Freitag, 12. Oktober 2018

Werke-Gerechtigkeit

Es ist, als ob ich jetzt von Gott eine Antwort auf die Frage:" Wann ist es Werke-Gerechtigkeit und wann nicht?" bekommen habe.
Ich habe eine Predigt von Joseph Prince gehört, in der es darum ging, welche schlimme Sünde Moses begangen hat, als er erneut auf den Stein schlug, dass er deswegen nicht ins gelobte Land durfte.
Die Quintessenz war: Schade dem Leib Christi nicht!
Und ich fragte mich wieder mal: Wenn ich mich selbst bemühe, nett zu Leuten zu sein, ist das dann nicht Werke-Gerechtigkeit?
Und dann blitzte es plötzlich in mir auf:
Es geht nicht so sehr um das, was ich tue, sondern mit welchem Herzen ich es tue - aus welcher Kraft heraus.
Bspw. lade ich gern Leute zu mir ein zum Frühstück und schaffe Begegnung, jedoch als ich mal ein paar ältere Menschen aus der Gemeinde eingeladen habe, habe ich gemerkt, dass Seelsorge definitiv nicht mein Ding ist und ich das nur aushalte, aber kein Herz dafür habe.
Also, wann immer ich mich zwingen muss etwas zu tun und ich sogar währendessen nicht wirklich Freude daran habe und ich es nur tue, weil man das tun muss bzw weil ich glaube, dass ich das tun muss, dann ist das definitiv falsch und es stellt sich die Frage, wen ich damit beeindrucken will?! Denn Gott fällt definitiv aus als Bewunderer.
Es beantwortet auch die Frage, ob ich rausgehen und Leuten von Jesus erzählen soll, DENN:
was ich gut kann und liebe, ist Menschen, die mich fragen, was Jesus angeht, Rede und Antwort zu stehen. Ich ermutige auch gern Christen in ihrem Glauben.
Was ich aber definitiv nicht sehr gut kann (und noch nie konnte!), ist Nichtchristen anzusprechen und zu Jesus zu führen bzw das Gespräch dahin zu lenken. Denn: ich kann generell nicht sehr gut Menschen ansprechen. Es fällt mir unheimlich schwer, egal ob im christlichen Kontext oder nicht. Mich dort zu überwinden, gibt absolut mir den Ruhm und nicht Gott und als ich es versucht habe, hat es sich auch nicht wirklich gut angefühlt: Ich habe versucht mit Leuten nur ins Gespräch zu kommen, um über Jesus zu reden. Die Leute an sich waren mir ziemlich egal. - Sehr Jesus-like...
Ich meine, manchmal kostet es einen auch Überwindung etwas zu tun, dass man eigentlich gern tut, weil man Angst hat, wie das bei anderen ankommt - hier ordne ich bspw. auch den Ruf einiger Leute alles aufzugeben und ins Gebetshaus zu gehen einen - vlt kostet es Überwindung, das weltliche Lohnsystem hinter sich zu lassen und dem Ruf zu folgen, aber das Herz zieht ein und im Grunde geht es nicht anders.
Ich glaube, ich kann Werke-Gerechtigkeit jetzt für mich so definieren:
Ist es etwas, wofür mein Herz brennt, sowohl davor, als auch währendessen und danach - dann ist es Jesus in mir.
Ist es etwas, dass ich eigentlich nicht machen möchte, wobei ich mich unwohl fühle, was ich danach eigentlich nicht wieder machen möchte und mich wieder und wieder Überwindung kostet - dann ist es definitiv Werke-Gerechtigkeit.

Ich danke Gott echt, dass er mir das endlich aufgeschlossen hat. Seit ich vom Gnade-Gesetz-Mischmasch zur reinen Gnade durchgebrochen bin, befand ich mich wie in einer Schockstarre: Ich wusste nicht, was zu tun ist und was nicht und hab lieber nichts getan, um nicht wieder in Werke-Gerechtigkeit zu verfallen - ich weiß, dass Gott mich dafür nicht bestraft, aber letztendlich sind es tote und damit unsinnige Werke!
Und jetzt erscheint es mir so klar: Gott sagt, er verändert unser Herz, er macht es neu, schreibt seine Gesetze hinein. Wenn es also von Herzen kommt, dann ist es einfach richtig und gut!
Danke lieber Papa! Echt der Hammer wie weit deine Gnade reicht und wie du einfach an alles gedacht hast!
In Jesu Namen Amen.

Samstag, 29. September 2018

Wie im Himmel so auf Erden

Heute ist mir etwas auf gefallen:
Obwohl ich glaube, dass Gott jederzeit große Dinge tun kann, wenn es um Heilung geht, merke ich, dass mein Glauben weniger Auswirkung auf mein alltägliches Denken hat:
Meine jüngste Tochter (fast 2) hat sich vorgestern eine Platzwunde am Auge geholt. Auf dem Weg zum Krankenhaus betete ich, dass nichts anschwillt und alles gut klappt und tatsächlich gab es zunächst keine Schwellung und wir waren innerhalb von 15 Minuten wieder aus der Notaufnahme raus.
Vorhin sah ich, dass ihr Auge heute deutlich mehr geschwollen war als gestern oder vorgestern und dachte: "Ja, das ist immer so. Morgen ist es wahrscheinlich ganz zugeschwollen." Aber sofort bemerkte ich auch, dass diese Folgerung für mich als Kind Gottes nicht mehr richtig erscheint. Also betete ich nochmal, dass die Schwellung zurück geht, aber es fühlte sich irgendwie noch komisch an. Da gab Gott mir, den für mich entscheidenen Gedanken:
Wir beten im Vater unser "Dein Reich komme, dein Wille geschehe, WIE IM HIMMEL SO AUF ERDEN!"
Wir unterstehen nicht mehr der Ordnung dieser Erde, sondern der himmlischen, der göttlichen Ordnung. Und das heißt, dass auch der natürliche (um nicht zu sagen weltliche) Lauf der Dinge für uns aufgehoben ist. Eine Platzwunde am Auge meiner Tochter muss nicht am 4.Tag völlig zugeschwollen sein, weil das schließlich immer so ist, denn "Das ist immer so." gilt für mich nicht mehr. Für mich gilt zu manifestieren, also durch Gebet in Realität zu bringen, was IM HIMMEL IMMER GILT.
Die Frage stellt sich also immer: Was glaube ich, wie es im Himmel sein wird? Und das sollte der Ausgangspunkt meines Gebets sein. 
Noch ein Beispiel: Ich erinnere mich noch gut daran, als es im Alphakurs um Heilung ging und gleichzeitig gesagt wurde, dass das aber natürliche Konsequenzen nicht aufheben würde: Wenn ich bspw zu wenig anziehe, wenn es draußen kalt ist, hätte das trotzdem eine Erkältung zur Folge.
Genau dieses "Mixdenken" habe ich auch oft,  aber wer sagt das eigentlich? Lesen wir einmal dass Jesus oder einer seiner Jünger krank war? Und wer sagt, dass wir unsere in Jesus gewonne Heilung nicht "herausfordern" dürfen?
Jesus sagt:

Diese Zeichen aber werden die begleiten, die gläubig geworden sind: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben, sie werden in neuen Sprachen reden, Schlangen werden sie aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nichts schaden; Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden.
Markus 16:17‭-‬18 SCH2000

Also, wenn ich Gift trinken kann und mir nichts passiert, kann ich sicher auch in Bikini rausgehen, wenn es schneit und werde nicht krank, finde ich;)
Im Himmel werde ich auch nicht krank werden, wenn ich im Winter im Bikini rausgehe und WIE IM HIMMEL SO AUF ERDEN beten wir, also glauben wir das doch auch!
Ich jedenfalls betete nach dieser Erkenntnis nochmal für meiner Tochter, nicht in der Hoffnung, die Schwellung möge zurück gehen, sondern mit der festen Zuversicht auf göttliche Ordnung im Körper meiner Tochter, und nicht weltlicher!

Ich danke Gott für diesen kurzen Input noch im Schlafanzug auf dem Weg zum Bad! Er ist großartig! Alle Ehre unserem wundervollen allgegenwärtigen Vater, der jede Alltagssituation in eine Offenbarung verwandeln kann! In Jesu Namen, Amen

Freitag, 28. September 2018

Sanftes Joch und leichte Last.

Es ist echt interessant, wie Gott mein Verlangen danach Menschen von Jesus zu erzählen nach und nach dreht.
Jesus hat NIE mit Menschen nur deshalb gesprochen, weil er ihnen von Gott erzählen wollte. Er hatte ein echtes Herz für die Menschen. Wenn er sich jemandem persönlich angenommen hat, dann deshalb, weil dieser Mensch ihm persönlich am Herzen lag - obwohl er ihn meist nicht kannte.
Mir geht es auch ab und zu so. Es gibt Menschen, da fühlt man sofort, dass man sich ihnen zuwenden sollte. Und so langsam glaube ich, wenn wir uns alle denen zuwenden würden, die uns persönlich am Herzen liegen und uns weniger um die kümmern würden, die wir uns für unser gutes Gewissen in den Terminkalender basteln, wäre allen geholfen.
Irgendwie gibt es immer so einen unbewussten Zwang Gutes zu tun. Und prinzipiell ist Gutes tun auch nichts schlechtes, aber es gibt irgendwie zwei Arten davon:
Es gibt Dinge, die wir tun, weil unser Herz es sagt und Dinge, die wir tun, weil unser Gewissen es verlangt. Überwindung kostet nur letzteres, aber ich glaube, dass sind genau die Dinge, die wir lassen sollten. Sie kosten uns unheimlich viel Kraft, weil wir sie eben aus unserer eigenen Kraft tun und nicht aus Gottes Kraft heraus und am Ende gehört der Ruhm nicht Gott, sondern unserem Ego, weil WIR uns überwunden haben.
Ich höre von Joseph Prince gerade:
"Live by the unforced rhythms of Grace" und dort geht es darum, einfach mal dem Rhythmus zu folgen, den Gott einem vorgibt.
Gott sagt, im neuen Bund legt er uns nicht mehr Gesetze auf, sondern schreibt die Gesetze in unser Herz.

Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz in ihr Innerstes hineinlegen und es auf ihre Herzen schreiben, und ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein;
Jeremia 31:33 SCH2000

Und trotzdem glauben wir, unserem Herzen ist nicht zu trauen und es ist nicht Gott, wenn wir etwas wollen. Das ist total paradox.
Entweder wir haben den heiligen Geist und Gott legt uns seine Anliegen aufs Herz oder nicht.
Klar sind wir nicht frei davon auch Dinge zu wollen, die nicht Gott, sondern unser Fleisch will, aber Gottes Geist in uns hilft uns, das zu unterscheiden.
Paulus sagt:

Im Übrigen, ihr Brüder, alles, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was wohllautend, was irgendeine Tugend oder etwas Lobenswertes ist, darauf seid bedacht !
Philipper 4:8 SCH2000

Also, wenn ein Wunsch dem entspricht, ist er vermutlich von Gott in Dein Herz gelegt. Wir überlegen und zweifeln soviel, dass wir wie gelähmt sind. Und wenn wir es mal nicht sind, tun wir Dinge meistens, weil wir denken, das müssten wir jetzt aber tun und haben am Ende keine Kraft mehr für das , was wirklich (Gottes) Kraft hätte.

Letztens las ich einen WhatsApp Status, der lautete so:
"Weniger müssen, mehr wollen."

Ich entdecke für mich gerade, dass das für mich mehr dem "ungezwungenen Rhythmus der Gnade" folgen ist: Mehr das zu tun, was ich wirklich von Herzen will (und von dem ich überzeugt bin, dass Gott mir das ins Herz gelegt hat) und weniger das zu tun, was ich glaube tun zu müssen oder noch schlimmer: von dem ich glaube, es wollen zu müssen.
Zum Beispiel: Regelmäßiges Beten
Das ist etwas, von dem ich immer mal denke, ich müsste das eigentlich mal tun, aber offenbar ist der Wille in mir nicht groß genug, um mir tatsächlich die Zeit dafür zu nehmen. Und letztens kam mir der Gedanke: vielleicht ist das einfach ok so? Es gibt Leute, denen ist das ein totales Bedürfnis wirklich auch kontinuierlich für Dinge zu beten. Ich bete, wann immer es mir gerade in den Sinn kommt, selten für das gleiche Anliegen mehrmals. Aber ich habe schon so unzählige und auch unglaubliche Gebetserhörungen erlebt, dass ich denke, es ist genau richtig so. Wenn ich für etwas mehr beten soll, dann wird Gott es mich wissen lassen, solange reagiere ich einfach spontan auf Gebetsimpulse und überlasse Gott den Rest.
Das Schöne an diesem Vers aus Jeremia ist ja der Schluss:

"Und ich will ihr Gott sein und sie mein Volk."

Das ist so kraftvoll. Gott möchte nicht nur unser Freund sein, nicht nur unser Vater,oder Heiler, sondern unser Gott! Das heißt, er wird sich mächtig erweisen, wenn wir ihm einfach nur vertrauen, dass er es tut. Warum sollte ich, wenn es mir widerstrebt, mehrmals für etwas beten, wenn ich doch genauso gut davon ausgehen kann, dass mein Gott sich mächtig erweisen wird, auch nach nur einem einzigen Gebet.
Ich habe seit ich Christ bin, noch nie so unregelmäßig Bibel gelesen bzw. gebetet wie im letzten halben Jahr und trotzdem schenkt Gott mir Offenbarungen und Gebetserhörungen noch und nöcher.
Und es macht auch Sinn. Jesus sagt:

Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.
Matthäus 11:30 SCH2000

Also glaube ich ihm. Ich unterwerfe mich nicht dem Zeitgeist, nicht dem Geist dieser Welt, der sagt, ich muss mir alles verdienen.
Ich empfange einfach von meinem wunderbaren Gott und lerne von ihm den ungezwungenen Rhythmus der Gnade!

Halleluja!Alle Ehre sei diesem meinen wunderbaren Vater, der alle Werke vorbereitet hat vor Grundlegung der Welt und ich darf einfach in ihnen wandeln!
Amen

Sonntag, 16. September 2018

Komm nach Hause!

Ich betete mal für eine Frau, die ständig mit irgendwelchen Krankheitssymptomen zu kämpfen hatte. Sie hatte echt große Angst, dass sie eine schlimme Krankheit haben könnte und ging ständig zum Arzt. Aber jedes Mal, wenn sie zum Arzt ging, fühlte sie sich Gott gegenüber schuldig, weil sie dachte, dass sie damit zeigen würde, dass sie Gott nicht vertraute, der ja ihr Arzt und Heiler ist.
Ich konnte dieser Frau nicht reinen Gewissens zusprechen, dass das nicht eine Art Vertrauensbruch war, aber was ich ihr zusprechen konnte, war Folgendes:

Unsere Untreue hebt Gottes Treue nicht auf. Im Gegenteil: seine Treue hat die Schuld dafür längst am Kreuz beglichen.
Ja, es gab eine Zeit, da hatten die Menschen allen Grund vor Gott Angst zu haben, wenn sie Gebote übertreten hatten... Aber dieser Bund ist seit über 2000 Jahren abgelöst und hat das wahre Wesen Gottes nie richtig wieder gespiegelt: Gott ist Liebe und er liebt Dich und Mich!

Deine Fehler, deine Übertretungen der Gebote - das alles interessiert ihn wenig. Jesus hat das aus dem Weg geräumt! Damit Gottes Kinder wieder furchtlos in die Arme ihres Vaters zurückkehren können. Und am Ende bleibt eine Frage: Kommst Du nach Hause?

Dienstag, 4. September 2018

Wen der Sohn frei macht...

Ich sah letztens im Vorbeifahren eine Bekannte mit ihrer Tochter. Sie hat vor kurzem den Kindergarten gewechselt: Vom "Elite"- Unikindergarten in einen Kindergarten in einem der "schlechtesten" Viertel der Stadt. Und ich dachte so: Bewundernswert dieses Vertrauen. Und gleich der nächste Gedanke war: Eigentlich krass, dass die meisten Nichtchristen mehr Gottvertrauen haben als Christen.
Wir Christen gehen lieber bei allem auf Nummer sicher:
Der christliche Kindergarten, am besten eine christliche Schule, nur christliche Freunde, christliche Fernseh-Sendungen, christliche Bücher - egal was, Hauptsache christlich!
Als ob wir Angst vor der Welt hätten... UND als ob wir nicht wüssten, wer wir sind, oder besser: WER UNSER VATER IST.
Eigentlich müsste es sich genau anders verhalten. Eigentlich müssten wir furchtlos sein, denn WENN GOTT FÜR UNS IST, WER KÖNNTE GEGEN UNS SEIN?
Oder sagen wir das immer nur so und glauben am Ende gar nicht daran?
Warum nur haben wir solche Angst, dass bspw. unsere Kinder abdriften könnten?
Sagt Jesus nicht:

Darum sage ich euch: Alles, was ihr auch immer im Gebet erbittet, glaubt, dass ihr es empfangt, so wird es euch zuteilwerden!
Markus 11:24 SCH2000

Lügt er? Wenn nicht, heißt das nicht, wenn ich für meine Kinder  um Schutz und Bewahrung bitte, wenn ich darum bitte, dass sie zur Erkenntnis Gottes gelangen, damit auch sie eines Tages glauben; dass mir all das schon zuteil geworden ist? Hab ich nicht eine Zusage von Gott, dass er sie beschützt und sich ihnen zu erkennen geben wird?
Meine ich  damit, wir sollten sorglos unsere Kinder sich selbst überlassen? Wohl kaum! Aber wie wäre es mit ein bisschen mehr Vertrauen?
Wenn der Aufwand meine Kinder an die beste Schule zu geben einfach nur mit großer Kraft zu bewältigen ist, warum dann nicht die weniger gute/christliche Schule und dafür ein bisschen mehr Entspannung?
Warum 5000 außerschulische Aktivitäten und endlose Taxifahrten um mein Kinder zu fördern, statt zu vertrauen, dass Gott das Beste aus ihnen herausholen wird?
Ich kenne keinen anderen Kreis, in dem so achtsam mit seinen Kindern umgegangen wird, wie den christlichen und ganz ehrlich: bei all den Einschränkungen und "Unfreiheiten" ist es völlig klar, dass die Welt da draußen auf Christsein so gar keinen Bock hat. Es sieht nicht aus, wie die absolute Freiheit, die Jesus verspricht (Joh 8,36). Tatsächlich sieht es eher aus, wie ein Gefängnis!
Im Gegensatz zu den Kinder der Nichtchristen, die voller Vertrauen durchs Leben gehen, sind unsere Kinder abgesichert durch den allmächtigen Gott, den Schöpfer des Himmels und der Erde.
DAS IST SO KRASS!
Es ist, als ob unsere Kinder auf so einem riesen Trampolin rumspringen mit einem fetten Netz herum. Aber anstatt sie einfach ihren Spass haben zu lassen, stehen wir die ganze Zeit daneben und sagen:
"Nicht so nah an den Rand! Keine Saltos! Mach langsam!"

Aber es geht nicht nur um unsere Kinder, es geht um viele Dinge:
Versicherungen, Vorsorgeuntersuchungen, Sparkonten...
Um hier nur einige zu nennen, die mir pauschal eingefallen sind.
Wir Christen wählen bei allem den sichersten Weg und fragen uns, warum Apostelgeschichte bei uns keine Realität mehr ist.
Vielleicht, weil wir dazu bestimmt sind auf dem Wasser zu laufen, aber lieber im sicheren Boot sitzen bleiben;)
Ich möchte gern zum Schluss noch ein Beispiel aus meinem Leben nennen, wo Gott mir gezeigt hat, dass ich auf meine Pseudosicherheiten getrost auch verzichten kann:
Es ist, wie ich schonmal erwähnt habe, die Sache mit der Ernährung. Ich würde ja gern jetzt nach Kind Nummer 4 mal das eine oder andere Kilo wieder abnehmen, aber ganz ehrlich: Ich schaffe es weder dauerhaft meine Ernährung umzustellen, noch weniger zu essen. Dieses "Problem" brachte ich Gott im Gebet und er fragte mich, warum genau ich das eigentlich wollte. Es stellte sich heraus, dass in mir die Meinung verankert war (und  teilweise noch ist), dass man nur dauerhaft gesund bleiben kann - vor allem, wenn man älter wird, wenn man sich gesund ernährt und Sport treibt. Die Angst hinter dem Wunsch war also: später mal krank zu sein, wenn ich jetzt nichts ändere. Die Erkenntnis folgte auf dem Fuße. Was ich schon immer theoretisch wusste, sprach Gott mir nochmal klar zu: ER ist es, der mich gesund erhält bzw am Kreuz den Preis für meine Gesundheit gezahlt hat und nichts, was ich tue oder unterlasse würde etwas ändern, wenn ich nicht in Jesus Wunden am Kreuz geheilt worden wäre.
 Der Vers, den ich dazu bekam, war:

"Die Freude am Herrn ist meine Stärke!" (Nehemia 8,10)

- ER gibt mir Kraft, ER schenkt mir Gesundheit und alle Sorge, alles Bemühen darum meinerseits ist unsinnig!
Ganz glauben konnte ich das nicht, irgendwie erschien es mir zu einfach und ganz ehrlich, ich dachte auch irgendwie, dass ich mir das vielleicht einfach nur zurecht legte. Aber dann öffnete ich meine Journaling Bible, weil ich den Vers gern noch gestalten wollte und da laß ich den Satz vor dem, den ich hatte, und dieser räumte alle meine Zweifel des Zurechtlegens aus:

Darum sprach er zu ihnen: Geht hin, esst Fettes und trinkt Süßes und sendet Teile davon auch denen, die nichts für sich zubereitet haben; denn dieser Tag ist unserem Herrn heilig; darum seid nicht bekümmert, denn die Freude am Herrn ist eure Stärke !
Nehemia 8:10 SCH2000

Danach wusste ich, Gott meinte es echt ernst! Ich soll einfach unbekümmert meine Freude am Essen haben und er kümmert sich um den Rest. Mir fiel ein riesen Stein von den Schultern. Ernährung ist ja echt ein riesiges "weltliches" Thema und genau genommen kann man auch den wenigsten Christen erzählen, dass man sich da jetzt voll und ganz auf Gott verlässt. Es fällt mir auch immer noch extrem schwer mich da völlig "gehen zu lassen", zumal natürlich nach dieser Erkenntnis auch sofort eine massive Anfechtung folgte:
An meiner rechten Handinnenseite bildete sich vor einigen Wochen ein kleines "Knubbel". Ich bemerkte es erst nur zufällig, dann wurde es aber größer und auch schmerzhaft. Ich kenn mich nicht gut mit Krankheiten aus - Gott sei Dank -, aber sofort schossen mir ernährungsbedingte Ursachen dafür in den Kopf: zuviel Salz, zuviel Zucker, zu wenig getrunken... Es heißt ja, das alles sei erst über 30 relevant (und ich bin dieses Jahr 33 geworden)! Aber ich wollte das nicht glauben! Ich hatte diesen Vers von Gott und immer, wenn ich wieder den Gedanken hatte, dass es vlt noch schlimmer wird und dass ich besser anfange "ordentlich" zu essen, sagte ich: "NEIN! Ich bin geheilt in Jesu Wunden und all meine Schmerzen hat er am Kreuz bereits getragen!" Das ging etwa 2-3 Wochen so. Ich wollte auch nicht zum Arzt, weil ich wusste, was der mir erzählen würde (Ernährung...;)) und weil ich glaubte (im geringsten Sinne! D.h. ich war nicht überzeugt! Im Gegenteil, ich hatte schon auch Angst, aber ich wollte Gott glauben!), Gott steht zu seinem Wort und wenn ich mich nicht mit Nehemia 8 irrte, dann würde Gott mich heilen. Und tatsächlich: eines Morgens, nachdem es echt schlimm geworden war, war die "Schwellung" plötzlich nahezu verschwunden. Nichts tat mehr weh. Der Kampf war gewonnen;)
Aber es war nicht so sehr ein Kampf gegen eine "Krankheit", sondern einer gegen festgefahrene Glaubenssätze. Gegen den Satz "Ab 30 geht's abwärts (mit der Gesundheit)." und "Du kannst nur gesund bleiben, wenn Du Dich gesund ernährst und Sport treibst."
Ich kämpfe noch immer fast jeden Tag mit diesen festgefahrenen Gedanken, aber es wird auch von Tag zu Tag besser! Ich bin halt ohne Jesus aufgewachsen und habe all die Grundsätze der Welt gelernt und aufgesogen, aber Jesus macht alles neu! Und, wenn es etwas gibt, dass Dir insgeheim Angst macht und wo Du Dich unter Druck fühlst, ermutige ich Dich wirklich, die Freiheit, die Jesus Dir und mir geschenkt hat, zu ergreifen! Tief in mir stellte sich bei all dem Eifer sich gesund zu ernähren trotzdem immer die Frage: Warum sind eigentlich meine Großeltern trotz ihres Alters (85) noch so fit, obwohl sie nie groß auf ihre Ernährung geachtet haben? (Und sie sind nichtmal Christen!) Ich glaube, wir alle ahnen insgeheim von dieser Freiheit, aber wir sind zu sehr indoktriniert und haben zu wenig Vertrauen, vlt auch einfach zu wenig Kenntnis, von dem, was Jesus tatsächlich alles am Kreuz für uns getan und verfügbar gemacht hat.
Aber Jesus selbst sagt:

Wen der Sohn frei macht, der ist TATSÄCHLICH frei. (Joh 8,36)

Bist Du tatsächlich frei? Falls nicht, gibt es gute Nachrichten (oder auch: das Evangelium): Jesus hat deine absolute Freiheit bezahlt! Kannste abhol'n!;)

Danke Vater, dass Dein Wort unumstößlich steht. Ich bete, dass wir als Deine Kinder, immer mehr in das Vertrauen zu Dir hinein wachsen und in die Freiheit kommen, zu der du uns berufen hast! Danke, dass unser Haus auf einem Fels steht und nicht auf Sand!
In Jesu Namen, Amen

Samstag, 21. Juli 2018

Judas - Unwiderruflich geliebt von Jesus.

Es ist mal wieder Zeit für meinen Blog. Heute mit einem Thema, dass mir schon lange auf dem Herzen liegt, aber zugegebenermaßen äußerst kontrovers ist. Es geht heute um JUDAS!
Gern wird ja auf ihm herum gehackt, IHM, dem Apostel, der Jesus verriet. Der vermutlich erste (nach Satan), der in die Hölle kommt (oder dort bereits ist?!), oder doch nicht?
Ihr könnt denken, ich bin verrückt, aber GOTT hat zu mir bezüglich Judas ganz anders gesprochen und ich möchte das gern teilen, weil es meiner Meinung nach die ULTIMATIVE ERMUTIGUNG ist!:)

Ich glaube, auch Judas werden wir im Himmel sehen. Warum und wie ich auf diesen Gedanken kam, dies möchte ich gern in verschiedenen Punkten aufzeigen:

1. Die Bibelstelle, die mich darauf aufmerksam machte.
2. Jesus liebte Judas.
3. Was sagt die Schrift?
4. Die Bedingung für Errettung

1. Die Bibelstelle, die mich darauf aufmerksam machte:

Der Sohn des Menschen geht zwar dahin, wie über ihn geschrieben steht; wehe aber jenem Menschen, durch welchen der Sohn des Menschen überliefert wird! Es wäre jenem Menschen gut, wenn er nicht geboren wäre.
Matthäus 26:24‭ ELB

Bisher dachte ich immer, Jesus sagt dieses "Wehe" ermahnend oder sogar verdammend, aber weil ich gerade gern auch die englische King James Version der Bibel lese, bin ich nochmal besonders auf dieses "Wehe" aufmerksam geworden. Im Englischen steht dort: "WOE", aber das ist nicht ein Ausdruck der Verurteilung, sondern ein Ausdruck von Bedauern, von Kummer. Und plötzlich wurde mir klar: Jesus wusste genau, was passieren würde.  Er wusste,  wie es Judas  gehen würde und trotzdem  hatte er für ihn nichts als Liebe in seinem Herzen und deswegen auch Bedauern um das (irdische) Schicksal seines Freundes, so sehr, dass er ihm wünschte, er wäre nie geboren worden, damit ihm dieses Leid erspart bliebe. Denn

2. Jesus liebte Judas.

Es gibt diese eine Stelle (von vielen;)), die mir immer wieder durch Mark und Bein geht:

Und während er noch redete, siehe, da kam Judas, einer der Zwölfe, und mit ihm eine große Volksmenge mit Schwertern und Stöcken, von den Hohenpriestern und Ältesten des Volkes. Der ihn aber überlieferte, hatte ihnen ein Zeichen gegeben und gesagt: Welchen irgend ich küssen werde, der ist es; ihn greifet. Und alsbald trat er zu Jesu und sprach: Sei gegrüßt, Rabbi! und küßte ihn sehr. Jesus aber sprach zu ihm: Freund, wozu bist du gekommen! Dann traten sie herzu und legten die Hände an Jesum und griffen ihn.
Matthäus 26:47‭-‬50 ELB

Ich dachte bisher immer, es musste Jesus das Herz gebrochen und total enttäuscht haben, dass Judas ihn so verriet. Aber jetzt weiß ich: Das war nicht so. Jesus wusste genau, dass Judas das tun würde, es war für ihn keine Überraschung. Tatsächlich nennt er Judas noch immer FREUND, obwohl er genau weiß, was er zu tun gekommen ist. Jesus liebt Judas! Auch in diesem Moment!
Und auch Judas liebte Jesus:
Was mich auch immer wieder tief trifft, ist das Zeichen, dass Judas aussuchte. Es steht geschrieben: Judas küsste Jesus SEHR.
Bisher hielt ich das immer für den absoluten Hohn. Aber ich fragte GOTT: Warum ausgerechnet ein Kuss?
Seine Antwort: Als Zeichen der Ehre.
Judas hätte einfach von weitem auf Jesus zeigen und sich aus dem Staub machen können, aber das tat er nicht.
Er ging zu Jesus und küsste ihn. SEHR!
Vielleicht als ein letzter Hilferuf. Wie ein: Ich küsse Dich und verrate Dich, bitte offenbare Dich JETZT als DER Messias.
Forderte Judas Jesus vielleicht mit seinem Verrat heraus sich endlich als der zu offenbaren, der er behauptete zu sein?!
Ging es nicht jedem der Jünger so, dass sie, obwohl jeder von ihnen die Zeichen und Wunder Jesu gesehen hatte, zweifelten, ob er wirklich der verheißene Messias war? Spätestens als Jesus am Kreuz starb?
Ich sehe Judas nicht als den Bösen. Immer wieder NICHT. Er hatte einen schwachen Moment, einen Moment des Unglaubens, genau wie jeder von den anderen, wie jeder von uns!
Doch Jesus hat ihn geliebt und ich GLAUBE, seine Liebe ist eine Liebe, die NICHT ohne Wirkung bleibt. Wenn wir Judas verdammen - der von Anfang an mit Jesus unterwegs war und in seinem engsten Kreis verkehrte -, sagen wir gleichzeitig: Jesus Liebe, SEINE Nähe, ist nicht stark genug Menschen zu verändern. Aber das ist sie!
Judas hatte die ganze Zeit schon "Geldprobleme". Er verwaltete das Geld für die Armen und stahl immer mal was (Joh 12,6) und er verriet Jesus für 30 Silberlinge an die Pharisäer. 
Doch statt sich vertrauensvoll an Jesus zu wenden, versuchte er seine Probleme selbst zu lösen, wie ICH SELBST übrigens auch immer und immer wieder;)
Aber das heißt nicht, dass ich Jesus nicht liebe, es zeigt nur, dass ich ihm in manchen Punkten nicht vertraue.

Als nun Judas, der ihn überliefert hatte, sah, daß er verurteilt wurde, gereute es ihn, und er brachte die dreißig Silberlinge den Hohenpriestern und den Ältesten zurück und sagte: Ich habe gesündigt, indem ich schuldloses Blut überliefert habe. Sie aber sagten: Was geht das uns an? Siehe du zu. Und er warf die Silberlinge in den Tempel und machte sich davon und ging hin und erhängte sich.
Matthäus 27:3‭-‬5 ELB

Judas hatte anscheinend auch nicht damit gerechnet, dass Jesus verurteilt würde. Vielleicht dachte er, die Pharisäer nehmen ihn fest und finden sowieso nichts an ihm.
Vielleicht hatte er Jesus aus finanzieller Not verraten,  aber vielleicht hoffte er trotzdem, dass weil oder auch nur wenn Jesus GOTTES Sohn war, GOTT ihn schon retten würde.
Aber er hatte sich geirrt. Das passiert jedem von uns.
Immer und immer wieder höre ich von Predigern, dass Judas Jesus nicht erkannt hat und dass er nicht um Vergebung für seine Sünden gebeten hat und deshalb in die Hölle kommt, aber:
Als Judas sah, dass er sich geirrt hat, war er so voller Schuldgefühle, dass er sich sogar das Leben nahm.
Wenn das nicht absolute Reue zeigt?
Ich meine, er hat nicht um Vergebung gebeten, aber wie sollte er auch?
Er sah überhaupt keine Möglichkeiten mehr.
Auch Petrus, der Jesus  DREIMAL verleugnet hatte, wäre nicht an Jesus dran geblieben, wäre Jesus nach seiner Auferstehung nicht vor allen anderen erstmal zu Petrus gekommen.
Auch ihn hätte es in die Verzweiflung getrieben ohne diesen Akt der Gnade von Jesus.
ALLE haben in dem Moment, als Jesus am Kreuz hing, gezweifelt, so auch Judas!
Wenn er sich nicht umgebracht hätte, ich bin absolut sicher, Jesus wäre vielleicht sogar ihm als erstes erschienen und hätte ihn in den Arm genommen. Und JUDAS wäre der Apostel gewesen, von dem wir am meisten gelesen hätten.
Judas sollte uns einfach ein Beispiel sein NICHT AUFZUGEBEN, nichts für unverzeihlich zu halten und immer wieder zu Jesus zurück zu kehren.
Solange wir glauben, das, was Judas tat, war unverzeihlich, werden wir immer auch selbst glauben, es gibt Dinge, die GOTT nicht vergibt!
Aber so ist es nicht. SO ist GOTT nicht!

3. Was sagt die Schrift?
Auch in der Bibel selbst (nicht nur im Kopf von Doreen) gibt es Indizien, dass Judas nicht in der Hölle schmorrt:
Die Apostel selbst haben Judas nicht verurteilt. Petrus hat sein Verhalten sogar mit der "Schrift" gerechtfertigt:

Brüder, es mußte die Schrift erfüllt werden, welche der Heilige Geist durch den Mund Davids vorhergesagt hat über Judas, der denen, die Jesum griffen, ein Wegweiser geworden ist. Denn er war unter uns gezählt und hatte das Los dieses Dienstes empfangen. [...] Denn es steht im Buche der Psalmen geschrieben: "Seine Wohnung werde öde, und es sei niemand, der darin wohne", und: "Sein Aufseheramt empfange ein anderer". Es muß nun von den Männern, die mit uns gegangen sind in all der Zeit, in welcher der Herr Jesus bei uns ein-und ausging, anfangend von der Taufe Johannes' bis zu dem Tage, an welchem er von uns aufgenommen wurde, von diesen muß einer ein Zeuge seiner Auferstehung mit uns werden.
Apostelgeschichte 1:16‭-‬17‭, ‬20‭-‬22 ELB

Petrus sagt nicht:
Judas war ein Verräter! Lasst uns jetzt jemanden aussuchen, der loyaler ist oder dem wir mehr vertrauen.
Er sagt nur: Judas war einer von uns und hatte das gleiche Los wie wir gezogen. Er war zu allem berufen, zu dem wir berufen sind, aber jetzt ist er tot. Jemand muss ihn also ersetzen.

Jesus sagt im Zuge seiner Festnahme einen  SEHR INTERESSANTEN Satz:

Jesus antwortete: Ich habe euch gesagt, daß ich es bin; wenn ihr nun mich suchet, so laßt diese gehen; auf daß das Wort erfüllt würde, welches er sprach: Von denen, die du mir gegeben hast, habe ich KEINEN verloren.
Johannes 18:8‭-‬9 ELB

NIRGENDS in der Bibel steht, soweit ich weiß, dass Judas für immer verloren gegangen ist. Im Gegenteil, wenn man sich die benannten Stellen anschaut, spricht einiges dafür, dass Judas eben nicht verloren gegangen ist.
Petrus sagt: "Er war unter uns gezählt." und Jesus sagt: "Keiner, den du mir gegeben hast, ist verloren gegangen."

Zum Schluss bleibt zu klären, was ist
4. Die Bedingung für Errettung ?

Und da gibt es eine einzige simple Antwort: GLAUBE.
Aber wie es um Judas' Glauben bestellt war, das sagt uns die Schrift nicht. Sie zeigt uns wohl, dass Judas Zweifel hatte, aber das gleiche sagt sie uns auch über die anderen Jünger und eben an ihrem Beispiel sehen wir, dass Zweifel niemanden für das Reich GOTTES disqualifizieren.

Entscheide selbst, ob Du Zweifel für eine  unverzeihliche Sünde hälst. Ich persönlich weiß, keine Sünde ist zu groß, als dass Jesus Blut sie nicht wegspült! Und ich wünschte sehr, auch Judas hätte das in seinem irdischen Leben noch erfahren können.
Sei's drum, ich danke unserem himmlischen Vater, dass er so voller Gnade ist, dass auch ein zweifelnder Judas die Ewigkeit in seiner Gegenwart verbringen darf. 

Vater, du bist SO gut und ich bete, dass ich und jeder, der das hier liest, stetig in der Erkenntnis Deiner Güte und Deiner Gnade wächst, auf dass dein vollkommener Friede uns mehr und mehr erfüllt und durchdringt!
In Jesu Namen, Amen.

Sonntag, 24. Juni 2018

Warum es auch Sünde ist, sich an die Gebote halten zu wollen...

Letztens habe ich mich mit unseren Gartennachbarn darüber gestritten, dass die Kinder während der Mittagsruhe laut gemacht haben. Eigentlich bin ich niemand, der streitet. Ich liebe die Harmonie, leider ist das mit unseren Gartennachbarn nicht so einfach, denn sie lieben ihre Ruhe und unsere Kinder sind nunmal eher lebhaft. Wie dem auch sei, in Nachhinein hat es mich total geärgert, dass ich mich hab von ihnen aus der Ruhe bringen lassen.
Ich hab mich nicht schuldig gefühlt, dass ich nicht jesusmäßig gehandelt habe und tue das auch immer noch nicht.
Ich bin deswegen auch nicht zu GOTT gegangen und habe IHN um Vergebung gebeten? DENN wozu IHN um etwas bitten, was ER mir bereits vor 2000 Jahren gegeben hat? Aber es stellt sich jetzt natürlich die Frage, was ich beim nächsten Mal tun sollte?

Ich möchte heute mal versuchen zu erläutern, warum es absolut zielverfehlt ist, als Christ zu versuchen sich an die Gebote zu halten. Denn die Werke, die wir dadurch vollbringen, sind nicht weniger tot, als bevor wir Jesus angenommen haben.
Es ist wichtig eines zu erkennen, Paulus sagt es deutlich:
Was nicht aus Glauben geschieht, ist Sünde!
(Römer 14,23)

Das ist nicht nur die Definition von Sünde im neuen Bund, sondern auch im alten. UNGLAUBE ist die EINZIGE SÜNDE, die es gibt. Es ist sozusagen die  URSünde.
Als Adam und Eva nicht mehr glaubten, dass GOTT für sie nur das Beste im Sinn hat, erhielt die Sünde Einzug in ihr Herz. Alles, was danach geschah, war nur die Konsequenz daraus.

Viele Christen meinen, GOTT hat uns, als wir von neuem geboren wurden, ein Gewissen gegeben, damit wir jetzt als Kinder Gottes richtig leben können, quasi als Kompass für Gut und Böse.
Ich behaupte, das Gewissen hatten wir schon, bevor wir neu geboren waren, als Ungläubige, und auch Paulus sagt das:

Denn wenn Nationen, die kein Gesetz haben, von Natur die Dinge des Gesetzes ausüben, so sind diese, die kein Gesetz haben, sich selbst ein Gesetz, welche das Werk des Gesetzes geschrieben zeigen in ihren Herzen, indem ihr Gewissen mitzeugt und ihre Gedanken sich untereinander anklagen oder auch entschuldigen.
Römer 2:14‭-‬15 ELB

Es ist das Gesetz, dass Erkenntnis der Sünde bringt (und damit ein schlechtes Gewissen!) und zwar nicht nur denen, die es kennen, sondern auch denen, die es nicht kennen, weil GOTT es in uns hinein gelegt hat. Jeder Mensch, egal aus welchem kulturellen Hintergrund, weiß, dass jemanden töten keine gute Sache ist. 
Ein schlechtes Gewissen ist etwas, das Christen NICHT mehr haben sollten. Denn, was ist ein schlechtes Gewissen?
Ein schlechtes Gewissen haben, bedeutet: sich seiner Schuld bewusst sein; oder auch: sich schuldig fühlen.
Nun ist UNS als Kindern GOTTES jede Schuld vergeben. GOTT verurteilt uns nicht  mehr (ER hat Jesus verurteilt!) Wir brauchen uns also auch selbst nicht mehr zu verurteilen. 
Wenn ich nun als Kind GOTTES jemanden angelogen habe, dann brauche ich mich nicht schuldig fühlen - GOTT ist deswegen nicht böse auf mich, im Gegenteil: aufgrundessen was Jesus für mich getan hat, ist ER mir, EGAL WAS ICH TUE wohlgesonnen, d.h. ER wird mir auf jeden Fall auf alle erdenkliche Weise helfen aus diesem Schlamassel wieder herauszukommen.
Jetzt zu versuchen, das nächste Mal nicht zu lügen, um das Schuldgefühl hinterher zu vermeiden, ist allerdings der vollkommen falsche Ansatz, denn das Problem ist nicht Schuld (dieses Problem hat Jesus vor 2000 Jahren ein für alle mal gelöst!), das Problem ist Unglaube, ja sogar eine gewisse Form von Selbstgerechtigkeit:
Weil ich glaubte, GOTT könne das Problem für mich nicht lösen, oder schlimmer: ich müsse das Problem selber lösen, habe ich gelogen.
Ich habe GOTT nicht vertraut, dass ER absolut auf meiner Seite ist und immer und überall für mich ist, deswegen habe ich gelogen. Weil ich dachte, es wäre besser für mich.
Wie löst man nun das Problem des Unglaubens?
Ganz sicher nicht, indem man sich selber fertig macht oder indem man auf das schaut, was man selber gemacht hat (und versucht, es beim nächsten Mal besser zu machen). Die Lösung liegt nicht auf der Verhaltensebene, sondern auf der Glaubensebene. 
Jesus gibt die Antwort, als seine Jünger wegen ihres UNGLAUBENS einen Dämon nicht austreiben konnten:

Er aber spricht zu ihnen: Wegen eures Unglaubens; denn wahrlich, ich sage euch, wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so werdet ihr zu diesem Berge sagen: Werde versetzt von hier dorthin! und er wird versetzt werden; und nichts wird euch unmöglich sein. Diese Art aber fährt nicht aus, als nur durch Gebet und Fasten.
Matthäus 17:20‭-‬21 ELB

Gebet und Fasten - Eine neue, intensivere Ausrichtung auf Gott. Nicht ein Herabschauen auf das eigene Versagen, sondern ein Aufsehen auf das vollendete Werk Christi!
Warum nicht lügen? - Nicht, weil es falsch ist Menschen anzulügen und weil GOTT das nicht gut findet, sondern weil Du GOTT tausendprozentig vertrauen kannst, dass alles Dir zum Besten dient. (Römer 8,28) Die Wahrheit zu sagen wird Dir nicht schaden, denn GOTT ist FÜR Dich und wenn Du Dich ausstreckst/Du schaust nach SEINEM Reich und SEINER Gerechtigkeit (Jesus Christus!), wird ER Dir alles andere hinzufügen! (Matthäus 6,33)
Das heißt nicht, wie es früher die gesetzliche Doreen verstand, dass Du nach SEINER Gerechtigkeit handeln musst, DAMIT ER Dir alles hinzufügt (etwas tun müssen um GOTTES Segen zu bekommen, ist ALTER BUND!), es heißt: Du schaust auf das, was Jesus (GOTTES Gerechtigkeit) für Dich getan und abrufbar gemacht hat (GOTTES bedingungsloses Wohlwollen! Ein Leben in Fülle.) und aus der Überzeugung heraus, dass nur Güte und Gnade dir folgen werden, dein Leben lang (Psalm 23,6), EGAL was Du tust, aus dieser Überzeugung, ja aus diesem Glaube kommt die Kraft, die dich befähigt richtig zu handeln! Weil Du keine Angst mehr vor Konsequenzen hast. Weil Du weißt, wenn GOTT FÜR DICH ist, kann NICHTS UND NIEMAND GEGEN DICH sein! (Römer 8,31)

Wenn Du Dich also anstrengst, die Gebote zu halten, es aber nur tust, weil Du denkst, es wäre falsch sie zu brechen, ist das genau genommen immernoch Sünde, denn Du handelst im Unglauben. 
Sicher, niemand von uns denkt ständig an die Gebote und doch denken wir oft so:
Wenn ich jetzt hier lüge, könnte ich einen Vorteil davon haben, aber ich sollte es lieber lassen, denn lügen ist falsch. - GESETZ!
Vielleicht denkst du sogar: Gott wird es nur segnen, wenn ich auf dem richtigen Weg bleibe und nicht lüge. - ALTER BUND LÄSST GRÜSSEN!
Der Gedankengang bei einem Gläubigen wäre völlig anders:
Wenn ich hier lüge, könnte ich einen Vorteil davon haben, jedoch hab ich den sowieso, denn GOTT ist für mich, weil ich SEINE Gerechtigkeit in Jesus Christus bin. Wozu also lügen? Ich bekomme sowieso das BESTE!

Der Unterschied mag in der Handlung nicht offensichtlich sein, aber GOTT sieht das Herz.
Er weiß, ob wir tote Werke aus Unglauben bzw. unserer eigenen Kraft vollbringen, oder ob wir unsere Kraft im Glauben AUS IHM beziehen. 

Als Christen brauchen wir das Gesetz nicht mehr um zu wissen, was gut oder schlecht ist. Das sind Kategorien, die für uns NICHT RELEVANT sind. Das Einzige, was für uns relevant ist, ist VERTRAUEN! Vertrauen wir auf GOTT oder auf uns selbst? Das macht für uns den Unterschied zwischen Gut und Böse. Schau nicht auf deine eigenen Handlungen, sondern auf das, was GOTT tun kann, will und wird!
Hast Du Dich mal gefragt, was eigentlich so schlimm daran war, dass Adam und Eva von dem Baum gegessen haben? Warum wollte GOTT nicht, dass sie Gut und Böse unterscheiden können? Ist doch eine super Sache?!
Weil ER wusste, sie würden dann nur noch auf das schauen, was sie tun. 'Hab ich dies richtig gemacht, hab ich jenes falsch gemacht? Was muss ich tun, was ist der nächste Schritt?' Die Welt wurde für sie zum Minenfeld, nachdem sie die Erkenntnis von Gut und Böse erlangt hatten.
Vorher lebten sie im Paradies. Sie konnten sich frei bewegen im Vertrauen auf GOTT. Und durch dieses Vertrauen haben sie einfach immer richtig gehandelt.
Das Beste, was Du als neugeborenen Christ also tun kannst, ist: das ganze Gesetz wieder zu vergessen. Dich zu verhalten, als hättest Du von dem Baum der Erkenntnis niemals gegessen und Dein Vertrauen einzig und allein auf GOTT zu setzen!
Das ist wahre Anbetung! Und zur dieser Anbetung hat GOTT uns geschaffen!

Was nun unsere Gartennachbarn angeht, so werde ich nicht versuchen, das nächste Mal netter zu ihnen zu sein oder jesusähnlicher, Nein. Wenn sie wieder anfangen rumzumeckern, werde ich mir wieder und wieder sagen: 
Ich bin GOTTES Gerechtigkeit in Jesus Christus. GOTT ist für mich und ER wird die Dinge regeln. Ich werde nicht schreien und ich werde nicht streiten, denn GOTT streitet für mich. Ich mache nichts und ER tut alles.
Und falls es mir dennoch nicht gelingt ruhig zu bleiben, dann werde ich mir das das nächste Mal wieder sagen... Und wieder. Und wieder. Solange, bis ich es glaube und der Glaube in mir die Frucht der Besonnenheit ausgereift hat!

Abba, geliebter Papa, vielen Dank für alles, was Du mir schenkst! Danke für all Deine Güte, Deine Geduld, Deinen Segen! Und das nicht auf Grundlage dessen, was ich getan habe oder tue, sondern einzig und allein wegen dem, was Jesus getan hat. Vor 2000 Jahren. Für mich! Halleluja! Alle Ehre sei Dir und Deiner unermesslichen Weisheit! In Jesu Namen, Amen!

Freitag, 22. Juni 2018

Gedanken zum Thema: Nachfolge

Was bedeutet eigentlich Jesus nachfolgen?
Als Jesus seine Jünger aufforderte: Folgt mir nach, da konnten sie das tatsächlich physisch tun.
Ich glaube, dieser "Ruf" bedeutet für uns heute nicht mehr das gleiche.
Ich glaube, Jesus fordert uns nicht auf, in seinen physischen Fußstapfen zu wandeln.
Wir sind heute glaube ich, nicht so sehr aufgefordert, ihm in all seinen Handlungen nachzufolgen und ihn zu kopieren... Die Frage auf "Folge mir nach!" ist doch heute (nicht damals, da er physisch anwesend war!): Wohin?
Und da wird's interessant. Wo ist Jesus denn? Bei Gott. Zur Rechten des Vaters.
Für mich ist die Antwort auf die Frage "Wohin?" - An das Herz des Vaters! Denn das ist der Quell allen Lebens!
Wenn ich dort nicht verankert bin, dann kann ich an Handlungen vollführen, was immer ich will, es wird totes Werk sein.
Warum losziehen und Kranke heilen, wenn es nur ein Gehorsamsschritt ist und nicht ein Bedürfnis?
Wenn unsere Herzen tatsächlich synchronisiert wären mit dem unseres himmlischen und liebevollen Vaters, würde es uns dann nicht auch Schmerzen, wenn wir Kranke sehen? Würden wir nicht versuchen sie durch Gebet zu heilen, egal wie sehr wir daran glauben, ob es funktioniert? Würden wir diesen Strohhalm nicht ergreifen um das Leid zu mildern, wenn es uns wirklich auch schmerzen würde?
Ist das Problem der heutigen Christen nicht eher ein Herzens- als ein Glaubensproblem?
Ein Mangel an Erkenntnis des Vaterherzens, mehr als ein Mangel an Glaube an Wunder?
Wenn wir zurück dahin wollen, wo die Urgemeinde war, dann sind wir nur zu einer einzigen Handlung aufgefordert:
Jesus nachzufolgen ans Herz des Vaters! Gott und seine Gerechtigkeit (Jesus!!!) zu allererst zu suchen! Uns auszustrecken nach all der Gnade und Liebe, die er uns in Fülle schenken möchte! Wenn wir unseren Vater kennen, werden wir auch seine Söhne und Töchter sein!
Unser Herz können wir nicht selbst verändern, egal wie sehr wir uns anstrengen. Das kann nur ER! Und er tut es, während wir zu seinen Füßen liegen und einfach nur hören und fühlen, was er über uns sagt und denkt.
Also komm zur Ruhe und höre hin! Die Welt ist so laut und so voller Hass, voller Forderungen, voller Beleidigungen, voller niederdrückender Nachrichten und Geschehnisse...  Wir müssen uns echt anstrengen zu hören, was ER uns zu sagen hat.

So wollen wir denn eifrig bestrebt sein, in SEINE Ruhe einzugehen.
Hebräer 4:11 SCH2000

Das ist eine echte Herausforderung! Sich die Zeit und Ruhe zu nehmen hinzuhören, was Gott über uns sagt. Den Fernseher und das Handy auszuschalten und Bibel zu lesen, nicht aus religiöser Pflicht, sondern weil eine Begegnung von Herz zu Herz das einzige ist, was uns wirklich erfüllt. Nehmen wir uns Zeit geliebt zu sein! Nicht für Gott, nicht für die Welt, sondern für uns selbst - total egoistisch;)

Danke Vater, dass Du in all meinen Bestrebungen Jesus nachzufolgen mich zur Ruhe gebracht hast. Dass Du mich dorthin ziehst, von wo aus wahre Nachfolge überhaupt erst möglich ist: Von deinem Herzen aus! Danke, dass eine Begegnung mit Dir nicht ohne Folgen für mich bleibt. Danke, dass Du mich transformierst, so tief, dass ich es nicht direkt sehe und dann doch immer wieder staune, wenn ich merke, dass sich etwas grundlegend verändert hat. Ich glaube an die Kraft deiner Liebe, jedem Tag ein bisschen mehr!
Amen

Montag, 18. Juni 2018

Errettung verlieren? Teil 3 - Einmal gerettet, immer gerettet!

Nachdem ich nun die zwei am häufig genanntesten Gründe dafür seine Errettung zu verlieren - sich vom Glauben abkehren oder zuviel Sündigen - hoffentlich entkräftigt habe, würde ich abschließend gern einfach nochmal ein paar Bibelstellen und Gründe nennen - genau genommen 3!-, die so sehr dafür sprechen, dass unser Heil unumkehrbar ist, dass man schon aufgrundessen alle Bibelstellen, die etwas anderes sagen, entkräften kann (und weiß, es muss etwas anderes als das Verlieren des ewigen Lebens gemeint sein!):

1. meine Lieblingsbibelstelle:

Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren ewiglich, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben. Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alles, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters rauben.
Johannes 10:27‭-‬29 ELB

Geht es noch deutlicher? GOTT hat uns Jesus in die Hände gegeben und niemand kann uns dieser Hände mehr entreißen - einschließlich uns selber! Das interessante ist ja, dort steht GOTT hat uns in seine Hände gegeben, nicht: wir sind von uns aus dorthin gelaufen! Ich meine, ich will hier jetzt keine Diskussion lostreten wieviel wir tatsächlich zu unserer Erwählung beitragen - in Form von Jesus annehmen oder was auch immer. Aber eines steht fest: GOTTES Hand hat uns in die Hände Jesu geführt.  Wir  sind also wie in einem Sandwich verpackt zwischen den Händen Jesu und drumherum nochmal die Hände des Vaters - wie um alles in der Welt sollten wir unsere Errettung noch verlieren???

2. 
Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden!
2. Korinther 5:17 SCH2000

Ich könnte noch mehrere dieser Bibelstellen ranzitieren, die sagen, unser altes Ich ist mit Jesus gestorben und wir sind neu. Ja Jesus sagt sogar zu Nikodemus, er muss von neuem geboren werden, was bedeutet: Sind wir in Christus, SIND wir von neuem geboren. Wenn wir nun also von neuem geboren sind und unser altes Ich tot ist, wie sollen wir zurück? Wie könnten wir aus unserem neuen durch Jesus gerechten Ich wieder zurück in unser sündiges gestorbenes Ich? Ist das mit der Neugeburt nur symbolisch gemeint - dann wäre es natürlich möglich zurück zu kehren -, aber ist es symbolisch gemeint, dass wir vor Gott gerecht erklärt sind? Dass wir in Christus sind? Dass wir, indem er Teil von uns geworden ist, Teil von ihm geworden sind? NEIN! Und da kommen wir zu Bibelstelle Nummer 3:

Daran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns, dass er uns von seinem Geist gegeben hat.
1. Johannes 4:13 SCH2000

GOTT hat uns seinen Geist gegeben! Das ist unumkehrbar. Er nimmt ihn nicht wieder weg!

In ihm seid auch ihr, nachdem ihr das Wort der Wahrheit, das Evangelium eurer Errettung, gehört habt — in ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist der Verheißung, der das Unterpfand unseres Erbes ist bis zur Erlösung des Eigentums, zum Lob seiner Herrlichkeit.
Epheser 1:13‭-‬14 SCH2000

Diese 4. musste ich noch hinterherschieben;) Wir sind versiegelt mit dem Heiligen Geist! Es gibt dem eigentlich nichts hinzuzufügen. Der Geist selbst hat Jesus von den Toten auferweckt - wenn wir ihn haben, wird das auch mit uns passieren! Wir werden wieder auferstehen zum ewigen Leben. (Genau genommen werden wir NIE sterben, denn GOTT ist nicht ein GOTT der Toten, sondern der Lebendigen! Markus 12,27)

Es gibt keinerlei Zweifel daran, dass unserer Errettung sicher und unumkehrbar ist. Zumindest für mich nicht!
Falls Du immer noch Zweifel daran hast, dann frag ich mich, welches Bild von unserem Liebenden Vater du hast?
Glaubst du, GOTT wartet nur darauf, dass wir einen Fehler machen, damit er uns von seiner Liste streichen kann? Weil er ja so heilig ist und auf keinen Fall auch nur im geringsten jemanden dulden kann, der es nicht ist?
Mit 1000 prozentiger Sicherheit kann ich Dir sagen:
So ist GOTT NICHT! GOTT liebt Dich sooooooo sehr, dass er das Beste, das ihm Liebste aus dem Himmel geopfert hat; dass er selbst - seine Heiligkeit höchst persönlich!- in diese sündige Welt hinabgestiegen ist um zu unterstreichen, was er IMMER, wenn er auf den Plan getreten ist, als erstes verkündigte: FÜRCHTET EUCH NICHT!!!!!
Ja, GOTT ist heilig. Ja, er ist furchteinflößend in seiner Heiligkeit, aber er will nicht, dass wir uns fürchten! Er will, dass wir seine Liebe erkennen. Er ist ein Vater, kein fieser Erbsenzähler! Er kennt unsere Unperfektheit und er sandte Jesus um  eine Brücke zwischen unserer Unperfektheit und seiner Perfektheit zu schlagen. ER WILL DICH! Aus keinem anderen Grund hat er Jesus gesandt. Er wollte immer nur Beziehung, NIE Gehorsam! Wenn Du das nicht verstehst - und ich gebe zu, ich hatte das selbst eine Zeit lang aus den Augen verloren - dann kannst Du die Fülle dessen, was er Dir geben möchte, nicht empfangen. 
Er ist so gut, dass es nicht zu fassen ist. Ja, es ist nicht zu glauben!!
Aber genau diese eine Bedingung stellt er:
DASS DU ES GLAUBST! 
Und alles andere wird dir hinzugefügt!
AMEN!

PS: Ich verlinke mal noch eine wirklich schöne Ausführung zu diesem Thema, für alle, die Irgendwie immernoch zweifeln:
Einmal gerettet, immer gerettet!

Mittwoch, 13. Juni 2018

Errettung verlieren? Teil 2 - Mutwillig sündigen

Ich erzählte bereits, dass ich vor einiger Zeit aus meiner Gemeinde ausgetreten bin.
Mittlerweile weiß ich, die Gründe dafür waren absolut die falschen. Aber was ich jetzt auch weiß, ist: Es war soviel Gesetz in MEINEM Evangelium, in dem Evangelium, das ich für mich angenommen hatte - ich hätte das nie bemerkt, hätte Jesus mich nicht aus der Gemeinde raus an den Rand der Verzweiflung getrieben.

Nachdem ich also aus der Gemeinde ausgetreten war, weil ich Jesus gehorchen und das Evangelium tatsächlich in alle Welt verkünden wollte, geriet ich an ein paar Leute, die man damals "Gesetzeslehrer" genannt hätte,  Leute,  die das "Gehorchen" sehr ernst nahmen und nicht nur das Evangelium verkündigen, Leute taufen, Kranke heilen und Dämonen austreiben wollten, sondern gleichzeitig mit Gottes Hilfe auch noch jedes einzelne Gebot halten und ein heiliges Leben führen wollten.
Mich persönlich führte das unter anderem zu einer "spirituellen Hausreinigung". Schon vor einiger Zeit waren mir einige Bücher unserer Kinder ein Dorn im Auge - aus Sorge um ihre geistige Gesundheit -, doch jetzt, wo ich in dieser Gehorsamsschiene drinne war, erschien es mir absolut notwendig diese Bücher endlich auszusortieren, da sie nicht der EHRE Gottes dienten. Aber plötzlich war da einiges, was nicht der Ehre Gottes diente. Zum Beispiel die Einhörner im Zimmer meiner Tochter - nach wie vor sehe ich nicht, inwiefern Einhörner die Ehre Gottes angreifen, aber wenn Dir einmal jemand einen Floh ins Ohr gesetzt hat, ist es schwierig ihn zu ignorieren. Also "enteinhornte" ich kurzerhand alle Einhorn-Kuscheltiere  und machte sie, Dank meiner von Gott geschenkten Nähkünste, zu einfachen Pferden. Nun war da aber noch die Einhornbordüre an der Wand und ich wusste, die konnte ich nicht einfach ohne die Erlaubnis meines Mannes entfernen. Dieser allerdings ist (noch) kein Christ und würde deshalb die Argumentation mit der Ehre Gottes nicht nachvollziehen können. Es brachte mich in einen echten Gewissenskonflikt. Eine Bekannte, die mit in der Gehorsamsschiene lief, forderte mich heraus und sagte mir: ich müsse selbst wissen, was mir wichtiger ist, die Ehre Gottes oder Frieden mit meinem Mann... Was sollte ich darauf antworten?...
Doch dann kam der entscheidende Gedanke: Wo soll das alles noch hinführen?! Wie gehorsam musste ich sein zur Ehre Gottes? Konnte ich wirklich ein heiliges Leben führen? Und wenn nicht, würde ich dann nicht mehr zu Jesus gehören? Wenn ich mich seines Blutes als unwürdig erweisen würde?
Und das ALLES war zurück zu führen auf eine bestimmte Bibelstelle (natürlich gibt es mehrere, aber diese eine hat es in sich!) und nach dieser echt langen Einleitung möchte ich die gern heute auslegen:

Wir haben in Christus die Wahrheit erkannt. Sündigen wir aber auch jetzt noch mutwillig weiter, gibt es kein Opfer mehr, das uns von unseren Sünden befreien kann. Dann bleibt nichts als das schreckliche Warten auf das Gericht, in dem Gottes verzehrendes Feuer alle seine Feinde vernichten wird.  Wenn jemand gegen das Gesetz von Mose verstößt und dieses Vergehen von zwei oder drei Zeugen bestätigt wird, kann er keine Gnade erwarten. Er muss sterben! Was meint ihr, um wie viel härter die Strafe für den sein wird, der den Sohn Gottes gleichsam mit Füßen tritt, dem das Blut des neuen Bundes nichts mehr bedeutet, durch das er doch Gemeinschaft mit Gott haben konnte! Ein solcher Mensch beleidigt Gottes Geist, von dem er nichts als Gnade und Barmherzigkeit erfahren hat. Wir alle kennen doch den, der gesagt hat: »Ich werde Rache nehmen und Vergeltung üben!« Von ihm heißt es auch: »Der Herr wird über sein Volk das Urteil sprechen.«  Wie furchtbar wird es allen ergehen, die dem lebendigen Gott in die Hände fallen!  
Werft nun eure Zuversicht nicht weg! Es wird sich erfüllen, worauf ihr hofft.  Aber ihr müsst standhaft bleiben und tun, was Gott von euch erwartet. Er wird euch alles geben, was er zugesagt hat. Denn das steht fest: »Schon bald wird der kommen, der angekündigt ist. Er wird nicht mehr lange auf sich warten lassen. Nur wer mir, Gott, vertraut, wird meine Anerkennung finden und leben. Wer aber zurückweicht und aufgibt, an dem werde ich kein Gefallen finden.«  Doch wir gehören nicht zu denen, die zurückweichen und verloren gehen. Wir gehören zu denen, die am Glauben festhalten und das ewige Leben gewinnen.
Hebräer 10:26‭-‬31‭, ‬35‭-‬39 HFA

Dies ist die Übersetzung der Hoffnung für Alle - und das ist der Grund, warum diese Bibelübersetzung sich für mich disqualifiziert hat. Hier ist kein Spielraum für Interpretation, weil die Übersetzung selbst schon interpretiert ist. Keine Möglichkeit das kommende Gericht für Heilige, die noch mutwillig sündigen abzuwenden... Eine furchtbare Übersetzung, die den Namen "Hoffnung für alle" absolut NICHT verdient!
Jedoch gibt es Übersetzungen, die wesentlich näher am Urtext sind. Ich persönlich empfehle die King James Übersetzung, wenn Du gut Englisch kannst. Ansonsten schauen wir uns doch Mal die Elberfelder an:

Denn wenn wir mit Willen sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig, sondern ein gewisses furchtvolles Erwarten des Gerichts und der Eifer eines Feuers, das die Widersacher verschlingen wird. Jemand, der das Gesetz Moses' verworfen hat, stirbt ohne Barmherzigkeit auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen; wieviel ärgerer Strafe, meinet ihr, wird der wertgeachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und das Blut des Bundes, durch welches er geheiligt worden ist, für gemein geachtet und den Geist der Gnade geschmäht hat? Denn wir kennen den, der gesagt hat: "Mein ist die Rache, ich will vergelten, spricht der Herr". Und wiederum: "Der Herr wird sein Volk richten". Es ist furchtbar, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen! 
Werfet nun eure Zuversicht nicht weg, die eine große Belohnung hat. Denn ihr bedürfet des Ausharrens, auf daß ihr, nachdem ihr den Willen Gottes getan habt, die Verheißung davontraget. Denn noch über ein gar Kleines, und der Kommende wird kommen und nicht verziehen. "Der Gerechte aber wird aus Glauben leben"; und: "Wenn jemand sich zurückzieht, so wird meine Seele kein Wohlgefallen an ihm haben". Wir aber sind nicht von denen, die sich zurückziehen zum Verderben, sondern von denen, die da glauben zur Errettung der Seele.
Hebräer 10:26‭-‬31‭, ‬35‭-‬39 ELB

Eigentlich ist diese Bibelstelle sooooooo wundervoll! Jedoch NUR durch die Augen der Gnade. Schaut man mit dem Blick des Gesetzes auf diese Stelle ist sie verheerend, allerdings widerspricht sie dann auch sämtlichen Bibelstellen, die sagen, dass wir allein aus Glaube errettet sind. (Und wie wir wissen ist selbst der ein Geschenk, denn Jesus ist Anfänger und Vollender des Glaubens - es ist also ALLES geschenkt!)
Nun aber zurück zum Wort:

Denn wenn wir mit Willen sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig, sondern ein gewisses furchtvolles Erwarten des Gerichts und der Eifer eines Feuers, das die Widersacher verschlingen wird.

"Wenn wir mit Willen sündigen" - Was heißt das? Vor allem "nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben". Die Wahrheit ist nach Jesus' eigener Aussage ER SELBST. Ihn selbst haben wir also empfangen bzw die Erkenntnis über dass, was er für uns am Kreuz getan hat: Vergebung der Sünden durch sein Blut und Heilung unseres Körpers durch seine Wunden erwirkt. Er, das Lamm Gottes, hat die Sünden der Welt HINWEG GENOMMEN.(Joh ,29)
Wenn die Sünden hinweg genommen sind, inwiefern können wir dann mutwillig sündigen?
Paulus sagt in Römer 14: Was nicht aus Glaube geschieht, ist Sünde. Sprich: Unglaube ist Sünde.
Denn Sünde ist, was uns trennt von Gott - schon immer! Es gibt aber nach Jesus NICHTS mehr, was uns noch von Gott trennen könnte, es sei denn, wir glauben nicht daran!
Der obige Vers heißt also vereinfacht:

Wenn wir nun nicht glauben, dass ALLE Sünden hinweg genommen bzw vergeben sind, nachdem wir  Jesus erkannt haben, bleibt uns kein weiteres Schlachtopfer für Sünden.

Früher opferte der Hohepriester jedes Jahr für die Sünden des  vergangenen Jahres. Die Vergebung musste immer wieder neu erwirkt werden, jedoch JETZT hat Gottes perfektes Opfer  ein für alle mal alle Sünden  bezahlt. Wenn Du das nicht glaubst, kannst Du nichts mehr opfern. Erneute Tieropfer bringen  keine weitere Vergebung -  der alte Bund ist hinfällig! Was dir bleibt  ist dann 

ein gewisses furchtvolles Erwarten des Gerichts und der Eifer eines Feuers, das die Widersacher verschlingen wird.

Das ist tatsächlich das, was mir am Ende dieser Gesetzesphase noch blieb: die Erkenntnis, dass ich Gott nichts zu geben habe und dass, wenn das Opfer Jesu nicht ausreicht, sondern ich mich dessen auf irgendeine Art und Weise als würdig erweisen müsste (indem ich nicht mehr sündige), ich direkt in die Hölle wandern würde - keine tollen Aussichten!
Wenn Du jetzt denkst: Ach Du Scheiße! Ich dachte bisher immer, man muss sich zusätzlich an die Gebote halten... Bin ich dann jetzt ungläubig und mich erwartet die Hölle? Ich kann das biblisch nicht belegen, aber ich denke: Gottes Gericht furchtvoll erwarten KANN nur jemand, der schon gerettet ist AUS GLAUBEN, DENN jeder Ungläubige ist entweder davon überzeugt, dass es Gott nicht gibt oder hat für sich einen anderen Weg gefunden in den Himmel zu kommen (Den es nicht gibt! Aber Leute machen sich das vor!). Der Einzige also, der Gottes Gericht FURCHTVOLL erwartet, ist der, dem bewusst ist, dass es dieses Gericht gibt und dem bewusst ist, dass er ein Sünder ist. Aber jemand, der schon so weit ist, hat auch das Opfer Jesu im Glauben angenommen, weil er weiß, dass es seine einzige Chance ist. Nur, weil er es nicht richtig begriffen hat oder die Gnade schmäht/verwirft, wird er früher oder später mit seiner Werke-Gerechtigkeit an das Ende seiner Kräfte kommen und dann bleibt für ihn nur ein furchtvolles Erwarten, obgleich er nichts Furchtvolles zu erwarten hat, denn er ist ja eine neue Kreation, gefüllt mit Gottes Geist/Auferstehungskraft. Zweifel ist keine unverzeihliche Sünde;) (Um die "unverzeihliche" Sünde kümmere ich mich demnächst mal)

Jemand, der das Gesetz Moses' verworfen hat, stirbt ohne Barmherzigkeit auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen; wieviel ärgerer Strafe, meinet ihr, wird der wertgeachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und das Blut des Bundes, durch welches er geheiligt worden ist, für gemein geachtet und den Geist der Gnade geschmäht hat?

"Den Sohn Gottes mit Füßen treten" 
"Das Blut des Bundes gemein erachten"
"Den Geist der Gnade schmähen"
Das alles sagt ein und dasselbe aus, nämlich das Opfer Jesu als NICHT AUSREICHEND zu betrachten und selber etwas hinzufügen zu wollen.
Paulus sagt an anderer Stelle:

Seid ihr so unverständig? Nachdem ihr im Geiste angefangen habt, wollt ihr jetzt im Fleische vollenden?
Galater 3:3 ELB

Ich denke übrigens, es geht an dieser Stelle nicht darum, dass derjenige, der den Sohn Gottes mit Füßen tritt, das ewige Leben abgesprochen bekommt. Das macht im Zusammenhang keinen Sinn. Denn die Strafe im mosaischen Gesetz, die erwähnt wird, ist eine irdische, nicht eine ewige,  insofern ist die ärgere Strafe vermutlich auch eine irdische und nicht die  Aberkennung des ewigen Lebens. Ich persönlich denke, es ist auch eher eine Konsequenz, als eine Strafe.

Denn wir kennen den, der gesagt hat: "Mein ist die Rache, ich will vergelten, spricht der Herr". Und wiederum: "Der Herr wird sein Volk richten". Es ist furchtbar, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen! 

Der Autor betont nochmal, dass jemand, der keine Heilsgewissheit hat bzw sie sich nehmen lässt (von "Gesetzeslehrern"), eine wirklich schreckliche Erwartung an die Zukunft hat.

Werfet nun eure Zuversicht nicht weg, die eine große Belohnung hat. Denn ihr bedürfet des Ausharrens, auf daß ihr, nachdem ihr den Willen Gottes getan habt, die Verheißung davontraget. Denn noch über ein gar Kleines, und der Kommende wird kommen und nicht verziehen.

Und dann sagt er es eindrucksvoll: Werft doch eure Zuversicht nicht weg, die eine große Belohnung hat, nämlich die (und das liest man in den Versen dazwischen - ich hab der Übersichtlichkeit halber ein paar ausgelassen!), dass es viel einfacher ist, Dinge im hier und jetzt, ob der Freude auf unsere zukünftige Herrlichkeit, zu ertragen! Jetzt bedarf es des Ausharrens im Glauben, nicht um sein ewiges Leben zu "behalten", weil man es sonst verlieren würde, sondern weil der Verfasser weiß, welche Kraft die Hoffnung im Leben eines Menschen freisetzt. Wo aber keine Hoffnung ist, da ist auch keine Kraft!
Wir müssen jetzt nur Abwarten, lange dauert es nicht mehr, bis Jesus wiederkommt und dann werden wir, die wir den Willen Gottes getan haben - nämlich GLAUBEN!, auch die Verheißung erben:

Wer da glaubt und getauft wird, wird errettet werden;
Markus 16:16 ELB

Der Gerechte aber wird aus Glauben leben"; und: "Wenn jemand sich zurückzieht, so wird meine Seele kein Wohlgefallen an ihm haben". Wir aber sind nicht von denen, die sich zurückziehen zum Verderben, sondern von denen, die da glauben zur Errettung der Seele.

Und hier sagt er es nochmal: Es ist der Glaube, der zählt.
Gott hat keine Freude daran, wenn wir uns zum Verderben zurück ziehen, sprich: wenn wir von der Heilsgewissheit abweichen zurück zum ungewissen Gesetz bzw ist ja klar, wo das Gesetz endet: im Verderben!
Wir GLAUBEN zur Errettung unserer Seele, im Gegensatz zu: Wir TUN irgendetwas dafür.
Ich finde Hebräer 10, wie schon erwähnt, wundervoll! Gott betont hier nochmal, dass es so wichtig ist, sich einzig GLAUBEND auf das Werk Jesu' zu stellen. Er macht klar, welche seelischen Konsequenzen es hat, dies nicht zu tun und ich liebe es, dass Gott uns durch diesen Brief davor warnt! 
Es könnte ihm auch egal sein, gerettet ist gerettet, aber er möchte eben nicht, dass wir NUR irgendwann mal bei ihm im Himmel sind, er möchte, dass es uns im hier und jetzt gut geht.
Ich möchte gern an dieser Stelle nochmal Römer 8 zitieren:

Er, der doch seines eigenen Sohnes nicht geschont, sondern ihn für uns alle hingegeben hat: wie wird er uns mit ihm nicht auch alles schenken?
Römer 8:32 ELB

Gott möchte uns hier und jetzt alles schenken. Er möchte für uns ein Gott im Hier und Jetzt sein,nicht erst in der Ewigkeit. Und das ist so wunderbar! Wir müssen es nur glauben! Gott ist für uns! Gott ist unser Vater! Gott ist unser Gott - einer, der alles kann und für uns alles möglich machen WILL, wenn wir ihn nur darum bitten!
Kein Gott, der ewiges Leben gibt und nimmt, wie er gerade lustig ist, sondern einer, der zu seinem Wort steht und gibt, was er verheißt:
Ewiges Leben, dem, der da GLAUBT!

Halleluja und AMEN! Vater, du bist einfach wundervoll! Danke, dass ich Dein Kind sein darf! Amen

Montag, 4. Juni 2018

Errettung verlieren? Teil 1 - Vom Glauben abfallen

In nächster Zeit beschäftige ich mich mal mit einer wirklich heiklen Frage:
Kann man seine Errettung verlieren?

Nun, die meisten Christen, die ich kenne, sind sich einig, dass das durch Ungehorsam nicht möglich ist, da Jesus ja für ALLE unsere Sünden (auch Ungehorsam), vergangene und zukünftige, gestorben ist. (Trotzdem werde ich auch dazu nochmal einen Beitrag schreiben)
Jedoch sind sich die meisten auch einig, dass man sich durch eine bewusste Entscheidung von Jesus trennen kann und damit dann auch seine Errettung verliert.
Ich weiß nicht, woher dieses Gerücht kommt - ich sehe im neuen Testament keine einzige Person, auf die das zutrifft!
Mit meinem Wissen über Gottes Liebe macht es auch keinen Sinn, dass das möglich ist, denn: Dass sich jemand von Jesus abwendet, passiert doch allerhöchstens dann, wenn er absolut enttäuscht von Gott ist. Wenn etwas Schlimmes passiert ist, wo man sich von Gott verlassen gefühlt hat und daraufhin beschließt man: "Mit diesem Gott will ich NICHTS mehr zu tun haben. Er hat mich im Stich gelassen."
Aber mal ehrlich, was für ein liebender Vater wäre Gott, wenn er in dieser Stunde unserer absoluten Verzweiflung noch eins drauf setzen würde, in dem er sagt: Na dann hast du jetzt kein ewiges Leben mehr!
Also schon rein "logisch" macht es keinen Sinn, dass man durch Abkehr von Gott seine Errettung verlieren kann.
JEDOCH gibt es einige Bibelstellen, die daraufhin deuten, wenn man sie nur liest und nicht weiter darüber nachdenkt.
Die wohl offensichtlichste davon ist Hebräer 6:
Denn es ist unmöglich, diejenigen, welche einmal erleuchtet waren und geschmeckt haben die himmlische Gabe, und teilhaftig geworden sind des Heiligen Geistes, und geschmeckt haben das gute Wort Gottes und die Wunderwerke des zukünftigen Zeitalters, und abgefallen sind, wiederum zur Buße zu erneuern, indem sie den Sohn Gottes für sich selbst kreuzigen und ihn zur Schau stellen. Denn das Land, welches den häufig über dasselbe kommenden Regen trinkt und nützliches Kraut hervorbringt für diejenigen, um derentwillen es auch bebaut wird, empfängt Segen von Gott; wenn es aber Dornen und Disteln hervorbringt, so ist es unbewährt und dem Fluche nahe, und sein Ende ist die Verbrennung. Wir aber sind in Bezug auf euch, Geliebte, von besseren und mit der Seligkeit verbundenen Dingen überzeugt, wenn wir auch also reden. Denn Gott ist nicht ungerecht, eures Werkes zu vergessen und der Liebe, die ihr gegen seinen Namen bewiesen, da ihr den Heiligen gedient habt und dienet. Wir wünschen aber sehr, daß ein jeder von euch denselben Fleiß beweise zur vollen Gewißheit der Hoffnung bis ans Ende, auf daß ihr nicht träge werdet, sondern Nachahmer derer, welche durch Glauben und Ausharren die Verheißungen ererben.
Hebräer 6:4‭-‬12 ELB

Wenn man diese Verse liest, ist es zwingend nötig auch die Verse davor zu  lesen:


Deshalb, das Wort von dem Anfang des Christus lassend, laßt uns fortfahren zum vollen Wuchse und nicht wiederum einen Grund legen mit der Buße von toten Werken und dem Glauben an Gott, der Lehre von Waschungen und dem Händeauflegen und der Totenauferstehung und dem ewigen Gericht.
Hebräer 6:1‭-‬2 ELB

Der Verfasser sagt: Wir wollen jetzt eigentlich nicht nochmal von vorn Anfangen mit dem Evangelium und euch erzählen, was Christus getan hat, sondern uns dem widmen, was danach zu tun ist. Und zwar nicht: wieder das Gesetz als Grundlage nehmen. Wir wollen nicht wieder darüber reden, dass ihr von Toten Werken umkehren sollt oder mit ganzem Herzen an Gott glauben sollt (als ein Werk!), oder alle möglichen Reinigungen vollführen sollt etc PP... Nein, darüber waren wir doch eigentlich schon hinaus.
Und jetzt beginnt der Vers, den ich eigentlich behandeln will:
Denn es ist unmöglich, diejenigen, welche einmal erleuchtet waren und geschmeckt haben die himmlische Gabe, und teilhaftig geworden sind des Heiligen Geistes, und geschmeckt haben das gute Wort Gottes und die Wunderwerke des zukünftigen Zeitalters, und abgefallen sind, wiederum zur Buße zu erneuern, indem sie den Sohn Gottes für sich selbst kreuzigen und ihn zur Schau stellen.

Der Autor sagt, denn, wenn ihr jetzt als Grundlage wieder das Gesetz nehmt ist es unmöglich euch nochmal zur Buße/Umkehr zu erneuern.
Wenn ihr das Opfer, dass Jesus für euch dargestellt hat, nicht annehmt, dann ist euch nicht mehr zu helfen! Wenn ihr nicht glaubt, dass Jesus Opfer ein für alle mal jede Sünde bezahlt hat, dann könnt ihr ihn nicht nochmal kreuzigen und sagen, das ist jetzt das Opfer für die Sünden, die das erste Opfer nicht abgedeckt hat. Es ist schlichtweg unmöglich, dass ihr nochmal zu Gott umkehrt, denn ihr seid bereits umgekehrt. Ihr wisst bereits alles über das Opfer Jesu, über die Sündenvergebung der Welt, aber ihr nehmt es nicht an! Ihr seid abgefallen vom Glauben daran, weil ihr es NICHT glaubt!

Denn das Land, welches den häufig über dasselbe kommenden Regen trinkt und nützliches Kraut hervorbringt für diejenigen, um derentwillen es auch bebaut wird, empfängt Segen von Gott; wenn es aber Dornen und Disteln hervorbringt, so ist es unbewährt und dem Fluche nahe, und sein Ende ist die Verbrennung. 

Er sagt weiter: Über euch ist der gleichen "Gnaden"Regen ausgegossen, wie über die anderen, denen das Evangelium verkündigt wurde, wenn ihr nun trotzdem nur Gesetzeswerke hervorbringt, dann könnt ihr Gottes Segen nicht empfangen. Der alte Bund besagt: hälst du dich an die Regeln, bist du gesegnet, hälst du dich nicht dran, bist du verflucht. Wenn ihr nun weiter nach diesem Prinzip lebt, seid ihr verflucht, weil sich an die Regeln halten NICHT möglich ist. Ihr werdet immer, wenn etwas schief geht, denken, ihr seid unter dem Fluch Gottes. Und das wird euch wieder unter das Gesetz knebeln. In diesem wiederum ist keine Freiheit. Das ist der Fluch! Das Gesetz ist der Fluch! Diese Gesetzeswerke also sind nichts wert vor Gott und werden deshalb von seinem Feuer verbrannt. Wohlgemerkt: Die Werke, nicht der "Werker" selbst!!
Als nächstes beruhigt der Autor die Gesetzeshalter ein bisschen:

Wir aber sind in Bezug auf euch, Geliebte, von besseren und mit der Seligkeit verbundenen Dingen überzeugt, wenn wir auch also reden. Denn Gott ist nicht ungerecht, eures Werkes zu vergessen und der Liebe, die ihr gegen seinen Namen bewiesen, da ihr den Heiligen gedient habt und dienet. 

Gott vergisst eure Werke nicht, sagt er. Er ist nicht ungerecht. Er sieht euren Eifer.

Wir wünschen aber sehr, daß ein jeder von euch denselben Fleiß beweise zur vollen Gewißheit der Hoffnung bis ans Ende, auf daß ihr nicht träge werdet, sondern Nachahmer derer, welche durch Glauben und Ausharren die Verheißungen ererben.

Und zum Schluss sagt er:
Ich wünschte nur, ihr würdet den gleichen Eifer darin beweisen EINFACH ZU GLAUBEN, und Nachahmer derer sein, die ALLEIN durch Glauben und Warten die Versprechungen Gottes ererben. Ihr müsst gar nichts tun. Glauben und Warten reicht völlig.
Es gibt da eine schöne passende Stelle in Jesaja:
Denn so spricht der Herr, Jehova, der Heilige Israels: Durch Umkehr und durch Ruhe würdet ihr gerettet werden; in Stillsein und in Vertrauen würde eure Stärke sein. Aber ihr habt nicht gewollt;
Jesaja 30:15 ELB

Quasi genau das gleiche: In Stillsein und Vertrauen auf Gott wäre unsere Stärke, wenn wir uns allein auf sein Werk verlassen. Aber die Israeliten haben nicht gewollt. Sie wollten es sich selbst verdienen, eigene Werke tun, sich auf sich selbst verlassen. Und das gleiche Problem gibt es offenbar bei den Hebräern.
Und natürlich gibt es das auch heute in den Gemeinden. Und zwar nicht wenig! Die Leute denken, wenn man Christ ist, muss man sich gleichzeitig bemühen, die Gebote zu halten, dabei ist das Gesetz erfüllt.
Wenn ich ein Glas bis zum Rand mit Wasser fülle, ist es voll oder auch erfüllt! Egal, wieviel Wasser ich noch dazu gieße, es ändert nichts mehr daran, dass das Glas voll ist.
Jesus hat das Gesetz erfüllt, egal wie viel oder wenig wir uns daran halten! Wir müssen uns nicht mehr abstrampeln die Gebote zu halten oder denken, Gott ist böse auf uns, wenn wir es nicht tun. Es tut NICHTS zur Sache,das Gesetz ist und bleibt erfüllt! Für alle Zeit! Gott ist nicht mehr böse auf uns. Nie! Er möchte uns nur noch segnen, uns alles geben, worum wir ihn bitten. Weder uns Lektionen erteilen oder uns durch blöde Umstände erziehen, noch uns irgendetwas vorenthalten.

Er, der doch seines eigenen Sohnes nicht geschont, sondern ihn für uns alle hingegeben hat: wie wird er uns mit ihm nicht auch ALLES schenken?
Römer 8:32 ELB

Und das ist doch mal eine wirklich GUTE NACHRICHT!

Danke Vater, dass du an mir festhälst und nicht ich an Dir. Und danke, dass ich nichts mehr tun muss, außer Stillsein und Vertrauen, wenngleich das schwerer ist als alles andere;) Danke, dass Du einfach ALLES getan hast und dass ich durch dich wirklich frei bin!
Amen

Sonntag, 3. Juni 2018

Gott gibt ohne Gegenleistung

Ich hab, wie jeder Mensch, verschiedene Baustellen.
Eine ist, dass ich Dinge gern bis auf den letzten Drücker hinausschiebe.
Eine andere ist, dass wenn ich unzufrieden bin, ich mich mit Shoppen oder Essen tröste - unbewusst, nicht extra;)
Aber obwohl mir diese Dinge bewusst sind,bin ich nicht stark genug, das zu ändern.
Und hier zeigt mir Gott gerade etwas Bahnbrechendes. Es ist für mich tatsächlich völlig neu, entspricht in keinster Weise dem Zeitgeist der Gesellschaft und leider auch selten den Lehren der Kirche.
Statt in diesen Punkten ständig zu versuchen mich mit Gottes Hilfe (nochmal: was auch immer das sein mag?!) in den Griff zu bekommen, lehrt Gott mich, nicht auf meine Schwächen zu sehen, sondern auf ihn und mich voll und ganz auf ihn zu verlassen.
Ein Beispiel: Der Kindergartenplatz unserer Kinder wird von der Stadt bezahlt. Dafür allerdings ist es nötig regelmäßig einen Antrag zu stellen. Unsere Bewilligung lief im Januar mal wieder aus und ich bekam es einfach nicht auf die Reihe diesen Antrag zu stellen. Jedes Mal, wenn ich Gott bat uns finanziell zu segnen, blitzte der Gedanke an den Antrag hoch, als ob Gott zu mir sagen würde, wenn ich den Antrag nicht stelle, kann Gott mir da leider auch nicht helfen. Dann würde eben im Februar die Rechnung für den Kindergartenplatz ins Haus flattern und ich müsste bezahlen. Aber diese Stimme war nicht Gott, es war meine eigene, die Stimme meines Unglaubens.
Natürlich vergaß ich den Antrag immer wieder ganz schnell - im Alltag mit 4 Kindern bleibt nichts lange im Kopf:D
Als es bereits Ende Januar war, fiel mir der Antrag wieder ein und ich sah schon, dass wir für Februar bezahlen müssten, aber dann passierte etwas völlig Unerwartetes: Der Bewilligungsbescheid ab Februar, bis September kam. Ohne dass ich den Antrag gestellt hatte. Ohne, dass ich dafür gebetet hatte. Ohne dass ICH irgendetwas getan hatte. Und diesmal sprach Gott echt zu mir und sagte: Du bist zwar IN dieser Welt, aber nicht VON dieser Welt. Die Regeln dieser Welt gelten nicht mehr für Dich! ICH kann alles! Ich stehe über jeglicher menschlicher Bürokratie und ALLES ist für MICH möglich!
Ich bin immer noch völlig platt! Diese "Lektion" hat echt gesessen, aber es ist nicht die einzige.
Was das Shoppen angeht, habe ich beschlossen, mich nicht mehr zu disziplinieren und zu versuchen mich zusammen zu reißen, sondern ich shoppe einfach: "Hemmungslos". Und ich fühle mich danach nicht mehr schlecht. Ich denke danach nicht: "Dass wir finanzielle Schwierigkeiten haben liegt nur an mir. Wenn ich mich nur zusammen reißen würde... Gott kann uns nicht finanziell segnen, wenn ich das Geld verprasse."
Statt darauf zu schauen, was ich mache, nämlich  das Geld verschwenden, schaue ich auf das, was Gott tut, nämlich: Mich nicht verurteilen. Mich finanziell segnen. Und das Bedürfnis stillen, welches hinter dem Shoppen steckt. Und plötzlich, weil ich mich nicht mehr schuldig oder verurteilt fühle, kann ich auch mal einen Wunsch, den ich habe, einfach auf meine Wunschliste setzen, weil ich es nicht dringend benötige um mich zu "trösten" oder zu "belohnen". Denn Gott tröstet mich und belohnt mich mit seinem Frieden.
Von außen sieht es aus, als ob ich es mir sehr einfach mache - tatsächlich ist es so einfach, jedoch ist das einfache oft das wirklich Schwere! 
Wir Menschen sind so sehr gewohnt uns alles zu erarbeiten, es fällt uns so schwer, jegliche Versuche abzulegen und unser Vertrauen einzig und allein auf Gott zu setzen. Und doch ist das das Einzige, was wirklich tiefgreifend verändert, denn Gott bekämpft nicht nur Symptome, er verändert unser Herz.
Mit allem Versuchen, allem Sich Zusammenreißen und Selbstdiszipinieren kratzen wir doch nur an der Oberfläche. Wir reinigen unseren Becher von außen, aber das Innere bleibt unberührt. Denn an unser Inneres kann nunmal nur Gott heran und er möchte das auch gern, aber er zwingt sich nicht auf.
Du kannst auch gern versuchen deine schlechten, vlt sogar sündigen Angewohnheiten selbst in den Griff zu bekommen. Du kannst dir einreden, allein die Tatsache, dass Du den Willen hast etwas zu ändern ist schon Gott gewirkt und dass Du den Rest doch nun wirklich selber tun musst und ich wünsch Dir viel Glück beim Nicht-scheitern, mache Dir da aber wenig Hoffnung;)
Für mich hat das nicht funktioniert und Gott hat mir auch klar gemacht, warum:
Wenn der Ruhm nicht Gott gehört, handle ich aus meiner eigenen Kraft und die ist seeehr beschränkt. Genau genommen sagt Jesus:
Ohne mich könnt ihr nichts tun. Nichts. Niente. Nada. Das bedeutet: Gar nichts.
Das ist nicht sehr viel;)

Für mich selbst ist dies ein echtes Lernfeld und ich merke, wie es in mir immer wieder aufschreit und ich die Dinge selber machen will, weil ich denke, ICH MUSS. So zum Beispiel beim Thema Essen. Ich versuche noch immer mich zusammen zu reißen und nicht abends vor dem Fernseher Süßigkeiten zu essen, aber ich merke auch: je mehr ich mir das verbiete, desto größer wird der Wunsch es zu tun. Aber es loslassen, einfach machen und auf Gott hoffen fällt mir extrem schwer - denn natürlich denke ich sofort, dass ich dann in 4 Wochen noch 5 kg mehr wiegen werde... ODER ich vertraue Gott;)
Mal sehen!:)

Ich danke Gott und jeden Fall für seine Geduld mit mir und dass er gibt, ohne, dass ich etwas geben muss!
Amen

Samstag, 12. Mai 2018

Jesus - Freibrief zum Sündigen?

Ist das Opfer Jesu ein Freibrief zum Sündigen?
Diese Frage wollte ich heute mal behandeln. Aber weil es langweilig ist, immer nur meine eigenen Gedanken kreisen zu hören, hab ich zu dieser Frage mal eine WhatsApp Umfrage gestartet und die Antworten fand ich recht interessant. Auf die verschiedenen Argumentationen werde ich im Verlauf des Posts eingehen.
Das Fazit nehme ich schonmal vorweg:
Ausnahmslos alle haben mit NEIN geantwortet, die meisten meinten aber nach näherem Nachfragen eigentlich Ja - so zumindest meine Interpretation;)
Meine eigene Antwort auf diese Frage ist:
JA, es ist ein Freibrief. Denn Jesus hat für JEDE meiner Sünden bezahlt: vergangene, gegenwärtige, zukünftige, unabsichtliche, absichtliche, große, kleine.... etc.
Es gibt keine einzige Sünde, für die er keine Vergebung erwirkt hat.

Was ist mit der unverzeihlichen Sünde, der Lästerung des Heiligen Geistes?
- Gern gehe ich darauf ein andermal ein, für hier reicht mir zu sagen: Das ist keine Sünde von neugeborenen Christen, sondern eine von Ungläubigen - da die noch unter dem Gesetz sind, haben sie den Freibrief nicht!

Aber warum führt nun dieser Freibrief trotzdem nicht dazu, dass Christen mordende, fremdgehende Lügner sind? Weil diese Rechnung natürlich ohne den heiligen Geist und das neue Herz, das wir bekommen haben, nicht aufgeht.

Und ich werde euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres geben; und ich werde das steinerne Herz aus eurem Fleische wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. Und ich werde meinen Geist in euer Inneres geben; und ich werde machen, daß ihr in meinen Satzungen wandelt und meine Rechte bewahret und tut.
Hesekiel 36:26‭-‬27 ELB

Also JA, wir KÖNNEN jetzt jede Sünde begehen, die wir wollen und es gibt keine Strafe für uns, denn es gibt KEINE Verurteilung mehr für die, die in Christus sind (Römer 8), jedoch WOLLEN wir das nicht. Denn Gott hat uns ein neues, ihm zugewandtes, für ihn offenes Herz geschenkt. Und noch dazu hat er uns seinen Geist gegeben. Gott lebt jetzt in uns. Wir sind heilig, wir gehören zu ihm. Wir sind gerecht. Und zwar nicht, weil wir das tatsächlich sind, sondern weil uns diese Prädikate durch Jesus Christus verliehen wurden.
Aber dass wir es nicht wollen heißt auch wirklich, dass wir es nicht wollen. Das heißt, wenn Du gern lügst und es prinzipiell nur nicht tust, weil "Du sollst nicht lügen" eines der Zehn Gebote ist - dann ist das nicht Gottes Geist, der wirkt, sondern dein Ego, dass sich vor Gott gern damit rühmen möchte, dass es nicht lügt!
Das Herz ist der Sitz unserer Gefühle. Wenn Gott das neu gemacht hat, heißt das, er hat auch unsere Gefühle verändert.
Ein Beispiel: Ich hab früher echt gerne Pornos geguckt und fand das auch nach meiner Bekehrung noch völlig ok, also gefühlsmäßig, obgleich ich prinzipiell dachte, das ist als Christ vielleicht eher unangebracht.
Jedoch allein das "Prinzipiell nicht dürfen" hat mich nicht davon abgehalten Pornos zu gucken.
Aber dann hat Gott mein Herz an diesem Punkt erneuert und mittlerweile widern mich Pornos einfach an. Nicht, weil ich Sex doof finde und auch nicht weil ich finde, Sex darf nur im Geheimen in den eigenen 4 Wänden stattfinden, sondern weil dies ganze Bussiness einfach total krank ist und weil ich es schrecklich finde, wenn Frauen wie Fleisch behandelt werden bzw ihren eigenen Wert nicht kennen und sich so verkaufen.
Alles mich anstrengen und Gott gefallen wollen hat also nichts gebracht, Gott musste mein Herz verändern und dann geht alles wie von selbst.
(Falls Du GERNE Pornos schaust, lass Dich von mir nicht abhalten - Es ist niemandem geholfen, wenn Du versuchst keine zu schauen, weil Du denkst es ist falsch und Dich jedes mal schuldig fühlst, wenn Du es doch tust. Schau auf Jesus und dass Du durch ihn gerecht bist, egal, was Du tust!)

Es gab in meiner Umfrage auch einen schönen Vergleich mit der Ehe:
Die Ehe sei ja auch kein Freifahrtschein dafür sich gehen zu lassen, sondern man versuche sich für den Partner nicht gehen zu lassen.
Ich finde, die Ehe ist ein wunderbarer Vergleich und möchte mal verschiedene Punkte in Bezug auf die Fragestellung beleuchten:

1. Man geht eine Ehe nicht mit der Motivation ein sich hinterher gehen zu lassen. Man heiratet jemanden, zumindest im Westen, weil man ihn liebt oder um es aufs Wesentliche herunterzubrechen: weil man seinen eigenen Vorteil darin sieht. (Diese Aussage gibt bestimmt Ärger, aber das Anerkennen dieser Tatsache verhindert, glaube ich, weit mehr Eheprobleme als das geheuchelte "Man will den anderen völlig selbstlos glücklich machen.")
Genauso ist es mit Gott:
Wir kommen nicht zu ihm UM zu sündigen. Wir erkennen, wir haben gesündigt und sehen den einzigen Ausweg darin, das Opfer Jesu für uns in Anspruch zu nehmen.

2. Ich habe mich nach der Hochzeit nicht absichtlich gehen lassen und kenne auch niemanden, von dem ich das behaupten würde. 
Also allein die Unterstellung, dass, wenn man Leuten einen Freifahrtschein zum Sündigen gibt, sie es dann auch hemmungslos tun, ist nicht haltbar.

3. Ich habe mich nach der Hochzeit nicht meinem Mann zuliebe nicht gehen lassen, sondern einfach weil ich es wollte. Ich achte gern auf mich, ich zieh mich gern schön an, ich sehe gern gut aus... Nicht meinem Mann zuliebe, sondern weil ich mich dann gut fühle. Natürlich begrüße ich es, wenn mein Mann mich auch schön findet;)
Genauso sündige ich nicht absichtlich NICHT nur um Jesus zu gefallen, ihm nachzufolgen oder meine Liebe zu beweisen. Ich tue das aus völlig egoistischen Gründen. Weil ich weiß, dass gewisse Dinge nicht gut sind für mich.
Paulus sagt:
Alles ist erlaubt, aber nicht alles ist nützlich; alles ist erlaubt, aber nicht alles erbaut.
(1. Korinther 10:23) 
Nachdem ich nun also Straffreiheit vor Gott habe, ist nicht mehr die Frage: Was erlaubt Gott und was nicht? Die Frage ist auch nicht, was gefällt Gott und was nicht?
Die Frage ist: Was ist nützlich? Was erbaut?
Um nochmal ins Bild Ehe zurück zu kehren:
Ich glaube, es ist für meinen Mann wesentlich sinnvoller, wenn ich an unserer Ehe mir zuliebe festhalte (und meinen eigenen Vorteil darin sehe), als ihm zuliebe (und meine eigenen Bedürfnisse hinten anstelle).
Warum? Weil ich sonst irgendwann ausbrenne oder jemanden treffe, der sich um meine Bedürfnisse kümmert und ich dann feststelle, dass das eigentlich viel schöner für mich ist;)
Den Freibrief Jesu also nur nicht auszunutzen um ihm zu gefallen, ist sehr gefährlich, denn dann bin ich doch ziemlich anfällig für Sünden, die mir das Leben leichter machen; und selbst, wenn ich dem nicht nachgebe, muss ich permanent mit der Versuchung leben, die diese Sünde auf mich ausübt.

ABER ich kenne diese Seite. Ich kenne das "GOTT gefallen wollen". Ich würde behaupten, ich habe die ersten 5 Jahre meines Glaubenslebens danach gestrebt, bis Gott zu mir sagte:
"DU BIST MEIN GELIEBTES KIND, AN DEM ICH WOHLGEFALLEN HABE."
Ich hab diesen Satz schon sooo oft gelesen. Der Satz, den Gott über Jesus ausspricht, als er sich taufen lässt; und ich wollte immer diesem Jesus nachfolgen, und dass Gott das auch über mich sagt. 
Bis ich erkannt habe, dass ich mir das nicht verdienen muss. Gott spricht das über mich unperfekte Doreen aus, obwohl er weiß, wer ich bin und wie oft ich sündige, ja sogar WEIL er weiß, wer ich bin. 
DAS ist der Grund, auf dem ich baue, nicht das Ziel, auf das ich hinarbeite. 
Und jetzt sehe ich Jesu' Opfer als das, was es ist: Ein Freifahrtschein mich auf dieser Erde zu bewegen ohne Angst, ohne Verdammung, ohne das Streben sündlos zu leben, dafür mit Freude und dem Anerkennen meiner Unfähigkeit sündlos zu leben und gleichzeitig der absoluten Abhängigkeit von Gott, meiner Bedürftigkeit vor ihm.
Ich glaube, Gott hat uns zur Freiheit berufen und ich persönlich spüre diese Freiheit erst, seit ich nicht mehr versuche, Gott zu gefallen!

Wenn nun der Sohn euch frei machen wird, so werdet ihr wirklich frei sein.
Johannes 8:36 ELB

Und deshalb verkünde ich auch nicht mehr ein Evangelium, bei dem sich alles darum dreht, was ICH für Gott tun kann. Es ist ein selbstgerechtes kraftloses Evangelium, dass Christen lähmt und Nichtchristen abhält, es als das zu sehen, was es ist: Die gute Nachricht!:)
Nicht wir dienen Gott, Gott dient uns.
Wir sind zwar zur Anbetung Gottes geschaffen, aber für mich bedeutet das, Gott seine Position als Geber zuzugestehen, indem ich mich in die Position des Empfängers versetze, denn ganz ehrlich, ich habe Gott NICHTS zu geben!

Vater, ich liebe Dich, weil Du mich zuerst geliebt hast! Und ich möchte es gern in alle Welt hinaus schreien: Du bist ein Gott, der frei macht! Du bist ein Gott, der gibt. Leben. Im Überfluss.
Amen

PS: Zugegeben war dieser Post mal wieder wenig biblisch fundiert und eher ein Zeugnis und wirft auch verschiedene neue Fragen auf:
Können wir unsere Errettung verlieren?(Nein!)
Oder freiwillig abwählen? (Nein!)
Oder vom Glauben abkommen? (Nein!)
Was ist Nachfolge?
Was ist Anbetung?
Was ist mit den 10 Geboten?
etc.
Das alles war heute jedoch nicht Thema, wird aber vielleicht noch Thema werden!
Gott segne Euch!

PSS: Ihr seid gern dazu angehalten dies zu kommentieren, falls ihr dem zustimmt, aber auch und vor allem, falls ihr etwas fragwürdig findet oder komplett anders seht!:)