Werke-Gerechtigkeit

Es ist, als ob ich jetzt von Gott eine Antwort auf die Frage:" Wann ist es Werke-Gerechtigkeit und wann nicht?" bekommen habe.
Ich habe eine Predigt von Joseph Prince gehört, in der es darum ging, welche schlimme Sünde Moses begangen hat, als er erneut auf den Stein schlug, dass er deswegen nicht ins gelobte Land durfte.
Die Quintessenz war: Schade dem Leib Christi nicht!
Und ich fragte mich wieder mal: Wenn ich mich selbst bemühe, nett zu Leuten zu sein, ist das dann nicht Werke-Gerechtigkeit?
Und dann blitzte es plötzlich in mir auf:
Es geht nicht so sehr um das, was ich tue, sondern mit welchem Herzen ich es tue - aus welcher Kraft heraus.
Bspw. lade ich gern Leute zu mir ein zum Frühstück und schaffe Begegnung, jedoch als ich mal ein paar ältere Menschen aus der Gemeinde eingeladen habe, habe ich gemerkt, dass Seelsorge definitiv nicht mein Ding ist und ich das nur aushalte, aber kein Herz dafür habe.
Also, wann immer ich mich zwingen muss etwas zu tun und ich sogar währendessen nicht wirklich Freude daran habe und ich es nur tue, weil man das tun muss bzw weil ich glaube, dass ich das tun muss, dann ist das definitiv falsch und es stellt sich die Frage, wen ich damit beeindrucken will?! Denn Gott fällt definitiv aus als Bewunderer.
Es beantwortet auch die Frage, ob ich rausgehen und Leuten von Jesus erzählen soll, DENN:
was ich gut kann und liebe, ist Menschen, die mich fragen, was Jesus angeht, Rede und Antwort zu stehen. Ich ermutige auch gern Christen in ihrem Glauben.
Was ich aber definitiv nicht sehr gut kann (und noch nie konnte!), ist Nichtchristen anzusprechen und zu Jesus zu führen bzw das Gespräch dahin zu lenken. Denn: ich kann generell nicht sehr gut Menschen ansprechen. Es fällt mir unheimlich schwer, egal ob im christlichen Kontext oder nicht. Mich dort zu überwinden, gibt absolut mir den Ruhm und nicht Gott und als ich es versucht habe, hat es sich auch nicht wirklich gut angefühlt: Ich habe versucht mit Leuten nur ins Gespräch zu kommen, um über Jesus zu reden. Die Leute an sich waren mir ziemlich egal. - Sehr Jesus-like...
Ich meine, manchmal kostet es einen auch Überwindung etwas zu tun, dass man eigentlich gern tut, weil man Angst hat, wie das bei anderen ankommt - hier ordne ich bspw. auch den Ruf einiger Leute alles aufzugeben und ins Gebetshaus zu gehen einen - vlt kostet es Überwindung, das weltliche Lohnsystem hinter sich zu lassen und dem Ruf zu folgen, aber das Herz zieht ein und im Grunde geht es nicht anders.
Ich glaube, ich kann Werke-Gerechtigkeit jetzt für mich so definieren:
Ist es etwas, wofür mein Herz brennt, sowohl davor, als auch währendessen und danach - dann ist es Jesus in mir.
Ist es etwas, dass ich eigentlich nicht machen möchte, wobei ich mich unwohl fühle, was ich danach eigentlich nicht wieder machen möchte und mich wieder und wieder Überwindung kostet - dann ist es definitiv Werke-Gerechtigkeit.

Ich danke Gott echt, dass er mir das endlich aufgeschlossen hat. Seit ich vom Gnade-Gesetz-Mischmasch zur reinen Gnade durchgebrochen bin, befand ich mich wie in einer Schockstarre: Ich wusste nicht, was zu tun ist und was nicht und hab lieber nichts getan, um nicht wieder in Werke-Gerechtigkeit zu verfallen - ich weiß, dass Gott mich dafür nicht bestraft, aber letztendlich sind es tote und damit unsinnige Werke!
Und jetzt erscheint es mir so klar: Gott sagt, er verändert unser Herz, er macht es neu, schreibt seine Gesetze hinein. Wenn es also von Herzen kommt, dann ist es einfach richtig und gut!
Danke lieber Papa! Echt der Hammer wie weit deine Gnade reicht und wie du einfach an alles gedacht hast!
In Jesu Namen Amen.

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