vor den großen GOTT bringen müsste. ER hat wahrlich Besseres zu tun.
All diese Gedanken sorgen dafür, dass wir eben nicht vor GOTT treten und eben nicht dieses kleine Senfkorn Glauben aufbringen.

Ihr seid begehrlich und habt es nicht,[...] doch ihr habt es nicht, weil ihr nicht bittet.
Jakobus 4:2 SCH2000

Die Wahrheit ist:  Es gibt nicht kleinen und großen Glauben, es gibt nur Glauben oder Unglauben!
Und ich glaube, was beide voneinander unterscheidet ist: GEBET!

Und das Schöne ist: hier kann man sich gut selber prüfen. Welche Anliegen bringst du nicht vor GOTT? Dort ist DEIN Unglauben angesiedelt und DORT ist die Stelle, wo du im Gebet dagegen vorgehen kannst.
Was mir geholfen hat, ist, so einfach es klingt, eine Liste mit allen Anliegen zu machen, die mir einfallen und einfach tagtäglich dafür zu beten. Meine Erfahrung ist, dass GOTT nicht unbedingt alles tut, was wir uns wünschen - ER verändert unsere Wünsche!
 Und das ist auch wunderbar :)

Herr, dir allein gebühren Lobpreis und Ehre. Du bist wunderbar und niemals zu durchschauen. Ich danke dir, dass deine Gedanken nicht unsere sind und dass du weit größer bist, als wir jemals erfassen können. Danke, dass du uns immer wieder ins Staunen versetzt und nicht müde wirst uns heimzusuchen mit all deinen Wundern!
AMEN

Montag, 13. November 2017

Jesus ist das ZENTRUM

"Die ganze Schrift deutet hin auf Jesus."
Diesen Satz hab ich noch nie so ganz begriffen, aber jetzt, wo ich das alte Testament lese, fange ich an, ihn zu verstehen.
Jesus ist das Zentrum der Schrift:
Man kann das alte Testament bzw den Gott des alten Testaments nicht verstehen ohne Jesus zu kennen und das neue Testament dreht sich ja sowieso nur um ihn.
Der Gott des alten Testaments ist furchteinflößend und ehrfurchtgebietend, eben ein WAHRER GOTT. Für mich bringt das alte Testament Gottes Heiligkeit zum Ausdruck: Man kann nicht mal eben zu Gott, ihn kurz um was bitten, ihn dann wieder tagelang vergessen und anschließend dafür wieder um Verzeihung bitten und dann ist alles wieder gut.
GOTT IST HEILIG! Nur Auserwählte dürfen überhaupt in seine Nähe und auch die nur, wenn sie sich mehrfach gereinigt und Buße getan haben. Und wenn jemand sich von Gott abwendet und auch nach mehrfacher Mahnung nicht zurück kehrt, dann wird er vernichtet. Gott hat es nicht nötig um unsere Aufmerksamkeit zu betteln.
GOTT IST HEILIG! Und er will, dass sein Volk auch heilig ist. Jeder, der innerhalb seines Volkes anderen Göttern "nachhurt", soll ausgerottet werden und nicht nur er, sondern gleich alle, die zu ihm gehören.
Wo Gottes Volk auftaucht, bleibt kein Stein auf dem anderen. Gott geht ihnen voran. Er schafft Raum für sein Volk und er duldet keinen in ihrer Mitte, der ihn nicht gebührend ehrt!
GOTT IST HEILIG! Es gibt nur einen Weg ihm zu gefallen und das ist Seiner! Alles soll genau so geschehen, wie er es wünscht. Jede Reinigung, jedes Opfer, jedes Fest! Gottes Volk hat eigentlich keine andere Beschäftigung als GOTT ZU GEFALLEN, damit hat es permanent zu tun oder zumindest seine Priester.
Ja, dieser Gott des alten Testaments hat es in sich. Er ist GEWALTIG, er ist MÄCHTIG und er ist ERBARMUNGSLOS!
ABER nur, wenn wir ihn OHNE Jesus betrachten. Ohne Jesus ist dieser Gott SCHRECKLICH, GRAUSAM und BRUTAL. Nicht nur mit seinen Feinden, auch mit seinem Volk, wenn es einen Fehler macht.
ABER es gibt Jesus. Jesus rückt Gott ins rechte Licht. Alle Gnade, alles Erbarmen zeigt sich in ihm.

Jesus spricht: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich! Wenn ihr mich erkannt hättet, so hättet ihr auch meinen Vater erkannt; und von nun an erkennt ihr ihn und habt ihn gesehen.
Johannes 14:6‭-‬7

Erst durch Jesus erkennen wir den Vater. Gott ist gestern, heute und morgen derselbe. Wir können nicht nur einen Teil nehmen und sagen, wir kennen ihn. Weder den "alten" Teil, noch den "neuen". Wir brauchen beides um Gott zu kennen. Das alte Testament ist durch das neue nicht hinfällig! Die Gesetze des alten Testaments sind nicht ungültig durch Jesus, sie wurden erfüllt durch ihn.
Die Größe von Gottes Gnade zeigt sich erst im Hinblick auf das alte Testament! Uns ist ja gar nicht klar, wie sehr Gott unsere ganzen Handlungen verabscheut, wenn wir nicht ins alte Testament schauen. Uns ist nicht klar, wie sehr Gottes heiliges Wesen sich von unserem unterscheidet und wie groß das Opfer von Jesus Christus ist, wenn wir nicht auf das alte Testament schauen.
Was Gott mit Jesus getan hat, ist schlichtweg unbegreiflich! Er hat nicht nur die Sünde für uns getragen. Gott hat sich über unser durch und durch schlechtes Wesen erbarmt und uns in Jesus eine Liebeserklärung geschickt:
Er könnte uns einfach vernichten. Er weiß, wir können seinen Anforderungen niemals genügen.
Es ist, als ob man ein Werkstück gefertigt hätte, dass einem nicht gefällt. (Nicht, weil Gott es nicht perfekt gemacht hätte, sondern weil es Eigenheiten hat, die es für den gedachten Zweck nahezu unfähig machen) Wir Menschen würden dieses Werkstück einfach weg schmeißen und ein neues anfertigen. Nicht aber Gott.

Und nun, so spricht der Herr, der dich geschaffen hat, Jakob, und der dich gebildet hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein.
Jesaja 43:1

DU BIST MEIN! Ich hab dich gemacht und du gehörst zu mir. Er behält uns, obwohl wir immer wieder das Ziel verfehlen. Er tritt für uns ein! Er schickt Jesus Christus um unsere Fehlbarkeit zu überwinden, um uns zu perfektionieren!
Wir sind keine fehlerhaften Werkstücke, ABER wir sind nicht komplett ohne JESUS CHRISTUS. Das zeigt sich im alten Testament immer wieder.
Ohne Jesus können wir nichts, wir sind NICHTS vor Gott, aber MIT IHM sind wir ihm ALLES!
Er will mit uns leben! Diese Entscheidung steht am Anfang, sie steht in der Mitte und sie steht am Ende! Als Gott all diese schlimmen Dinge im alten Testament tat, da wusste er bereits von Jesus, da stand bereits sein Plan uns durch ihn alles zu vergeben!
Und deshalb liebe ich diesen Gott! Das alte Testament lehrt mich dies umso mehr!

Ich danke dir Gott, dass du derselbe bist, gestern und heute. Ich danke dir, dass du uns auserwählt hast mit DIR zu leben von Angesicht zu Angesicht! Es ist mir eine Ehre!

AMEN